Was würde denn passieren wenn kein Mensch wählen gehen würde?

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17 Antworten

Es gibt dann entweder 

  • Wahlzwang
  • Wahlfälschung durch Parteien
  • Absprachen
  • oder andere (außer Bürger) wählen.
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Vor Jahren kam einmal eine Frage an einen deutschen Politiker, welcher Politiker es war weis ich leider nicht mehr. Der Reporter hat ihn gefragt, was passieren würde wenn niemand mehr zum Wählen gehen würde. Dieser antwortete dann dass alles so bleiben würde wie es ist, denn man ginge dann davon aus dass alles so passt wie es ist. 

Es ist ja so wenn das gesammte Volk sagen würde es möchte eine Änderung eines Gesetzes, muss dass der Präsident absegnen. Wenn dieser aber sagt dass Deutschland dadurch beispielsweise weniger Geld durch den Waffenexport verdienen würde, dann wird er klar nein sagen. Sobald es ums Geld geht, heißt es immer nein.

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Du vergisst, dass auch Politiker und Parteimitglieder wählen dürfen. Und da gerade die Politiker weiter ihre Diäten beziehen wollen, werden sie wohl auch wählen gehen. Die Partei, die so die meisten Stimmen erhält, darf regieren - selbst wenn es weniger als 1% der Bevölkerung wäre, die diese Partei gewählt hat. Sie können uns also zwingen, so ist das Gesetz, denn es gibt in Deutschland keine Mindestwahlbeteiligung. Selbst wenn nur ein Mensch wählen gehen würde, wäre das Ergebnis rechtlich gültig.

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Wissensdurst84 13.01.2016, 23:45

Wenn nur 1 Person wählen gehen würde (und unterstellt, die Kandidatenlandschaft ist so, wie wir sie kennen), wird auch die Zusammensetzung des Bundestags recht exzentrisch ausfallen. Ein paar Aspekte: 

1. In mindestens 289 Wahlkreisen wird der Direktkandidat per Los zwischen den Bewerbern bestimmt. Das Ergebnis dürfte also ziemlich zufällig ausfallen. 

2. Angenehmer Nebeneffekt: Die 5%-Hürde bietet keine Probleme. Wer Stimmen hat, hat auch immer die Hürde genommen. 

3. Auch die Direktmandatsklausel macht keine praktischen Probleme, sondern nur theoretische: Da eine ganze Reihe von Parteien jeweils Null Stimmen haben werden, aber viele Direktmandate (siehe 1.), nehmen sie an der Verteilung der Mandate teil. Nützt ihnen allerdings nichts, da ihnen dort zuverlässig NULL Sitze zugewiesen werden. Damit haben wir allerdings schon mal eine große Zahl Zusatzmandate produziert. 

4. Schreiten wir zur Verteilung der Listenmandate. Höchstens Eine Partei hat eine Stimme erzielt.  Die CDU beispielsweise Resultat: Ihr stehen alle Mandate zu, die sie aber nur aus zwei oder drei Landeslisten besetzen kann. Die dürften eher erschöpft sein, so dass viele Mandate frei bleiben. 

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Guten Abend,

Wenn nur 1 Person wählen gehen würde (und unterstellt, die Kandidatenlandschaft ist so, wie wir sie kennen), wird auch die Zusammensetzung des Bundestags recht exzentrisch ausfallen. Ein paar Aspekte: 

1. In mindestens 289 Wahlkreisen wird der Direktkandidat per Los zwischen den Bewerbern bestimmt. Das Ergebnis dürfte also ziemlich zufällig ausfallen. 

2. Angenehmer Nebeneffekt: Die 5%-Hürde bietet keine Probleme. Wer Stimmen hat, hat auch immer die Hürde genommen. 

3. Auch die Direktmandatsklausel macht keine praktischen Probleme, sondern nur theoretische: Da eine ganze Reihe von Parteien jeweils Null Stimmen haben werden, aber viele Direktmandate (siehe 1.), nehmen sie an der Verteilung der Mandate teil. Nützt ihnen allerdings nichts, da ihnen dort zuverlässig NULL Sitze zugewiesen werden. Damit haben wir allerdings schon mal eine große Zahl Zusatzmandate produziert. 

4. Schreiten wir zur Verteilung der Listenmandate. Höchstens Eine Partei hat eine Stimme erzielt.  Die CDU beispielsweise Resultat: Ihr stehen alle Mandate zu, die sie aber nur aus zwei oder drei Landeslisten besetzen kann. Die dürften eher erschöpft sein, so dass viele Mandate frei bleiben. 

Liebe Grüße

Wissensdurst84

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Keiner wird gezwungen zu einer Wahl zu gehen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass es nie passieren wird, dass keiner seine Stimme abgibt.

Spielen wird den Fall dass keiner Wählen geht mal durch: Wenn keiner Wählen geht, gründe ich eine Partei und wähle mich selber. Also irgendeiner geht immer wählen.

Die Erfahrung zeigt, dass besonders die extremen Parteien einen hohen Anteil der Anhänger/Sympathisanten mobilisieren können. Je kleiner die Wahlbeteiligung, desto stärker fällt dieser Punkt ins Gewicht. Mit anderen Worten: je weniger Menschen wählen gehen, desto stärker werden extreme Parteien.

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Also so weit ich weiß waren die Wahlteilnehmer in Europa immer ausreichend.  Ich glaube 2013 gab es in Bangladesch eine wiederholte Wahl weil die Wahlteilnahme nur bei 30% lag, daraufhin brachen sofort Unruhen an, als die Partei mit den höchsten Stimmen an die Macht wollte.

Also zusammengefasst: Das so etwas passiert ist, auch wenn es viele Nichtwähler gibt, nach wie vor eher unwahrscheinlich.

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Wenn wirklich kein einziger wählen würde, würde die Wahl wahrscheinlich wiederholt werden. Es ist aber sehr sehr unwahrscheinlich, dass das jemals eintritt, dafür ist die Bevökerung viel zu groß. Soetwas würde womöglich auch von rechts orrientierten Parteien ausgenutzt werden.

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lucool4 12.01.2016, 17:00

Wieso rechts orientierte Parteien? Die werden dann doch auch nicht gewählt!?

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Reagan81 13.01.2016, 17:56

und wieder einmal wird nur auf die Rechte Politische seite Geschaut wir Haben doch  schon eine Linksextreme und Sozialistische Partei im Bundestag Die Linke. die Linksextremen  sind kein deut besser als die Rechtsextremen  

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Nun, der bürgerliche Staat wäre dann ziemlich rat,- und kopflos, weil so etwas einfach nicht vorgesehen ist. Das ewig gleiche Ritual wird durchgezackert, damit die demokratische Fassade aufrechterhalten werden kann. Durch diesen legitimiert sich der staatliche Herrschaftsapparat.

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PeterLammsfelde 13.01.2016, 11:29

Der einzige Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur
besteht darin, dass man in einer Demokratie wählen darf, bevor man
gehorcht.

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MrMcSauerkraut 13.01.2016, 16:49
@PeterLammsfelde

Ohne einen Beweis durch Quellen zu haben, würde ich das doch anzweifeln. Man kann in einer Demokratie auch Petitionen einreichen, die, zumindest im theoretischen Fall, auch an die Politiker geht, von ihnen gehört werden und wodurch gegebenfalls Änderungen vorgenommen werden.

Eventuell gibt es noch mehr Unterschiede. Ich glaube, so einfach kann man es sich hier nicht machen.

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voayager 13.01.2016, 17:03
@MrMcSauerkraut

Petitionen sind bloße Bittbegheren, die bei Bedarf aufgegriffen werden oder auch nicht. Das habe ich persönlich mehrmals erfahren und nie was Tolles dabei erfahren. Petitionen sind das Pendant zu den bloßen Almosen, mehr nicht.

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Je geringer die Wahlbeteiligung ist, umso leichter macht man es den etablierten Parteien die Wahl zu fälschen. In Deutschland gibt es leider schon jetzt viel zu viele nachgewiesene Wahlfälschungen und längst nicht jede Wahlfälschung ist so plump, dass sie sich nachweisen lässt. 

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Damit wäre das System der Demokratie wohl oder übel zum Scheitern verurteilt :-/

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medmonk 12.01.2016, 17:05

Damit wäre das System der Demokratie wohl oder übel zum Scheitern verurteilt :-/

Das wäre nicht per se der Fall. Vielmehr eine unmissverständliche Nachricht an die Parteien des Landes, dass das Volk nicht von dessem Kader im Bundestag vertretet werden will und eben jene ablehnt. Den Politiker sind lediglich des Volkes Vertreter. So sollte es eigentlich sein. Leider ist genau das faktisch nicht der Fall.    

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Zeitnot 12.01.2016, 17:10
@medmonk

Völlig richtig. Dennoch lebt das System der Volksdemokratie durch regelmäßige Wahlen. Sollten diese aber keinen Anklang mehr finden, fällt dadurch ein elementarer Teil ebendieses Systems weg. Durch das politische Desinteresse / Trotzzeigen durch Nichtwählen wird also das gesamte System infrage gestellt. Was dann passieren könnte, wenn einige strategisch kluge Köpfe am Werke wären, haben uns die Jahre ab 1930-1945 bereits gezeigt... 

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djNightgroove 13.01.2016, 15:39
@Zeitnot

Nachhilfe in Geschichte: Die Nationalsozialisten sind nicht an die Macht gekommen, weil keiner wählen gegangen ist, sondern sie haben mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. Im übrigen erhalten aktuell gerade rechte Parteien wieder mehr Zulauf und wenn die an die Macht kommen, dann weil VIELE sie wählen und nicht, weil keiner mehr wählen geht. In Deutschland gibt es keine Mindestwahlbeteiligung, also müsste nur einer wählen gehen und das System läuft weiter wie bis her. Und du glaubst ja wohl nicht, dass diejenigen, die in der Politik tätig sind, sich nicht selbst wählen.

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Zeitnot 13.01.2016, 15:47
@djNightgroove

Die Anspielung auf den Nationalsozialismus war eher in Bezug auf das Reichsermächtigungsgesetz gemeint. Mit meinem Kommentar wollte ich keinesfalls ausdrücken, dass durch Nichtwahlen direkt politisch rechts orientierte Parteien an die Macht kommen... 

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medmonk 14.01.2016, 03:32
@Zeitnot

Was dann passieren könnte, wenn einige strategisch kluge Köpfe am Werke wären, haben uns die Jahre ab 1930-1945 bereits gezeigt... 

Das ist schon ein großer Fehler. Der Mensch kann mit Macht nicht umgehen. Das ist fakt! Genau deshalb darf es nicht ein paar wenigen Menschen überlassen sein, über ein ganzes Volk hinweg zu entscheiden. 

 Durch das politische Desinteresse / Trotzzeigen durch Nichtwählen wird also das gesamte System infrage gestellt. 

Das System wird schon seit Jahren und das immer mehr in Frage gestellt. Von politischem Desinteresse zu sprechen, ist gelinde gesagt murks. Das Gegenteil ist viel mehr der Fall. Immer mehr Menschen wachen aus ihrem aufgedrückten Dornröschenschlaf auf. Und eines ist gewiss, wenn wir bald nicht etwas unternehmen und uns zu wehr setzen, treiben uns die USA mit uns an der Speerspitze geradewegs in den dritten Weltkrieg. Putin ist sicher kein Engel, ich bin auch kein großer Pro-Russia Sympathisant. Aber wir können alle von Glück reden, das Russland bisher besonnen geblieben ist. All das trotz des ständigen Herumzündeln aus Washington. 

LG medmonk 




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Die machen doch nie was sie versprechen, egal wen man wählt. Und ich glaube auch nicht das wählen gehen irgendwas bringt. 

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Es wählen zumindest die, die gerne gewählt werden wollen oder?

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Meine Familie und ich bekämen dann am Wahlsonntag kein Eis - denn ich fahre regelmäßig immer nach dem Wählen zu Aachens beliebtester Eisdiele, die auf dem Weg liegt.

Bleibt zu hoffen, dass es niemals soweit kommt !

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Keine Sorge, dies wird nicht passieren, denn dann wählen sich  die Parteien und somit  ihre Kandidaten selbst....

Das ist legitim, denn Deutschland hat m.E. nach keine Mindestbeteiligung.

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Barron 13.01.2016, 10:48

Sorgen das, das nich passieren wirt hab ich ja garnicht. Ich meine nur bei dieser korupten sch. politik, müsste man an und für sich was gegen machen, aber das bringt ja alles nichts. 

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TimeosciIlator 13.01.2016, 10:55
@Barron

Eine eigene Partei versuchen zu gründen, wäre immerhin ein Weg -  unabhängig davon, wie gut das klappen kann. LG "Time"

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Barron 13.01.2016, 11:03
@TimeosciIlator

Ja eine möglichkeit währe das, nur erstmal fehlt mir das geld, und zweiten habe ich nicht so die ahnung davon, und ich bin auch nicht so der Büro Typ. Das man da was gegen machen müsste, das ist doch eigentlich so klar wie kloßbrühe.

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Undsonstso 13.01.2016, 11:08
@Barron

Dann schimpfe oder jammere  auch nicht herum. Es finden sich immer genug Gründe , etwas nicht zu tun.........

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Socat5 13.01.2016, 14:46
@Undsonstso

Darf man nicht unzufrieden sein und das äußern, ohne gleich in die Politik gehen zu wollen oder zu können?

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djNightgroove 13.01.2016, 15:41
@Barron

Da hilft nur ein Putsch - was nicht heißt, dass es hinterher besser wird, aber die Möglichkeit bestünde zumindest.

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Keine Angst unsere Pensionäre und Milliardäre und andere armen gehen mit Sicherheit wählen.

Ansonsten gibt es Neuwahlen.

Auch würde ich aus besonderen Gründen  bei den nächsten Wahlen Wahlbeobachter hinschicken , denn viele Politiker ist nicht mehr zu trauen !!

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Dann gäbe es Neuwahlen, schätze ich :D

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Und was würde passieren, wenn alle Menschen der EU ihr Geld aus den Banken nach Hause nehmen? Das wäre noch schlimmer:-)))

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