Was wollte uns Jesus damit sagen ?

17 Antworten

Dazu mal der Bibelkommentar der MacArthur-Studienbibel:

"Joh 2,13-17 Die erste Weise, in der Johannes die Gottheit Jesu bei der Tempelreinigung darstellt, dient dazu, seinen Eifer für die Ehre Gottes deutlich zu machen. Gott allein hat das Recht, den Gottesdienst zu bestimmen.

Joh 2,13 Passah der Juden. Gemeint ist das erste von drei Passahfesten, die Johannes erwähnt (V. 13; 6,4; 11,55). Die Juden wählten das Lamm am 10. des Monats aus und feierten das Passah am 14. Tag des Mondmonats Nisan (Vollmond Ende März oder Anfang April). Sie schlachteten das Lamm zwischen 15 und 18 Uhr am Abend des Festtages. Das Passah gedenkt der Befreiung der Juden aus der ägyptischen Sklaverei, als ein Todesengel an den jüdischen Häusern »vorüber ging«, deren »Türpfosten« mit Blut bestrichen waren (2Mo 12,23-27). Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Jesu Reise nach Jerusalem zum Passah war eine normale jährliche Gewohnheit für jeden frommen männlichen Juden über 12 Jahre (2Mo 23,14-17). Zu diesem wichtigsten aller jüdischen Feste drängten sich jüdische Pilger in Jerusalem.

Joh  2,14 die Verkäufer ... und die Wechsler. Während des Passahfestes kamen Menschen aus ganz Israel und des römischen Reiches nach Jerusalem zum Gottesdienst. Aufgrund der teilweise großen Entfernungen war es für sie beschwerlich, Opfertiere mitzubringen. Schlaue Kaufleute, die in dieser Dienstleistung eine große Gewinnchance sahen, ließen sich im äußeren Tempelvorhof nieder, um Reisenden Tiere zu verkaufen. Die Wechsler wurden benötigt, da die Tempelsteuer, die jährlich von jedem gewissenhaften männlichen Juden ab dem 20. Lebensalter gezahlt wurde (2Mo 30,13.14; Mt 17,24-27), in jüdischen oder tyrischen Münzen entrichtet werden musste (wegen der hohen Reinheit des Silbers). Die Pilger aus fremden Ländern hatte ihr Geld in die geforderte Währung der Tempelsteuer zu wechseln. Für den Umtausch nahmen die Geldwechsler eine hohe Gebühr. Die Tierverkäufer und Geldwechsler nutzten die große Anzahl von Reisenden und den ritusbedingten Charakter des Festes zu ihrem Profit (»Räuberhöhle«; Mt 21,13). Der Gottesdienst war zu einer haarsträubend materialistischen Religionsausübung entartet.

Joh 2,15 Während Johannes diese Tempelreinigung zu Beginn des Wirkens Jesu festhält, berichten die synoptischen Evangelien am Ende seines Dienstes von einer Tempelreinigung während der Woche des letzten Passahs vor der Kreuzigung Jesu (Mt 21,12-17; Mk 11,15-18; Lk 19,45.46). Die historischen Begebenheiten und der literarische Kontext der beiden Tempelsäuberungen unterscheiden sich so sehr, dass der Versuch, sie miteinander gleichzusetzen, ohne Erfolg bleibt. Außerdem stehen zwei Reinigungen in völliger Übereinstimmung mit dem allgemeinen Charakter des Dienstes Jesu, denn das jüdische Volk in seiner Gesamtheit erkannte Jesu Autorität als Messias zu keiner Zeit an (Mt 23,37-39). Stattdessen verwarfen sie seine Botschaft genauso wie seine Person, was die Wiederholung einer solchen Tempelreinigung höchst wahrscheinlich macht (und ebenso notwendig). trieb sie alle zum Tempel hinaus. Wenn es um die Heiligkeit Gottes und seines Gottesdienstes ging, handelte Jesus fest entschlossen. »Alle« deutet an, dass er nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere hinaustrieb. Und dennoch, obwohl er kraftvoll handelte, geschah es nicht in Grausamkeit. Die Angemessenheit seines Handelns kann in dem Umstand erkannt werden, dass sich kein Aufruhr anschloss. Andernfalls hätte das aufgrund des Passahfestes besonders große Kontingent römischer Truppen prompt reagiert, da es in der Festung Antonia stationiert war, von der aus man den Tempelbereich überblicken konnte. Obschon der wesentliche Verweis auf das Handeln des Messias im Tausendjährigen Reich gerichtet ist, waren Jesu Tempelsäuberungen eine erste Erfüllung von Mal 3,1-3 (und Sach 14,20.21), wo von der Reinigung des Gottesdienstes seines Volkes durch den Messias die Rede ist.

Joh 2,16 Macht nicht. Um die Kraft des gr. Imperativs zur Geltung zu bringen, wäre »hört auf« eine bessere Übersetzung, die den Befehl Jesu betont, ihre gegenwärtigen Praktiken zu beenden. Gottes Heiligkeit erfordert einen heiligen Gottesdienst. meines Vaters. Johannes lieferte mit diesem Ausspruch einen unaufdringlichen Hinweis hinsichtlich der göttlichen Sohnschaft Jesu ebenso wie darauf, dass er der Messias war (s. 5,17.18). das Haus ... zu einem Kaufhaus. Jesu Absicht war hier möglicherweise ein Wortspiel. Das Wort »Kaufhaus« erzeugt die Vorstellung eines mit Waren angefüllten Geschäftes.

Joh 2,17 Ein Zitat aus Ps 69,10, das darauf schließen lässt, dass Jesus keine Respektlosigkeiten gegenüber Gott dulden würde. Als David diesen Psalm schrieb, wurde er verfolgt, weil er für das Haus Gott eiferte und die Ehre Gottes verteidigte. Die Jünger waren besorgt, dass Jesu Handeln die gleiche Verfolgung hervorrufen würde. Paulus zitiert die zweite Hälfte von Ps 69,10 (»Die Schmähungen derer, die dich geschmäht haben, sind auf mich gefallen.«) in Röm 15,3 und macht dadurch den messianischen Charakter des Psalms deutlich, den er für die frühe Gemeinde besaß."

Vielleicht hättest Du es mit der Einheitsübersetzung besser verstanden: 

13 Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. 14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. 15 Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und ihre Tische stieß er um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!

(siehe http://www.bibleserver.com/text/EU/Johannes2,13-16 )

Es geht nicht um Symbole, sondern darum, dass die Leute den Tempel nicht entweihen sollten, denn ein Tempel ist ein Haus Gottes und sollte heilig gehalten werden. Statt dessen missbrauchten die Leute den Tempel als Marktplatz.

Diese hier geschilderte Tempelszene hat sich direkt am Anfang seines (Jesu) Dienstes ereignet. In 5. Mose 14,22-26 gibt Gott Anweisungen, wie sich die Israeliten verhalten sollten bzgl. des Kaufes eines Opfers.

Der Tempel war ein Ort der Anbetung und durfte niemals zu einem Kaufhaus gemacht werden. Aber die habsüchtigen Juden machten das Haus Gottes zu einem Ort der Geldeinnahme.

"Deinem Hause geziemt Heiligkeit" (steht Heiligkeit zu). Jesus musste das Haus seines Vaters reinigen von der Habsucht (Sünde). Deswegen trieb er die Übeltäter aus dem Tempel hinaus.

LG

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