Was würde passieren wenn man damals im Nazideutschland einen Juden ermordet?

5 Antworten

Grade wenn es sich um eine individuelle Tat handelt, hätte die Herkunft des Opfer vermutlich eine eher geringe Rolle gespielt. Wenn der Täter die Tat z.B. aus finanziellen Interessen oder aus Rache, etwa weil das jüdische Opfer ihm die Frau ausgespannt hat, begeht kann man draus ableiten, dass er ggf. auch eine Gefahr für den deutschen Volkskörper darstellt.

Im Rahmen von Progenomen oder spontanen ideologischen Gruppentaten, hat das aber unzweifelhaft anderes ausgesehen. Dort wurden die Täter kaum bis gar nicht bestraft.

Das käme vor Gericht wie alle anderen Morde. Als normaler Bürger.

Was die Obersten später machten, das war eine andere Schublade. Da hatte aber ein Durchschnittsmensch sich nicht einzumischen.

Sowas stand gar nicht in den Zeitungen. Im Nazideutschland wurde behauptet, dass es keine Verbrechen mehr gibt. Adolf hätte damit aufgeräumt, und nun sind alles ehrliche ordentliche Bürger. Natürlich waren die Nazis die größten Verbrecher, aber Straftaten wurden nicht öffenlich bekannt gegeben. Die Presse war zensiert. Wurde z.B. eine Bank überfallen stand davon nichts in der Zeitung. Hatte man die Täter gefaßt so wurden die sicher auch klammheimlich hingerichtet ohne dass die Öffentlichkeit jemals was davon erfuhr.

Ja, es wurde bestraft, wenn im täglichen Leben irgendjemand irgendjemanden umgebracht hat.

Was würde passieren wenn man damals im Nazi deutschland als normaler Bürger einen Juden tötet?

Interessanter Satzbau und Wortwahl.

Juden wurden nicht nur getötet, sie wurden ermordet. Den Mördern, egal ob "normaler" Bürger, Drahtzieher oder Scherge ist damals nichts passiert, erst ab dem 3.9.1945 wurden und werden sie verfolgt.

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