Was wird mit dem fehlenden Unterhaltsrest, wenn der Anspruch nach der Düsseldorfer Tabelle größer als die Zahlung ist (325,00 € statt Tabelle 364,00 €)?

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6 Antworten

Käme darauf an ob und wenn ja was für ein Titel bestehen würde,denn es gibt einen Titel der sich automatisch anpasst ( wenn ich mich nicht irre ) und dann müsste der Elternteil der zum Barunterhalt verpflichtet ist nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen,auch wenn diese nicht bindend,sondern nur eine Richtlinie bildet !

Sollte keine volle Leistungsfähigkeit bestehen,dann müsste er versuchen den Titel gerichtlich abändern zu lassen.

Gibt es keinen Titel und er kann tatsächlich nach seinem bereinigten Nettoeinkommen nicht mehr zahlen,dann gibt es da auch nicht mehr zu holen,du kannst zwar versuchen das die Leistungsfähigkeit geprüft wird,dass kann dann aber auch nach hinten los gehen und du bekommst dann weniger als jetzt,je nachdem was er an tatsächlichen Aufwendungen absetzen kann.

Vom Jugendamt wirst du dann wahrscheinlich auch keinen Differenzbetrag in Form von Unterhaltsvorschuss bekommen,weil das Kindergeld zum gezahlten Unterhalt voll auf den Unterhaltsanspruch laut Düsseldorfer Tabelle angerechnet wird.

Würde das Kind also angenommen 12 Jahre alt sein,stünden dir fürs Kind derzeit 201 € Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt zu,mit den 192 € Kindergeld wären das dann 393 € und bei 364 € Unterhaltsanspruch wäre der Anspruch gedeckt.

Wenn der Vater / die Mutter nachweislich nicht mehr Unterhalt bezahlen kann, so muss der andere Elternteil mit weniger zurechtkommen.

Ich bin kein Experte, verstehe die Regelungen aber so:

Wer nicht mehr zahlen kann, kann nicht mehr zahlen (Selbstbehalt um nicht selbst bedürftig zu werden). Der Unterhaltsempfänger muss dann mit weniger auskommen.

Es sei denn, der Mindestunterhalt wird unterschritten, dann kann der Unterhaltsempfänger Unterhaltsvorschuss beantragen. Ob und in wie fern das Amt die Leistungen dann zurückfordern kann, hängt davon ab, wie die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichitgen dann letztendlich beurteilt wird.

Werte und Grenzen, da halte ich mich mal zurück, da gibt es bestimmt nette Beamte, ehrenamtliche Helfer, oder Anwälte, die einem da detaillierte Auskunft geben können.

Unterhalt ist ohne gerichtlichen Beschluss erstmal von den beiden Parteien miteinander abzusprechen
Wenn es dir zu wenig erscheint kannst du natürlich drauf klagen
Dann besteht aber natürlich die Möglichkeit das es sogar noch weniger wird, je nach seinem Einkommen und Verpflichtungen
Und auch ob er berufstätig ist oder anrechenbare Ausgaben hat
Oftmals vertut sich da der Fordernde Teil und sitzt nachher mit weniger da
Aber sprech doch erstmal mit der Unterhaltspflichtigen wie er das sieht

Warum zahlt der Elternteil nur 325,--? Mit wem ist das abgesprochen? Gibt es einen Titel?

Nix was soll damit sein?

Es ist ja nur eine Richtwerttabelle aber jeder Unterhalt wird Individuell berechnet.

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