Was würde euch dazu bringen euer Kind zu schlagen?

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9 Antworten

Wahrscheinlich kennt jedes Elternteil Situationen, in denen einem "die Hand ausrutschen könnte". Dann sollte man sich daran erinnern, wer der Erwachsene ist, sich gegebenenfalls räumlich distanzieren (einen Schritt zurücktreten oder auch für einen Moment das Zimmer verlassen), tief durchatmen, den Kopf einschalten, sich des Liedes von Bettina Wegner "Sind so kleine Hände …" aus dem Jahre 1976 entsinnen und erst dann ruhig die Situation klären.

Meine Kinder konnten mich nie zur Weißglut bringen. Wenn ich mich gelegentlich sehr über sie geärgert habe, war erstmal Pause angesagt - Nachdenken und dann gezielt reagieren.

Eine Reaktion aus Wut kann immer nur falsch sein. Ok, Eltern sind auch nur Menschen mit begrenzten Nerven, aber da muss man ein Prinzip entwickeln.

Geschlagen habe ich meine Kinder nie. Ein Klaps auf den Hintern bei heftiger Trotzreaktion zur unmittelbaren und nachhaltigen Gefahrenabwehr ist kein Schlagen. Es bewirkt keinen Schmerz sondern einen "Break", so dass man wieder vernünftig kommunizieren kann. Ich meine da den Alternsbereich zwischen 3 und max. 6. Vorher  ist sowas sinnlos und nachher bestenfalls lächerlich.

Ganz klar überhaupt gar nichts. Ich bin als Kind selber geschlagen worden- meinen Sohn würde ich aber niemals schlagen. Nur Vollidio... schlagen ihre Kinder bewusst- wem dies im Stress / intuitiv passiert sollte sich professionelle Hilfe suchen, damit dies nicht wieder passiert- insofern man dies nicht selber in den Griff kriegt. Abgesehen davon erfüllt das Schlagen der eigenen Kinder einen Straftatbestand.

Was mich zur Weißglut bringt, wenn meine Tochter (7Jahre) zu faul für ihre Hausaufgaben ist. Ich argumentier dann aber lieber sachlich und sag ihr, dass sie die Hausaufgaben nicht machen muss, wenn sie hernach als Klofrau arbeiten möchte... Das wirkt Wunder und dazu brauche ich keine Gewalt, weil sie sich hernach dermaßen über sich selbst ärgert.

Schlagen ist für mich eher eine Form der Hilflosigkeit gegenüber den eigenen Kindern.

FragaAntworta 30.11.2015, 16:44

Ihr zu sagen, dass sie eine Klofrau wird, wenn sie nichts lernt, bringt einen ganzen Berufsstand in Verruf. Du beleidigst Menschen die hart für ihr Auskommen arbeiten müssen. Sozialer Terror und Angstmachen vor dem Abstieg ist auch Gewalt und eine viel grausamere Methode als jemanden zu schlagen. Dein Kind wird sich später darüber lustig machen, dass diese Menschen wohl nie ihre Hausaufgaben gemacht haben, ich bin erschrocken über Deine Aussage.. Ich hoffe Du denkst darüber nach, was Du diesen Menschen vorwirfst.

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beglo1705 30.11.2015, 16:50
@FragaAntworta

Ach komisch. In der Berufswunschliste hab ich Klofrau noch nie oben gesehen... Fang dich mal wieder FragaAntworta, solang sie es dann doch einsieht, dass dies nicht ihr Berufswunsch ist und sie dann doch lieber zum Lesebuch greift, hat dies nichts mit "sozialem Terror" zu tun. Klofrau hin oder her, aber man darf seine Kinder schon noch über eventuelle Konsequenzen in Sachen schulischer Leistung aufklären.

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Calypsolie 30.11.2015, 20:04
@FragaAntworta

Liebe/r FragaAntworta, mir ist gerade echt die Kinnlade herunter geklappt, als ich den Satz "Angstmachen ist grausamer als Gewalt" gelesen habe. Ja klar, ich bin auch voll der Meinung, dass es viiiieel schlimmer ist jemandem zu sagen, dass Putzfrau nicht der ideale Job ist, als vor dem eigenen Vater das T-Shirt auszuziehen und sich mit dem nassen Handtuch auspeitschen zu lassen, weil das angeblich keine Flecken macht. Sonst könnte man nämlich dem sozialen Terror zum Opfer fallen. ;)

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FragaAntworta 01.12.2015, 07:47
@Calypsolie

Calypsolie ist schon klar, all die Mobbingopfer sollen sich mal nicht so anstellen, solange sie keiner schlägt ist das ja nicht schlimm, ist das tatsächlich Deine Aussage, schon traurig. Auf der einen Seite wird physische Gewalt abgelehnt, auf der anderen Seite wird aber psychische Gewalt als nicht schlimm dargestellt, frag doch mal Mobbingopfer nach ihren Erfahrungen. Gewalt an für sich ist schon sehr bedenklich, das gutheißen aber um eine ganze Ecke schlimmer.

beglo1705, Du bringst Deine Tochter, unter Androhung sozialer Konsequenzen (Du wirst Klofrau) dazu ihre Hausaufgaben zu machen, nur was lernt Deine Tochter daraus? Putzfrauen sind dumm und haben nie was gelernt, damit wird der Grundstein gelegt um diese Menschen zu diskriminieren. Du siehst das natürlich nicht, Du wendest ja keine Gewalt an, denk doch mal darüber nach, ob Du nicht ein anderes Beispiel für Deine Tochter nehmen solltest. Denn auch Du wendest Gewalt an, subtil, aber doch Gewalt, Dein Mittel ist Angst.

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beglo1705 01.12.2015, 08:41

Nein das stimmt so nicht. Wer nix lernt und sich nicht bemüht wirds einfach schwer haben, denke das muss ich dir nicht erklären. Hier geht's nicht um die Diskriminierung irgend welcher Berufsstände, sondern darum, dass sie sich anstrengt und Leistung abgibt und da kann man schon mal sagen, was für Berufsalternativen sich ergeben, wenn man mit der Breiten Masse mitschwingt.

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Joergi666 01.12.2015, 09:13
@beglo1705

die Kommentare von FragaAntworta sind hier so dermaßen auf unterstem geistigen Niveau, dass man diese wohl besser ignorieren sollte.

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beglo1705 01.12.2015, 09:32
@Joergi666

Joergi666, ich hab kein Problem, wenn jemand anderer Meinung ist, aber ich erkläre meinem Kind, warum wieso und weshalb und deswegen bin ich eine "Sozialterroristin", die mit subtiler Gewalt ihr Kind manipuliert? Halten wir uns mal an die Fakten: Heutzutage ist Leistung gefragt, wer nicht spurt, ist auf dem absteigenden Ast. Egal, welcher Berufsgruppe man angehört!

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FragaAntworta 01.12.2015, 10:36
@beglo1705

Joergi666, ich hab kein Problem, wenn jemand anderer Meinung ist, aber ich erkläre meinem Kind, warum wieso und weshalb und deswegen bin ich eine "Sozialterroristin", die mit subtiler Gewalt ihr Kind manipuliert? Halten wir uns mal an die Fakten:

Fakt ist auch, dass Du Deine Tochter damit manipulierst, und Gewalt in jedweder Form ist falsch, die Behauptung, dass Du mit Deiner Tochter darüber "sachlich" argumentiert ist damit wiederlegt. Du zeigst ihr nur die Konsequenzen die aus dem Nichterbringen von Leistung resultieren, und das auf eine drastische und eindrückliche Art, dass Du Dich selber dann als "Sozialterroristin" bezeichnest ist Deine Aussage.

Heutzutage ist Leistung gefragt, wer nicht spurt, ist auf dem absteigenden Ast. Egal, welcher Berufsgruppe man angehört!

Wer nicht spurt..... der fühlt?

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FragaAntworta 01.12.2015, 10:37
@Joergi666

@Joergi666 Meinst Du wirklich das Beleidigungen von Nöten sind? Warum so aggressiv?

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FragaAntworta 01.12.2015, 10:50
@FragaAntworta

Vielleicht hilft auch die Definition von Gewalt:

Was ist Gewalt?

Vereinfacht gesagt, ist Gewalt jedes Mittel, das eingesetzt wird, um einem anderen Menschen den eigenen Willen aufzuzwingen oder etwas machen zu lassen, was er/ sie nicht will (Durchsetzung von Macht).
Es gibt zwei Arten von Gewalt: die körperliche und die seelische Gewalt.
Seelische Gewalt bedeutet, einen anderen Menschen durch Drohungen, Erpressungen oder sonst irgendwie Angst einzujagen. Körperliche Gewalt heißt, einen anderen Menschen zu schlagen, zu treten, den Arm umzudrehen oder anders körperlich weh zu tun. Der „Erfolg“ von Gewalt, sofern er nicht unmittelbar körperlich ausgeübt wird, hängt von der Erzeugung von Angst ab. Beide Arten von Gewalt treten häufig in Kombination miteinander auf. Wenn wir von sexueller oder struktureller (systembedingter) Gewalt sprechen, sagt das etwas über das Ziel der Gewaltanwendung aus.

Quelle: http://www.mut-gegen-gewalt.de/definition.htm

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beglo1705 01.12.2015, 12:51
@FragaAntworta

Ich mache ihr keine Angst, nur weil ich ihr aufzeige, dass es nicht lohnenswert ist, faul zu sein und dass man im Leben mehr erreicht, wenn man sich anstrengt. Sie hat doch die Wahl, aber sie entscheidet sich selbst dafür, ganz ohne Gewalt. Ich zwinge ihr meinen Willen nicht auf, sie kann´s selbst entscheiden. Dennoch möcht ich sie davor bewahren, einen schlechteren Beruf zu erlernen, obwohl sie die Fähigkeiten hat mehr daraus zu machen.

Zudem glaube ich nicht, dass du mir was über Mitarbeiter, Leistungsfähigkeit und Führungsqualitäten etc. erzählen solltest. Ich bin selbstständig, hab seit 15 Jahren 20 Mitarbeiter/Azubis unter mir und diese weiß ich sehr wohl zum Erfolg zu führen ohne Gewalt.
Heut braucht nur jeder der etwas zu emotional überladen ist, mit Samthandschuhen anfassen, ansonsten brechen gleich wieder Welten zusammen.

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FragaAntworta 01.12.2015, 14:48
@beglo1705

Du darfst Dein Kind erziehen wie Du willst, und es für richtig hältst. Aber die Basis Deines Handelns sollte solide und ehrlich sein.

Zudem glaube ich nicht, dass du mir was über Mitarbeiter, Leistungsfähigkeit und Führungsqualitäten etc. erzählen solltest. Ich bin selbstständig, hab seit 15 Jahren 20 Mitarbeiter/Azubis unter mir und diese weiß ich sehr wohl zum Erfolg zu führen ohne Gewalt.

Stimmt, das kann ich nicht, aber in meiner Zeit bei einem namhaften Computerunternehmen mit zwei Buchstaben, zuständig für die Migration ganzer Unternehmensstrukturen, waren es weit über 200 Mitarbeiter (Eigen- und Partnerpersonal) Bundesweit, da sammelt man ja keine Erfahrungen, ganz richtig, da lernt man nichts, und man darf niemanden etwas sagen.

Heut braucht nur jeder der etwas zu emotional überladen ist, mit Samthandschuhen anfassen, ansonsten brechen gleich wieder Welten zusammen.

Das liegt wohl eher am Leistungsdruck, den heute jeder ausgesetzt ist. Und dem ständigen Ermahnen ja nicht nachzulassen.

Ich denke wir haben das Ende einer möglichen Kommunikationsbasis erreicht und sollten ab hier kein weiteres Wort wechseln.

Sozusagen das EOD.

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...zur Weißglut bringen .... Was soll das? Kinder werden nicht geschlagen und Ende.

wer sich durch kinder bis zur weissglut provozieren laesst, sollte keine haben

pbheu 30.11.2015, 15:19

mag sein, aber zum glück ist das kinderhabendürfen eines der wenigen dinge, die nicht geregelt werden können, auch nicht von dir.

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howelljenkins 30.11.2015, 15:21
@pbheu

ich habe nicht geschrieben "sollte keine haben DUERFEN", man kann sich auch selbst gegen kinder entscheiden, wenn man weiss, dass man nicht die noetige stabilitaet hat.

ich persoenlich habe mich, zwar nicht aufgrund von aggressivitaet sondern anderer psychischer probleme, schon recht frueh gegen eigene kinder entschieden.

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nesi1939 30.11.2015, 19:55
@howelljenkins

Ja, so sehe ich das auch. Wenn ich mir Kinder anschaffe, dann muss mir vorher klar sein, dass ich in der Lage bin und auch Nerven habe, sie großzuziehen. Wenn ich das nicht habe, dann kann ich keine gute Mutter sein, aber die Kinder sind die Leidtragenden. Übrigens habe ich drei Kinder und die sind noch nie geschlagen worden. Mit viel Liebe, Konsequenz und feste Regeln, vom ersten Tag an, erzieht man jedes Kind gut für das spätere Leben.

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also ich finde wenn es unbedingt nötig ist muss es sein ein paar Schläge gehören zur guten Erziehung dazu aber nur wenn das Kind auch etwas richtig schlimmes gemacht hat den kinder testen die grenzen aus und wenn es keine gibt dann ....

Garnichts. Ich kann niemanden und egal wen schlagen. Ich weiss nicht wie man dazu kommt.

Diese Frage wird hier keiner ehrlich beantworten, hier sind nur Muster- Väter/Mütter. Also keiner hier schlägt sein Kind, auch nicht mehrmals.

pbheu 30.11.2015, 15:18

...vor allem die nicht, die gar keine kinder haben    :D

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FragaAntworta 01.12.2015, 11:07
@pbheu

Ich muss meine Aussage revidieren, tatsächlich sind hier viele die gegen ihre Kinder mit Gewalt vorgehen, nur sind diese der Meinung, dass Gewalt immer körperlich sein muss, das ist natürlich falsch, Gewalt hat mehr als nur ein Gesicht. Nur lässt es sich natürlich nicht mit dem eigenen Bild vereinbaren, physische Gewalt anzuwenden, also wird die Ebene von der physischen Gewalt auf die psychische Gewalt verschoben.

Angst ist hier immer die Triebfeder und Mittel der Wahl, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, soweit einer überhaupt erreicht werden kann. Hier werden Menschen gezüchtet, die später hier nach Lösungen fragen, wie sie mit Selbstverletzung oder Essstörungen umgehen sollen. Gewalt hat viele Seiten, physische ist nur diejenige die man sofort sieht.

Und man sieht auch die Ergebnisse hier, die ein gewaltbereites Elternhaus erzeugen, dazu gehören auch die sofortige Bereitschaft sich angegriffen zu fühlen (Keine Diskussionskultur), das überhöhen des Selbstbildes (Ich schlage nie mein Kind, ich argumentier sachlich), und natürlich das übersteigern anderer Meinungen (Ich bin kein Sozialterrorist), wobei man natürlich auch nicht die Beleidigungen vergessen darf, auch ein Mittel der Gewaltanwendung, die einem selbst wiederfahren ist. Gerade mit solchen Dingen, sollte man sich selbst reflektieren, sonst wird man in die Verhaltensmuster aus dem Elternhaus zurückfallen, und dann wird aus einem, ich schlage mein Kind nicht, ein, ich schlage mein Kind nie wieder.

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