Was würde das bringen Geld von den Reichen umzuverteilen?

Was verstehst Du unter "umverteilen"? Alles in einen Topf und dann bekommt jeder das Gleiche?

Nein, damit meine ich z.b. Reichensteuer und Erbschaftssteuer

12 Antworten

Was würde das bringen Geld von den Reichen umzuverteilen?

Es wird noch nicht einmal gewagt, die globalen Player ihre Abzockertouren durchy die Welt einen Riegel vor zu schieben.

Das heisst, dort wo die Gewinne anfallen, muessten auch die Steuern einkassiert werden und nicht in den Steueroasen, die einen Hohn fuer jedes Finanzamt sein muessten?

Geld ist scheu wie ein Reh, wenn nicht alle Laender eine Steuergleichheit anstreben, dann wandert das Geld/Kapital immer zur guenstigsten Quelle, wo es die meiste Rendite erwirtschaftet. Das kapitalistische System erlaubt das allerdings nicht, der reichte Mann kommt in die Schlagzeilen der arme Schlucker nicht, er koennte ja im Lotto gewinnen, dann waere er wieder oben auf.

Eine rigorose Umverteilung macht keinen Sinn, ein Stueckchen mehr Steuergerechtigkeit schon.

http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~n30/download/Alternativen_zur_kapitalistischen_Weltwirtschaft_(Ulrich_Duchrow).pdf

Woher ich das weiß:Recherche
Das kapitalistische System erlaubt das allerdings nicht, der reichte Mann kommt in die Schlagzeilen der arme Schlucker nicht, er koennte ja im Lotto gewinnen, dann waere er wieder oben auf.

Und hätte der die tägliche Dummensteuer(Lotto) in nen sicheren ETF investiert, hätte er heute nen schönes Zusatzeinkommen.

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@Tonis9706

Sofern er nicht pro Monat über 100€ im Lotto versenkt eher nicht, da würden die Gebühren eine großen Teil wieder auffressen. Die kleineren Einkommen können kaum solche Invests tätigen um daraus nachher nenneswertes Einkommen generiert wird zumal dieses Einkommen ja auch auf der anderen Seite durch Lohnverzicht entsteht.

Das Lotto allerdings nicht die schlaueste Alternative ist ist denke ich aber auch klar;-)

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@LtLTSmash

Sag wir jemand investiert jeden Tag (3 Ziehungen) 3€ in Lotto. Dann sind das im Monat knapp 90€. Das sind auf 50 Jahre gerechnet bei einem jährlichen Wachstum von 7% knapp 490.000€(Gesamteinzahlungen 54.000€,Wertzuwachs 436.000€)

Natürlich weder Inflationsbereinigt noch die 0,5% Brokergebühren mit inbegriffen. Die Inflation ist hier aber tatsächlich relativ egal. Da die Kosten für die Lottoscheine natürlich mit der Inflation wachsen. Genauso wie das Gehalt etc....

Die 7% kommen vom MSCI-World in Form einer ETFs.

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@Tonis9706

Na ja, jeden Tag 3€ geben wohl die wenigsten für Lotto aus, aber gut, wenn man nicht gerade für Mindestlohn schaffen muss sind 100€ p.M. durchaus machbar.

Aber du rechnest sehr optimistisch. Die 7% als durchschnittliche Rendite 0ber 50 Jahre halte ich für optimistisch (zumindest für die Zukunft, falls die inflation so niedrig beleibt), wenn ich mal mit 5% rechne ist der Gesamtwert "nur" noch 250k€, also knapp die Hälfte. Das Ding ist da sehr sensitiv, mauch wichtig wann die Rendite hoch ist. Wenn du am Anfang super Renditen hast und am Ende wenig kommt was völlig anderes raus als anders rum

Auch die 0,5% Brokegebühren sind nicht vernachlässigbar. in deinem Beispiel würden 29k€ Gebühren fällig. Durch die damit verbundenen Zinsausfälle wäre dein Fond "nur" noch 410k€ Wert, effektiv kosten die Gebühren dich also 80k€

Und dann darfst du nicht vergessen das der Anstieg ja erst gegen Ende so steil wird. Willst du also nach 40 Jahren aufhören (weil du noch was von dem Geld haben willst) sind es bei deiner Rendite und den Gebühren nur noch 223k€ die der Fond Wert wäre.

Wie gesagt, wenn alles glatt läuft, wenn es blöd läuft und man muss gerade in einer Krise verkaufen kann es auch ganz doof kommen, wenn man gerade in einem Boom verkaufen kann hat man gewonnen.

Wie man die Inflation da jetzt sauber rausrechnen kann weiß ich nicht, zumal ja auch die EInzahlungen weniger Wert sind, aber das ist halt auch nicht unbedingt vernachlässigbar. Der Dollar hat seit 1975 zum Jahr 2016 auch 77% an Wert verloren, das ist eine Menge und muss auch irgendwie berücksichtigt werden. (Ich nehme an du bezogst deine 7 % hierauf https://www.finanz-kroko.de/wie-hoch-ist-die-rendite-beim-ftse-all-world-msci-acwi-etf/#:~:text=Bei%20Aktien%20sowie%20ETFs%20gibt%20keine%20fixe%20Rendite,um%20abzuw%C3%A4gen%2C%20wie%20hoch%20die%20Rendite%20wirklich%20ist.)

Also alles in allem, klar kann man sich was nenneswertes zusammensparen, aber reich wird man i.d.R. davon nicht, und für Leute die bei Mindestlohn rumkrebsen sind auch 100€ p.M. ne Menge Geld die einen viel stärkeren Konsumverzicht erfordern als bei jemanden der 5k€ netto im Monat hat.

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@zetra

Ohh Mensch. Ich wollte nicht zu konkret werden. Vorallem ist die kalte Progression hier relativ unerheblich. Ich denke nämlich, dass wir in 50 Jahren ein besseres Steuersystem haben, welches aus einer 4% Gehaltserhöhung nicht aufeinmal einen Anstieg über der Inflation macht.

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@LtLTSmash
Na ja, jeden Tag 3€ geben wohl die wenigsten für Lotto aus, aber gut, wenn man nicht gerade für Mindestlohn schaffen muss sind 100€ p.M. durchaus machbar.

Leider nicht. Lotto ist für viele eine Sucht.

Aber du rechnest sehr optimistisch. Die 7% als durchschnittliche Rendite 0ber 50 Jahre halte ich für optimistisch (zumindest für die Zukunft, falls die inflation so niedrig beleibt),

Ohh. Die letzten 30 - 40 Jahre hat es doch auch funktioniert. Nur weil bei uns, bald nicht mehr läuft bedeutet das nicht, dass es zukünftig weltweit so sein wird.

Auch die 0,5% Brokegebühren sind nicht vernachlässigbar.

Ja, wenn ich jemanden beraten hätte, hätte ich solche Faktoren mit einberechnet.

Willst du also nach 40 Jahren aufhören (weil du noch was von dem Geld haben willst) sind es bei deiner Rendite und den Gebühren nur noch 223k€ die der Fond Wert wäre.

Naja. Ich habe vom Beginn des Arbeitslebens bis zum Renteneintrittsalter gerechnet, zumindest so grob.

Wie gesagt, wenn alles glatt läuft, wenn es blöd läuft und man muss gerade in einer Krise verkaufen kann es auch ganz doof kommen, wenn man gerade in einem Boom verkaufen kann hat man gewonnen.

Wer in der Kriese verkauft hat selbst schuld. Ich bin in meinen Leben durch einige Krisen gegangen. Dann heißt es halt mal harte Abstriche machen.

Wie man die Inflation da jetzt sauber rausrechnen kann weiß ich nicht, zumal ja auch die EInzahlungen weniger Wert sind, aber das ist halt auch nicht unbedingt vernachlässigbar.

Ich persönlich ziehe jährlich einfach 2% vom Wachstum ab, da das Geld jährlich 2% "regeneriert*. Also wären es Inflationsbereinigt 5%. Ist etwas plump, kommt aber am Ende aufs selbe hinaus. Und ja... Die nicht schöngerechnete Inflation...

Das Problem, dass das eingezahlten Geld an Wert verliert, ist nicht unbedingt deins. Du tauschst ja Geld gegen Aktienanteile.

Der Dollar hat seit 1975 zum Jahr 2016 auch 77% an Wert verloren

Was einer jährlichen Inflation von 3,5% entspricht. Für eine Währung, die seit Ewigkeit existiert eine wirklich gute Zahl.

Also alles in allem, klar kann man sich was nenneswertes zusammensparen, aber reich wird man i.d.R. davon nicht, 

Das stimmt, meine Rechnung ging vom besten aus. Aber auch die 4%(Inflationsbereinigt) sind völlig in Ordnung. Mir persönlich wäre das zu wenig, aber man ist auf der sicheren Seite. Zumindest möchte ich behaupten, dass dieser ETF sicherer als das deutsche Rentensystem ist.

davon nicht, und für Leute die bei Mindestlohn rumkrebsen sind auch 100€ p.M. ne Menge Geld die einen viel stärkeren Konsumverzicht erfordern als bei jemanden der 5k€ netto im Monat hat.

Die Arbeiten einfach 5h mehr die Woche. Und schon kann man sich auch im Alter ein bescheidenes Haus kaufen.

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@Tonis9706
Wer in der Kriese verkauft hat selbst schuld.

Das kann man sich ja nicht immer so ganz frei aussuchen. Wenn das meine Rente ist und ich keinen Job mehr hab bleibt ja u.U. nicht viel übrig.

Zumindest möchte ich behaupten, dass dieser ETF sicherer als das deutsche Rentensystem ist.

Na das würde ich nicht behaupten denn das Problem was das Umlageverfahren hat hätte auch ein Fond, zumindest wenn er so groß ist, das er selbst Einfluss auf die Marktpreise hat. Wenn du viele Einzahlungen und wenig Auszahlungen hast erhöhst du die Nachfrage auf dem Markt und damit auch die Preise. Ist es anders rum, so wie jetzt in den nächsten Jahren ist es anderes rum, d.h. du kannst auch auf den letzten Metern noch ordentlich Federn lassen. Das Umlageverfahren ist in vielerlei Hinsicht robuster und die Schwankungsbreite für den Einzelnen ist deutlich geringer als die vielen unterschiedlichen Kapitalanlagen , aber es wird auch gezielt kaputt gemacht, schließlich verdient da niemand Geld dran. Und natürlich macht damit niemand eine riesige Rendite, wobei die letzte Rentnergeneration schon sehr profitiert hat.

Und schau mal nach USA wie viele da ihre Rente verzockt haben in der Finanzkrise, die kleinen Anleger bekommen keinen Rettungsfond, dafür muss man schon richtig reich sein.

Die Arbeiten einfach 5h mehr die Woche. Und schon kann man ich auch im Alter ein bescheidenes Haus kaufen.

Na ja, so einfach ist das auch nicht und völlige Selbstaufgabe für 2k€ netto im Monat? Ich denke das liegt immer an der Situation des einzelnen. Der "Single ohne Freunde und Familie" kann das sicher leichter realisieren als ein Familienvater (ist nicht sexistisch gemeint) der 2-3 Kinder und ne Frau durchbringen muss.

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@LtLTSmash
Das kann man sich ja nicht immer so ganz frei aussuchen. Wenn das meine Rente ist und ich keinen Job mehr hab bleibt ja u.U. nicht viel übrig.

Vorerst ALG1 und danach eben Harz4. An vermögenswirksame Leistungen darf der Staat glücklicherweise nicht ran. So hätte ich es zumindest gemacht

Das Umlageverfahren ist in vielerlei Hinsicht robuster und die Schwankungsbreite für den Einzelnen ist deutlich geringer als die vielen unterschiedlichen Kapitalanlagen

Eine geringe Volatilität sollte nicht mit hoher Sicherheit gleichgesetzt werden.

Und natürlich macht damit niemand eine riesige Rendite, wobei die letzte Rentnergeneration schon sehr profitiert hat.

Ja. Die staatliche Rente gewährt kaum Rendite........

Und schau mal nach USA wie viele da ihre Rente verzockt haben in der Finanzkrise, die kleinen Anleger bekommen keinen Rettungsfond, dafür muss man schon richtig reich sein.

Da haben die Beteiligten ehrlich gesagt selbst schuld. Ist bei uns aber das gleiche. Wie viele wurden bei uns abgezockt.... Aber wahrscheinlich immernoch weniger, weil die Deutschen sowieso nicht so freudig sind. Lieber haben sie 3 Versicherungen mehr. 😅

Na ja, so einfach ist das auch nicht und völlige Selbstaufgabe für 2k€ netto im Monat? Ich denke das liegt immer an der Situation des einzelnen. Der "Single ohne Freunde und Familie" kann das sicher leichter realisieren als ein Familienvater (ist nicht sexistisch gemeint) der 2-3 Kinder und ne Frau durchbringen muss.

Ja das stimmt natürlich. Aber auch das sind versemmelte Chancen. Muss ja nicht mal vollstes Eigenverschulden sein. Auch hier. Die Kinder können hier auch seine Altersversorge sein.

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@Tonis9706

Leider wir ja Vermögen bei ALG2 erst mal angerechnet, die Freibeträge sind da ja eher gering, wenn es ganz blöd läuft und man eh nicht viel in die Rente eingezahlt hat (Freiberufler z.B.) steht man nachher fast genauso da wie einer der nie gearbeitet hat.

Ansonsten ist das Umlageverfahren schon sehr sicher und halt auch flexibler. Mit einem Kapitalgedeckten hätten wir jetzt im Osten eine ganze Generation die quasi ohne Rente dastünde. Durch die Umlage ging das sofort. Ich bin halt nicht so ein Fan des Finanzsystems, da wird viel zu viel betrogen und die Arglosigkeit (oder auch Gier) ausgenutzt. Als Zusatz für mich als Besserverdiener gerne, aber als alleinige Stütze wäre mir das zu heiß.

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@LtLTSmash
Leider wir ja Vermögen bei ALG2 erst mal angerechnet, die Freibeträge sind da ja eher gering, wenn es ganz blöd läuft und man eh nicht viel in die Rente eingezahlt hat (Freiberufler z.B.) steht man nachher fast genauso da wie einer der nie gearbeitet hat.

Nein nein. An die eigene Altersversorge muss man nicht rangehen. Zumindest ist das mein aktueller Wissensstand.

Durch die Umlage ging das sofort. Ich bin halt nicht so ein Fan des Finanzsystems, da wird viel zu viel betrogen und die Arglosigkeit (oder auch Gier) ausgenutzt.

Ahh also bitte, ich möchte behaupten, der Staat betrügt einen mindestens genauso viel...

Als Zusatz für mich als Besserverdiener gerne, aber als alleinige Stütze wäre mir das zu heiß.

Mhh das muss halt jeder für sich entscheiden. Ich finde es nur schade, dass jeder in die Rentenkasse einzahlen muss, auch wenn er diese Dienste nicht in Anspruch nehmen möchte. Ich kann es derzeit noch verstehen, denn die sofern die Babyboomer in Rente gehen, werden wir sicherlich ein wenig Solidarität brauchen, aber alles was danach passiert.... Muss doch nicht sein.

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,,Die Reichen sollen mal was abgeben"?

Das nennt man Steuern. Steuern werden dazu benutzt um Schulen, Strassen usw. zu bauen, die Armee, die Polizei usw. zu bezahlen. Ich finde, das bringt schon etwas.

weil durch die bloße Umverteilung von geld entstehen doch keine Güter, was doch aber das ziel solcher Umverteilung wäre, das die Armen mehr geld hätten um mehr Güter zu erwerben.

Deswegen wäre es ja auch interessant es mal zu versuchen, da wir ja leider schon seit Zeiten nur eine Umverteilung von arm zu reich erleben und man zumindest einen solchen Ausgleich schaffen könnte, damit auch am unteren Ende etwas ankommt.

Hast du denn das Gefühl das es zu wenig Güter zu kaufen gibt? Haben wir den irgendwo einen Mangel an Waren der nicht mehr produziert werden kann, weil auch Reiche ihrer GEWINNE versteuern sollten?

Gar kein Sinn, da eine Umverteilung eine Einmalangelegenheit ist.

Danach wäre Schicht im Schacht und das für alle.

Das sind irgendwelche Träumereien von Leuten, die die Lebenswirklichkeit nicht verstehen.

Günter

Was verstehst Du unter ´umverteilen`?

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@SchakKlusoh

Ich verstehe umverteilen so, wie es der FS geschrieben hat.

Also alle sollen auf ein gleiches Niveau gebracht werden.

Die Folge davon wird sein, dass es keinen mehr gibt, der ein Unternehmen aufbauen und die dort beschäftigten Leute bezahlen kann.

Wir gleiten ab in ein System der Eigenversogung und des Tauschhandels, so man noch etwas hat.

Günter

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@GuenterLeipzig
Ich verstehe umverteilen so, wie es der FS geschrieben hat.

Der Frager schreibt von Geld, aber nicht von Firmen oder Geschäften.

Die Folge davon wird sein, dass es keinen mehr gibt, der ein Unternehmen aufbauen und die dort beschäftigten Leute bezahlen kann.

Die Banken könnten immer noch Kredite für Geschäftsgründungen vergeben. Löhne werden nicht aus dem laufenenden Geschäft bezahlt, sondern über Kredite vorfinanziert.

Wir gleiten ab in ein System der Eigenversogung und des Tauschhandels, so man noch etwas hat.

Nein.

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@SchakKlusoh

Aber zum Aufbau einer Firma benötigst Du nun mal erst einmal Vermögen, wenn dieses nicht da ist, keine Firma. So einfach ist das.

Warum sollte jemand einen Kredit für eine Firma und deren Beschäftigte aufnehmen, wenn er die Erträge nicht behalten darf.

Einfach abstrus solche Vorstellungen.

Günter

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@SchakKlusoh
Also alle sollen auf ein gleiches Niveau gebracht werden.

könntest du kurz zitieren wo das steht? So sehr ich mich anstrenge, ich kann das nirgends lesen.....

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@LtLTSmash

Wenn, wie in der Fragestellung geschrieben, das Geld umverteilt wird, dann passiert der mathemischen Logik folgend genau das.

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@GuenterLeipzig

Nein, das würde sich nur ergeben wenn das stünde das alles Geld umverteilt werden soll, steht da aber nicht. Um wie viel es sich handelt ist nicht beschrieben und ich wüsste auch keinerlei ernstzunehmende Foderung danach alles umzuverteilen

Zudem steht im Nachsatz expliti "was abgeben" und nicht "alles abgeben"

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@LtLTSmash

Na ja - dass die Reichen gar nichts abgeben ist doch genau so falsch.

Auch diese unterliegen der Steuergesetzgebung an ihrem Sitz.

Für mich ist das schlicht und ergreifend einfach nur eine populistische Frage.

Apropo: Weil wir gerade beim Thema Geld sind:

Gedankenexperiment:

Keiner hat mehr Schulden, da das Geld der Reichen ja ganz gerecht umverteilt wurde.

Jetzt ist es hilfreich zu wissen, wie Geld entsteht:

Geld entsteht im Wege einer Kreditvergabe durch die Bank und wird bei dieser durch eine Bilanzverlängerung wirksam.

Bedeutet: Auf der Aktiveseite der Bankbilanz wird der Kreditbetrag als Forderung gegen den Kreditnehmer eingetragen und auf der Passivaseite wird der Kreditbetrag den Konto des Kreditnehmers gutgeschrieben.

Wenn jedoch Geld im Wege einer Kreditvergabe entsteht, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass alles Geld verschwindet, wenn alle ihre Schulden bezahlen. Dann hat jeder genau nichts.

Günter

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@GuenterLeipzig
Na ja - dass die Reichen gar nichts abgeben ist doch genau so falsch.

Das stimmt natürlich, aber bei manchen ist man davon auch nicht so weit entfernt.

Auch diese unterliegen der Steuergesetzgebung an ihrem Sitz.

Das stimmt, nur haben Reiche viel mehr Möglichkeiten ihre Stuerlast zu senken als normale Einkommen, ich denke hierum geht es eher bei diesem Thema.

Gedankenexperiment:

Nein, das stimmt so nicht ganz, Banken können keine Kredite aus dem nichts schaffen, es muss immer ein eine entsprechende Einlage existieren. Die Geldschöpfung findet bei der Zentralbank statt. Wenn jeder seine Schulden bezahlen würde, würde am Ende die Geldmenge M1 übrig bleiben. Zudem ist Geld nur der Wertvermittler, selbst wenn wir Geld abschaffen würden, wurden ja dadurch nicht die Waren, Immobilien oder sonstigen Wertgegenstände verschwinden. Dann hätte zwar jeder kein Geld, aber nicht nichts und es würde wie früher halt Tauschhandel bertrieben werden.

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@LtLTSmash

Na ja, das mit dem Senken der Stuerlast hängt von der Gesetzgebung ab.

Dabei sollte Berücksichtigung finden, dass wohlbemittelte Mitbürger und Unternehmen die Möglichkeit haben, in jene Länder abzuwandern, in denen unter Berücksichtung der Ertragssituation des Kerngeschäftes die Steuerlast im Zweifel geringer ist.

BASEL III reguliert die Frage der Kreditvergabe, danach muss für eine Kreditvergabe die Bank nur ein Bruchteil der Kreditsumme an Eigenkapital für Einlagen nachweisen.

Insofern wird schon Geld aus dem Nichts geschöpft.

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@GuenterLeipzig
Dabei sollte Berücksichtigung finden, dass wohlbemittelte Mitbürger und Unternehmen die Möglichkeit haben, in jene Länder abzuwandern, in denen unter Berücksichtung der Ertragssituation des Kerngeschäftes die Steuerlast im Zweifel geringer ist.

Deswegen ist es ja auch erst mal das wichtigste das die Länder sich nicht gegeneinader auspielen lassen wie bislang und am Ende alle verlieren

BASEL III reguliert die Frage der Kreditvergabe, danach muss für eine Kreditvergabe die Bank nur ein Bruchteil der Kreditsumme an Eigenkapital für Einlagen nachweisen.
Insofern wird schon Geld aus dem Nichts geschöpft.

Das Eigenkapital muss zwar nur einen Bruchteil betragen, aber da müssen trotzdem entsprechende Einlagen da sein z.B. das Geld der Kunden das auf den Konten der Bank liegt. Banken können/dürfen auch nichts verleihen, was sie nicht haben.

Zudem denk doch mal so, wenn dem so wäre das Banken einfach so Geld aus dem nichts schöpfen könnten, warum sollten sie sich die Mühe mache das Geld von den Kunden einzusammeln? Macht doch keinen Sinn, da wäre es viel billiger das Geschaft mit Konten, Tagelsgeld, Festgeld etc sausen zu lassen und einfach Kredite aus dem Nicht zu vergeben.

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@LtLTSmash

Oh - hier unterliegst Du wohl einen gewaltigen Irrtum wie viele anderen auch.

Wenn jemand sein Geld zur Bank trägt, dann gibt er der Bank einen Kredit, er ist finanzökonimosch gesehen Gläubiger der Bank und nicht mehr Eigentümer des Geldes. Er besitzt insofern eine Forderung gegen die Bank.

Wer da meint, dass die Bank mit dem ihr gegebenen Kredit nicht arbeitet, sieht sich spätestens dann enttäuscht, wenn alle zeitgleich zur Bank rennen und ihr Geld haben wollen (Bank-Run) - das übersteht keine Bank auf diesem Planeten.

Selbstverständich verleihen Banken mehr als sie an Sichteinlagen haben.

Wie das bilanziell verbucht wird, habe ich doch oben beschrieben. Das kannst Du im Netz gerne alles nachrecherchieren.

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@GuenterLeipzig
Oh - hier unterliegst Du wohl einen gewaltigen Irrtum wie viele anderen auch.

ich denke nicht ;-)

Wenn jemand sein Geld zur Bank trägt, dann gibt er der Bank einen Kredit, er ist finanzökonimosch gesehen Gläubiger der Bank und nicht mehr Eigentümer des Geldes. Er besitzt insofern eine Forderung gegen die Bank.
Wer da meint, dass die Bank mit dem ihr gegebenen Kredit nicht arbeitet, sieht sich spätestens dann enttäuscht, wenn alle zeitgleich zur Bank rennen und ihr Geld haben wollen (Bank-Run) - das übersteht keine Bank auf diesem Planeten.

Nichts anderes habe ich geschrieben....

Selbstverständich verleihen Banken mehr als sie an Sichteinlagen haben.

Nein, sie dürfen nicht mehr verleihen als sie in irgendeiner Form haben, ansonsten wäre es Betrug. Und wenn es legal wäre würde mir kein Grund Einfallen warum die Banken überhaupt Einlagen von ihren Kunden einsammeln sollten, denn das verursacht Kosten die nach deiner Theorie des Geldschöpfens aus dem nichts völlig unnötig sind. Die Kreditvergabe ist theoretisch dann beendet wenn alles Geld in der Mindestreserve verschwunden ist.

http://friedensblick.de/4740/geldschoepfung-geschaeftsbanken/#:~:text=Die%20sogenannte%20%E2%80%9EGeldsch%C3%B6pfung%20aus%20dem%20Nichts%E2%80%9C.%20Es%20ist,dass%20sich%20Geldverm%C3%B6gen%20und%20Schulden%20fast%20spiegelbildlich%20gleichen.

Wie gesagt, wenn Geschäftsbanke einfach so aus dem Nichts Geld schaffen könnten würden sie nur Kredite vergeben, aber kein Geld einsammeln.

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@GuenterLeipzig

Genau, und hier geht es um die Geldmenge M3, nicht M1, die das tatsächlich von der Zentralbank ausgegebene Geld darstellt.

Aber du hast recht, das steht explizit was anderes, da muss ich mal tiefer Nachforschen weil das so einfach keinen Sinn ergibt.

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@LtLTSmash

Mein Kontext ist stets M3, sorry, wenn ich das nicht so explizit geschrieben habe.

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@GuenterLeipzig

Kein Problem, ich bin aber dennoch überrascht das die Bundesbank das so explizit ausdrückt, jetzt mal unabhängig von M1 oder M3. Es gibt ja durchaus noch mehr Test dazu von der Bundesbank, aber das ist sehr komplex geschrieben und so richtig verstehe ich das nicht.

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@GuenterLeipzig
Ich verstehe umverteilen so, wie es der FS geschrieben hat.

Danke für die Diskussion. Der Frager hat seine Frage geändert: Nein, damit meine ich z.b. Reichensteuer und Erbschaftssteuer

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@GuenterLeipzig
Aber zum Aufbau einer Firma benötigst Du nun mal erst einmal Vermögen,

Das stimmt nicht.

Warum sollte jemand einen Kredit für eine Firma und deren Beschäftigte aufnehmen, wenn er die Erträge nicht behalten darf.

Wer sagt, daßer die Erträge nicht behalten darf? Die Frage ging um das einmalige Umverteilen.

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@SchakKlusoh

Hm: Erbschaftssteuer gibt es schon, die staffelt sich nach dem zu verervbenden Vermögen.

Reichenstuer ist populistisch und wird dazu führen, dass diese aus dem Land abwandern.

Ich sehe hier wirklich keinen erkennbaren Nutzen. das wird eher ein Eigentor, da dann die Erträge dieser Leute auch noch steuerlich wegfallen.

War nett, mit Dir zu plaudern.

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@LtLTSmash
Also alle sollen auf ein gleiches Niveau gebracht werden. ..... könntest du kurz zitieren wo das steht? So sehr ich mich anstrenge, ich kann das nirgends lesen.....

Wo habe ich das gesagt?

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@GuenterLeipzig

Hast Du verstanden? Ich habe eine Nachfrage gestellt, die der Frager beantwortet hat -> siehe oben.

Die meisten Diskussionen gingen in die Richtung: alles Geld in einen Topf und alle erhalten aus dem Topf die gleiche Summe.

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