Was wird steuerlich bei einem Dekmal gefördert?

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1 Antwort

Zunächst einmal ist zu unterscheiden, ob das denkmalgeschützte Gebäude zur Einnahmenerzielung genutzt oder selbst bewohnt wird. Da du aber von der Staffelung 10 Jahre a 9% sprichst, gehe ich davon aus, dass es sich um eine selbst genutzte Immobilie handelt.

Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

- es muss sich um Baumaßnahmen, welche als Erhaltungsaufwand einzustufen sind. Maßnahmen, die zu Herstellungskosten führen, sind nicht begünstigt
- die Erforderlichkeit Maßnahme muss von der Denkmalschutzbehörde bescheinigt sein

Wenn dies zutrifft werden pro Jahr 9 % der Kosten wie Sonderausgaben vom Einkommen abgezogen. Bleiben wir bei dem Beispiel der Dachreparatur für € 30.000. Es werden also 10 Jahre lang, jedes Jahr € 2.700 vom Einkommen abgezogen. Hast du im Jahr 01 z.B. ein Einkommen von € 50.000 erzielt, müsstest du nur Steuern auf € 47.300 zahlen.

Die Kosten der Baumaßnahme gibt es also nicht direkt erstattet. Die Kosten mindern ein zu versteuerndes Einkommen. Etwas umgangssprachlich ausgedrückt kann man sagen, du hast einen um diese Kosten erhöhten Steuerfreibetrag,

Je höher dein Einkommen ist, desto mehr wirkt es sich aufgrund des progressiven Einkommensteuertarifes aus (maximal 45 %). Kägst du in den 10 Jahren immer im Spitzentarif (Einkommen ab € 256 304) entspräche das einer Steuerminderung von 10 x 45 % von € 2.700 = € 12.150). Bei einem niedrigeren Steuersatz wirkt es sich entsprechend weniger aus.

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