Was wird größer, wenn man 'etwas' wegnimmt?

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9 Antworten

Alle mathematischen Funktionen, die einen negativen Anstieg (also monoton fallend sind) haben. Das sind unendlich viele...
Beispiele: 1/x (Kehrwerte), -x (auch Negation genannt) , ...
Beispiele in Worte:
- die Sterbensrate wird größer, wenn man Lebewesen das Essen (oder Luft) wegnimmt
- die Fahrzeit wird größer, wenn man Geschwindigkeit verkleinert
- Preis und Leistung werden größer, wenn Sprintzeit von 0...100km/h kleiner werden soll
- die Strahlung wird größer, wenn man etwas vom Filter (Schutz) wegnimmt
- Aufprallstärke wird größer, wenn man was vom Bremskraftverstärker wegnimmt
- Angst wird größer, wenn man was von beruhigenden Faktoren wegnimmt
...

Es geht doch nicht um indirekte Proportionalitäten, sondern um eine einzige Variable

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@FFXDesigns

Doch, genau darum geht es bei der exakten Wissenschaft:
Wenn man nicht ein und die selbe physikalische Größe meint, verbindet man diese nicht mit (Laber-) Worten, sondern mit exakten Funktionen.
Dein Beispiel 1:
f(x,y)= x - y ; von x wird y abgezogen f() wird kleiner
f(x,y) = abs(x-y) mit x<0 ; y>0 -> f() wird größer, da Betragsfunktion

Dein Beispiel 2:
V1 = Raum1 und V2 = Raum2
f(V1 , V2) = ...

Das schöne Beispiel mit dem Essen & Hunger: eindeutig 2 Variablen!

Anders: ein und die selbe Variable kann nicht gleichzeitig kleiner UND größer werden
-> also mindestens 2 Variablen nötig!

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um eine antwort zu finden, musst du dich genauer ausdrücken.

um zu sagen, ob etwas "größer" ist, muss man es anordnen können. mathematisch gesehen braucht man eine ordnungsrelation oder wenigstens eine präordnung.

um etwas "wegnehmen" zu können muss eine rechenoperation existieren. ab dieser stelle muss man sich bereits genauer ausdrücken. welchen rechenregeln folgen wir? wenn wir den intuitiven regeln folgen, so hätten wir eine geordnete gruppe. (mathematischer fachbegriff. google ihn wenn du damit nichts anfangen kannst)

wir können für folgende überlegung so tun, als ob wir einen geordneten körper haben, nämlich die reellen zahlen. alles was man tun muss, kann man auch mit einer geordneten gruppe machen, die reellen zahlen "können mehr", sind dafür aber gebräuchlicher. mankann sich darunter noch was vorstellen.

du willst also sagen: x-y größer gleich x, wenn y größer 0 ist. (wenn y größer 0 ist, dann steht "-y" für wegnehmen)

daraus folgt nach den axiomen einer geordneten gruppe genau das, was auch folgt, wenn man "rechnet" wie mit reellen zahlen: -y größer gleich 0, also 0 größer gleich y. dies kann nicht richtig sein, wenn y=0 (weil y bereits größer 0 war).

dabei ist "größer" definiert durch "größer gleich, aber nicht gleich" und einen vergleichstest sollte man immer machen können, sobald man eine "menge" von dingen hat, die man vergleichen möchte.

ich hab also gezeigt, dass in diesem fall sowas nicht existiert.

solche dinge wie "weniger kondom => mehr bauch" passen nicht in diesen sonderfall, den ich behandelt habe, weil die beiden dinge nicht miteinander vergleichbar sind. vergleichbar sind die größen der bäuche, oder die anzahlen an kondomen, aber nicht untereinander vergleichbar.

an dieser stelle haben wir also 2 mengen mit einer rechenoperation und einer ordnung. das problem: jede menge einzeln betrachtet passt zu meinem sonderfall, aber der vergleich von dingen aus den verschiedenen mengen scheitert.

man muss sich also von allem intuitivem loslösen und wohl eher ins kreative abdriften, damit du etwas findest, was durch wegnahme größer wird.

Wenn man vielleicht was umgekehrt proportionales hat. also -2x und + 2 z wenn ich jetzt x um 5 verringer, vergrößert sich dadurch z. -7x und +7z

Die Homöopathie ist auf diesem Gedankenkonstrukt aufgebaut. Je mehr der Wirkstoff verdünnt wird, desto größer soll seine Wirkung sein. Du nimmst Wirkung weg, um mehr Wirkung zu erreichen.

unzutreffend. Homöopathie baut darauf auf, dass etwas sehr Weniges den Körper bzw dessen eigenen Heilkräfte mehr stimuliert, als etwas Vieles.

Also das Gegenteil von "viel hilf viel"

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@dreifels

Dann wäre doch die gegenteilige Aussage "weniger hilft mehr" - womit wir meiner Ansicht nach genau bei der gestellten Frage wären. Ich nehme etwas weg (Wirkstoff), um mehr zu erreichen. Wieso also "unzutreffend"?

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Wenn ich von dem erdloch was wegnehme, muss ich es auffüllen, also wird die Erde mehr, umgekehrt, wen ich das Loch vergrössere, verkleinere ich die umliegende Erde. Das eine bedingt das andere.

Würde man mir mein Essen wegnehmen würde mein Hunger wachsen!

Nehm ein Stück Vernunft und Angst aus deinem Kopf und deine seelische Freiheit wird umso größer.

Nein nicht wirklich mann kann alles so umdrehen wie du es in den Beispielen getan hast. Interessante Frage danke dafür

Die Wut, wenn etwas geliebtes weggenommen wird...

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