Was würde passieren, wenn ich Shaming zugebe?

15 Antworten

Also, ich gehe erstmal auf deinen "Joke" ein. Das, was du sagst, macht dich nicht automatisch zu einem sexisten. Klar, wenn du 24/7 mit einer "Na, du alte Milcht*tte! Hast du etwa hier mit deinem kleinen pinken, Polo eingeparkt?!" Attitüde ans Leben herangehst. Bist du in meinen Augen- und hoffentlich nicht nur meinen Augen - ein Sexist.

Wie du das ganze gewichtest, ist deine Sache. Back2Topic - dass, was Du sagst macht dich also nicht zwangsläufig gleich zu einem Sexisten - DAS, was du allerdings sagst, ist sexistisch. If you know what I mean? Wobei hierbei noch zwischen Sarkasmus und allem andern unterschieden werden sollte. Meinst du, sofern Du so etwas sagst, es ernst- dann bist du eben ein Sexist. Und noch sehr viel mehr als das, tbh.

Und da wären wir schon beim nächsten Punkt. Grundsätzlich darf Comedy alles, zumindest meiner Meinung nach. Sie muss aber gut sein, darf nicht zwangsläufig verletzend sein- und muss für einen selbst funktionieren.

Witz, Humor ist subjektiv - fair enough. Aber das ändert nichts daran, das dein JK literrally einfach dumm ist. Der "Gag" funktioniert vllt auf Facebook.

Es schweift vllt so ein bisschen vom Thema ab, aber die einfachste Art der Comedy, sind Beleidigungen. That's it.

Ich bin jetzt vllt eher weniger auf deine Frage eingegangen, aber um ehrlich zu sein, sehe ich dabei gar nicht erst das Problem. Das ganze fängt schon viel früher an. Also verhalte dich einigermaßen erwachsen- und bockel nicht gleich rum, wenn jemand nicht über deinen dämlichen "Witz" lacht. Oder Ihn, zurecht, scheiße findet.

Und wenn jemand offended wird von so etwas, dann musst du damit rechnen. Dabei wären wir beim nächsten Punkt- bzgl "Comedy darf alles" - Comedy darf auch alles, aber je nachdem musst du mit dem Backlash rechnen. Vor allem dann, sorry not sorry - wenn es nicht witzig, sondern einfach NUR dumm ist.

No front.

Am Schluss noch ein kleiner Appell an dich.

Ich weiß, ich bin ein Random aus dem Internet, aber sofern noch ein kleines bisschen selbstreflexion in dir steckt - verhamlose das Thema Sexismus und ALLES was dazu gehört nicht so schnell.

"Rassist oder Radikaler irgendwas wäre doch 1000 mal schlimmer als dieses lahme stumpfe Shaming oder nicht?" - Nein, Bruder. Hunde Scheiße und menschliche Scheiße - beide haben am Ende des Tages mindestens eine Gemeinsamkeit, beides ist scheiße.

Peace!

/Timo

Menschen haben nun mal nicht denselben Humor.

Manche haben einen Humor, der mit dem eigenen kompatibel ist, andere wiederum nicht. Mit etwas Menschenkenntnis kommt man dann irgendwann dahinter, bei wem man entsprechende Witze machen darf, und bei wem nicht.

"Ist doch egal was die anderen denken"

Ok. Und wieso kümmert es dich dann so sehr, wenn manche Menschen deinen Humor nicht teilen?

"und Sexist ist jetzt auch irgendwie überhaupt nichts schlimmes in meinen Augen."

Ja, und wo liegt nun das Problem, bei dem wir helfen könnten?

Die anderen Menschen können wir nun mal nicht ändern.

Du kannst dir halt diejenigen Leute raussuchen, die zu deinen Witzen passen. Einen besseren Ratschlag habe ich da nicht im Moment.

Jetzt ist es eh zuspät. Ich wollte die Frage ursprünglich noch anpassen, aber ging dann ja nicht mehr.

Es ist mir egal, was die Leute um mich rum denken, solange es keine Auswirkungen auf mich hat. Daher wäre die Frage gewesen:

Was kann mir drohen, wenn ich mich öffentlich als Sexist bekenne? Wenn ich dann halt einfach sage "Okay komm, dann ist das so".

Könnte man für sowas der Schule verwiesen werden? Könnte man dafür angezeigt werden?

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@MGTOWJesus

Ach so. Naja, so einfach geht das nicht, denke ich (mit dem Schulverweis). Dazu müsste schon mehr als ein Witz vorgefallen sein.

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Ich versteh Deine Frage ehrlich gesagt nicht unbedingt. Du möchtest einerseits wissen, was passiert, wenn Du von anderen als "was-auch-immer" bezeichnest wirst; andererseits ist Dir die Meinung eben dieser Anderen auch egal. Ja was denn jetzt?

Du wirst es nie allen recht machen können. Wieso dann versuchen? Ich zum Beispiel fühle mich von nicht gegendeter Sprache nicht diskriminiert. Ich kann aber verstehen, dass andere das nicht so sehen. Dann nimmt man halt ein bisschen Rücksicht. Das ist schon dabei. Mit der Zeit wirst Du herausfinden, bei wem Du wie weit gehen kannst.

Seine Frage zeigt seine Unsicherheit. Wäre der wirklich so souverän und cool wie er sich darstellt, dann hätte er diese Frage überhaupt nicht gestellt.

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Was du lustig findest mögen andere GAR NICHT lustig finden. Insebsondere sind die allermeisten sexistische "Witze" die ich gehört habe für MICH nicht lustig. Nicht weil ich einen guten Witz ablehne oder eine Spaßbremse bin; aber solche "Witze" sind meist derart niveaulos, dass ich sie nicht mal mehr lustig, sondern nur noch blöd finde. Frauen haben übrigens auch ihre Männerwitze. Kann ja sein, dass irgendwo ein Fünkchen Wahrheit drin liegt, aber man sollte solche Dinge nicht einfach so rausposaunen, ohne vorher kurz nachdenken, wer da zuhört.

Es ist auch gut, dass die Zeiten sich geändert haben, früher gab es da noch mehr "Freiraum".

Es gibt auch jetzt noch Freiraum.
Da hat sich nichts geändert. Bloß jetzt erfinden Frauen für jeden Schwachsinn einen Begriff. Ob dann eine angepisst reagiert juckt mich nicht.

Ich schränk doch nicht meine Freiheit und Kreativität ein (vor allem, wenn ich gar nicht mit Ihr spezielle rede), damit Sie Ihren Willen bekommt.

Da kann ich nur jedem zu einer dicken Haut raten. Als Sensibelchen überlebt man hier eh nicht lange. Zumindest nicht gut.

Naja und wenn du das nicht lustig findest, dann ist das halt so. Ich steh auf natürlich witzige Sachen oder eben Beleidigungen / schwarzen Humor.

Muss man halt der Typ für sein. Ich finde die "normale" oder "deutsche Comedy" im TV auch überhaupt nicht lustig. Ist ja nicht schlimm. Gibt trotzdem Leute, die dort klatschen.

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wenn es einem egal ist, was andere von einem denken, ist das gut und schafft Frieden, andererseits stellt sich die Frage, warum man auf Angriffe dann überhaupt reagieren muss.

Das Dilemma beginnt dort, wo man einen Witz erzählt und auf das Gelächter anderer hofft - dort ist es einem plötzlich nicht egal, und man macht sich verwundbar. Darum bin ich ein Fan von Buster Keaton - er zeigt nie was er witzig gemeint hat und überlässt es gleichgültig dem Publikum ob es lachen will.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom Uni Würzburg 1983

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