Was würde passieren, wenn alle deutsche Hausfrauen in die Arbeit gingen?

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10 Antworten

Huch, in welchem Jahrhundert leben denn hier viele Antwortende?!

Was dann passieren würde: Wenn alle arbeiten gingen, würden viele sicherlich auch in Kinderkrippen, Horten oder als Kinderbetreuung sprich "Kindermädchen" arbeiten. Die Kinder wären also betreut. Die Familien hätten hoffentlich ein größeres Einkommen als vorher, was die Kinderarmut bekämpfen würde. Da alle arbeiten würden, würden auch mehr Nachhilfelehrer vorhanden sein, so dass man nicht argumentieren könnte, dass die Kinder nun weniger Bildungschancen hätten. Die Mütter wären evtl., teilweise zufriedener, weil sie sich beruflich selbst verwirklichen könnten und eingie dann nicht mehr das Gefühl hätten, dass man sie aufs Muttersein reduziert, was evlt. ihren Kindern zugute kommen würden, weil die Mütter jetzt weniger Stress mit den Kindern hätten. Immerhin wären die Aufgaben des Tages ja durch die Tagesbetreuung schon erledigt worden. Die Mütter hätten also abends den schönen Teil mit den Kindern (hoffentlich). Ggf. gäbe es weniger Gemecker, weil einige der Frauen als Putzhilfe Arbeit finden würden und so die Hausarbeit auch erledigt würde und nicht mehr von den Eltern oder Kindern erledigt werden müssten - weniger Streit um die Hausarbeit.

Einige Kinder hätten allerdings Probleme, weil sie die Mütter bzw. einen Elternteil länger brauchen würden, vor allem chronisch kranke oder (vor allem) geistig behinderte oder psychisch kranke Kinder, die eine stärkere Bindung zur Mutter haben und manchmal länger eine intensive Mutter- (oder Vater-) Kind-Betreuung bräuchten. Einige Kinder kommen längere Zeit mit Fremden als Betreuern nicht zurecht. 

Vermutlich würde es ein stärkeres Gerangel um die "begehrten" Arbeitsplätze geben. Viele würden nur weniger begehrte Arbeitsplätze abbekommen oder müssten Multijobber sein, um Vollzeit zu arbeiten, was wieder den Stress in den Familien erhöhen würde und ggf. den Betroffenen Stress durch Imageverlust bescheren könnte, was sich wieder negativ auf die Beziehung zu Kindern und Ehepartnern auswirken könnte.

Allerdings würde es weniger Armut geben, weniger Not von Eltern und Kindern aus Geldmangel, daher evtl. gesündere und glücklichere Kinder.

Vermutlich würde es einen starken Anstieg an Selbstständigen geben, die keinen Arbeitgeber finden konnten, und viele davon würden scheitern (sieht man immer wieder: Läden gehen pleite, Dienstleistungen werden nicht mehr nachgefragt usw.). Einige neue, interessante Geschäftsmodelle könnten so aber das Licht der Welt erblicken, wenn die Motivation, sich selbstständig zu machen, um überhaupt Arbeit zu haben, sehr groß wäre.

Würden Arbeitgeber besonders im Minijobsegment (Helfer/ ungelernte Kräfte) wissen, dass jeder unbedingt Arbeit haben WILL, würden viele das wohl ausnutzen, Arbeitszeiten verlängern, Löhne so weit es geht kürzen, weil der Arbeitnehmer ja alles tut, um den Job zu behalten, weil andere Jobs rar sind. Es würde also ggf. mehr Ausbeutung von weniger qualifizierten Kräften geben. Dadurch würde ein starkes Gefälle zwischen Armut und Reichtum bzw. Unter- und Mittelschicht entstehen, und die heutigen Harzt-IV-Empfänger würden durch diese ungelernten, ausgebeuteten AN ersetzt werden, was auch wieder mit einem sozialen Stigma verbunden wäre, dass sich auf die AN und ihre Familien auswirken würde - es bliebe also in gewisser Weise alles beim Altern, außer, dass jeder offiziell Arbeit hätte.

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Die Kommunen würden sofort durchdrehen, wenn sie für all diese Kinder ganztags Krippen, Kindergärten und Nachmittagsbetreuungen besorgen müßten.

Die Familien hätten mehr Geld, es würden mehr Steuern gezahlt, viele ehrenamtliche Dinge würden liegenbleiben.

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Die Haushaltseinkommen würden steigen.

Nur wo kämen die ganzen Jobs her?

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Dann könnte irgendwann mal wenigstens ein Teil der Männer auch eine Waschmaschine bedienen.

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Kommentar von Wippich
23.11.2016, 19:13

Reparieren können wir sie ja schon.

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Dann hätten die Männer keine Arbeit mehr . 

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Das Bruttosozialprodukt stiege springhaft an.

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Nicht viel, weil die arbeitenden Frauen in der Regel trotzdem den Haushalt machen. -.-

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Kommentar von Menuett
23.11.2016, 19:19

Da sinds aber dann selbst dran schuld.

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Die Haushalte sind nicht mehr so sauber.

Abgesehen davon würden dann anderen Leuten die Arbeitsplätze fehlen.

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Kommentar von fiwaldi
23.11.2016, 19:33

Das ist das häufigste Argument der, die nicht arbeiten wollen

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Die meisten Hausfrauen arbeiten bereits. Es gibt nur wenige Frauen, die ganz zu Hause bleiben. Abgesehen von den Rentnern.

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Kommentar von Menuett
23.11.2016, 19:20

Naja, bei den Frauen mit Kindern ist es immer noch eine schwierige Angelegenheit passend zu den Jobzeiten eine Arbeit zu finden.

Sonst wäre vermutlich auch kaum noch eine zu Hause.

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Die Männer machen den Haushalt und die Kinder

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Kommentar von Wippich
23.11.2016, 19:29

Die Kinder machen wir doch schon.

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