Was würde passieren wenn der Staat einen Mindestpreis für Milch festlegen würde?

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6 Antworten

Das hatten wir schon so ähnlich als "Milchquote". Da wurde zwar nicht direkt der Preis geregelt aber durch die Vorgaben, eine gewisse Menge an Milch zu produzieren hatte das indirekt Einfluss auf den Preis. Momentan können sie so viel produzieren wie sie wollen, das drückt aber die Milchpreise und den Landwirten geht es schlecht. Ich würde einen Mindestpreis begrüßen, sodass ein Mindestmaß an Einkommen für Landwirte vorhanden ist. Klar hebele das den Markt aus aber wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft.

Mindestpreis leert keine vollen Lager, im Gegenteil könnte dieser sogar annimieren zur Mehrproduktion. Die Milchquote wurde im Laufe der 30 Jahren 64 mal geändert oder ergänzt. Die Milchquote wurde nicht zur Preisstabilität der Erzeuger eingesetzt. Durch die Aufweichung, Saldierung, Umrechnungsfaktor etc. ist ein effektive Mengenregulierung im Sinne der Milchbauern verhindert worden. Nicht die Höhe der Quote ist preisentscheidend, sondern die angepasste Nachfrage (ohne die Souveränität zu unterlaufen).

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@Nogli

Es ist doch aber logisch, dass diese Regulierung etwas mit dem Preis zu tun hat. Warum waren die Bauern denn so unzufrieden als die Milchquote weg war? Nämlich weil durch eine freie Produktion womöglich eine Überproduktion stattfand, welche den Milchpreis gedrückt hat ( Überangebot )

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Haben wir z.Z. durch einen garantierten Interventionspreis (Ankauf für Lagerhaltung). Intervention macht nur Sinn, wenn der Verursacher (Milchbauer)die Kosten trägt, und bei der Auslagerung auch daran profitiert. Was nützt eine Produktion fernab von der Nachfrage. Eine Produktion am Markt heißt die Devise für die Milchbauern um endlich auch ein Marktbeteiligter zu sein und nicht nur billiger Rohstofflieferant. Verbraucher, Politik, LEH, Milchindustrie, Verarbeiter profitieren von der momentanen Situation, die eben nicht "Gottgegeben" ist, sondern massiv beeinflußt wurde (Stallbauförderung). Bauern: Beendet die Überproduktion, dann klappt es auch mit den Preisen.

Das würde die Bauern etwas retten. Ich finde da muss man sich etwas anderes überlegen! Soetwas wie eine Mindestaufwandsentschädigung, welche nach bestimmten Richtlinien funktioniert, dass die Molkerein eben nicht mehr den Bauern nur 28cent geben.

Langfristig ist ein Mindestpreis für Milch genauso sinnlos wie der Mindestlohn! Man kann weder wissen wieviel die Lebenshaltungskosten in 10 Jahren ist, noch weiß man, welchen Aufwand Milchproduktion in 10 Jahren hat.

Willkommen in der Realität. Das DMK zahlt für April 21 cent, und Mai 19 cent. Mitte des Jahres wird die Intervention abschließen wegen übervoll, und dann  wird nach Spotmarkt ausbezahlt < 18 cent. Der Verbraucher gibt im Schnitt 10 % des Einkommen für Nahrungsmittel aus und streikt momentan wieder für 6% mehr Lohn. Klagen auf ganz hohem Niveau.

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Dann müsste dieser Staat das erst einmal mit der EU abklären .....

Agrarpolitik wird in Brüssel gestaltet.

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Wenn der Mindestpreis nicht zu niedrig ist würden sich die Landewirte freuen.

Der Bauer würde sich über ein Einkommen freuen, und nicht über ein Auskommen durch Mindestpreis. Man muß am Markt agieren und nicht produzieren auf Halde, um anschließend zu jammern.

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Das hebelt den Markt aus, und kommt einer Subventionierung gleich.

Es gibt fast keinen Wettbewrb um Rohmilch. Durch die Andienungspflicht und Kündigungszeit von 2 Jahren ist der Bauer so flexibel wie eine Eisenbahnschiene. Außerdem schwinden die Abnehmer durch Fusionen. Beste Beispiel die DMK. Die Aufkaufstelle von maroden Unternehmen nach dem Motto - x - = +. Hier besteht keinen Anlass zur weiteren Subventionierung (Zielsteuerung), da Ziel fast erreicht. (Allokation der Recourcen für Dritte). Der Verbraucher frißt die Recourcen der Ldw auf Kosten der Bauern auf.

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