Was würde passieren, wenn eine zukünftige US-Präsidentin od. US-Präsident bestimmt, das Drucken und Herausgeben der Währung in die Gewalt des Staates zu legen?

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6 Antworten

Es gibt keinen Grund, eine solche Bestimmung umzusetzen. Faktisch betreiben die USA eine massive politisch geprägte Geldpolitik, genauso wie sie eine massive politisch geprägte Energiepolitik betreiben. Glaube doch keiner, dass solche Entscheidungen nicht abgestimmt sind. Da lassen sich manche zu schnell auf das Glatteis der deutschen Anti-Trump-Propaganda führen. Dabei haben dieselben Medien, die Trumps Handeln extrem negativ und überkritisch beäugen gleiche Maßnahmen von Obama bejubelt. Auch in den USA tobt ein heftiger Kampf zwischen links und rechts (um diese blöde Aufteilung mal zu benutzen) wie in Europa und Deutschland. Und was die Geldmengenausweitung angeht, sind die Linken immer die größten Schuldenmacher gewesen, die die staatlichen Geldmengen (hier via EZB) aufgeblasen haben. Bezahlen müssen das letztlich die angeblich von den Linken vertretenen Arbeitnehmer und Kleinsparer.

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Snanifo 27.06.2017, 15:02

Was die Geldpolitik der USA betrifft, gebe ich dir in dem Punkt recht, dass auch schon vor Trump Obama und die anderen Vorgänger im Amt des US-Präsidenten eine sehr großzügige Geldpolitik betrieben haben und damit die Welt mit Dollar überschwemmt, wovon jeder investierte Dollar seine Zinsen bzw. Gewinne einfährt. Trump hat nur festgestellt(übrigens auch schon andere vor ihm), dass ihnen innerhalb dieser von den USA zum ihrem Vorteil geschaffenen Weltordnung inzwischen ernstzunehmende Konkurrenten erwachsen sind. Ich denke da an China, die EU mit Deutschland an der Spitze, aber auch andere stehen in den Startlöchern. Er macht das fest an dem Verschwinden von Arbeitsplätzen z.B. um Stahl zu kochen, die neben anderen von den eigenen Unternehmen ins lohnbilligere Ausland outgesourced wurden und so leerstehende Fabriken und arbeitslose Amerikaner zurückließ. Das kann sich die stärkste Macht der Welt nicht gefallen lassen. Sein Anspruch ist, das zu ändern. 

Zum anderen Punkt, dem "Kampf zwischen links und rechts", denke ich, dass es du dir zu einfach machst. Wenn du an die Finanzkrise denkst, stimmt deine ganze Überlegung nicht mehr. Da haben hauptsächlich Rechte (und ich rechne die SPD in diesem Falle dazu) so viele Schulden gemacht, wie die ganzen linken Regierungen (auch der EU) zusammen. Und, wer hat denn in der EU das Sagen? 

Bezahlen müssen das übrigens nicht nur die Kleinsparer, sondern alle, die ihr Geld auf der Bank liegen haben. Und da verschwindet die Menge der Kleinsparer hinter den Leuten mit viel Geld. Auch die bekommen fast keine Zinsen, oder müssen sogar noch Negativzins berappen. Das ist zumindest im Gespräch. Kontogebühren gibt es ja schon eine Weile. 

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Wie jetzt - Drucken und Herausgeben der Währung sind Aufgabe des Staates. In allen Ländern.

Der Staat kann selbst eine entsprechende Druckerei betreiben oder eine privat betriebene Druckerei beauftragen, die dann alle notwendigen Sicherheitsbedingungen erfüllen muss.

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Natürlich wäre es möglich wenn der politische Wille hierzu vorliegt, aber das amerikanische System via FED ist halt schon besonders....(aber wenigstens frei konvertierbar).

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Das kann er gerne bestimmen, aber das hätte keine Wirkung. Das Gesetz über die Federal Reserve müsste über den Kongress geändert werden. 

Der amerikanische Präsident hat in den USA erstaunlich wenig zu sagen.

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Geht nicht.

Sobald es um Finanzen geht muss der Kongress zustimmen.

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Klar ks das möglich wieso nich

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