Was wird bei einer Irisdiagnose festgesellt?

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4 Antworten

Die Irisdiagnose ist eine Verfahren, das vor allem Heilpraktiker anwenden, um Krankheiten zu erkennen. Der Methode liegt die Vorstellung zugrunde, dass zwischen allen Körperteilen und Organen eine feste Nervenverbindung zur Regenbogenhaut (Iris) des Auges besteht.

Krankheiten oder Störungen der Organe würden daher in verschiedenen Strukturen der Iris (Pigmentflecken, Streifen, Ringe) erkennbar sein.

Entwickelt wurde die Methode um das Jahr 1880 von dem ungarischen Arzt und Homöopathen Ignaz von Péczely. Er bemerkte angeblich in den Augen einer Eule besondere Veränderungen, nachdem sie sich ein Bein gebrochen hatte.

Die theoretischen Grundlagen der Irisdiagnose sind heute eindeutig widerlegt: Die Nervenbahnen aus den Körperregionen kreuzen sich, so dass in der rechten Iris die linke Körperpartie abgebildet sein müsste. Farbflecken und Pigmente in der Iris sind normale, wenn auch individuell verschiedene Phänomene. Sie stehen mit keinerlei inneren Krankheiten in Verbindung. Die Einteilung der Iris in Segmente ist zudem völlig willkürlich gewählt, und es gibt verschiedene solcher "Landkarten", die von den Therapeuten genutzt werden. Die Lage der Organe ist jedoch jeweils unterschiedlich verzeichnet.

Auch bei kontrollierten Testdiagnosen scheitert die Methode regelmäßig: In einer holländischen Untersuchung sollten fünf erfahrene Irisdiagnostiker aus einer Patientengruppe diejenigen herausfinden, die ein Gallenleiden hatten. Dabei lagen sie in jedem zweiten Fall daneben. Anstatt den Patienten in die Augen zu sehen, hätten die Therapeuten ebenso gut eine Münze werfen können. Die Bewertungen waren nicht nur oft falsch, sondern zudem noch völlig uneinheitlich: Meist wurde die selbe Iris von den fünf "Experten" ganz unterschiedlich bewertet.

Die Behauptung, per Irisdiagnose Krankheiten erkennen zu können, muss daher als wissenschaftlich zweifelsfrei widerlegt gelten. Zwar ist die Methode an sich ungefährlich, aber wer sich darauf verlässt übersieht unter Umständen gefährliche Krankheiten.

(s.:http://www.aok.de/bund/rd/136183.htm)

es kommt immer auf den spezialisten an, der eine methode anwendet bzw. beherrscht. früher gab es mediziner, die aufgrund der beschaffenheit von haut oder zunge etc. diagnosen stellen konnten, die heutigen ärzte haben von ihren vorgängern leider viel praxiswissen verloren, und sind oft viel zu sehr theoretiker. man sollte auch immer den mensch als ganzes beurteilen, nicht nur bestimmte körperteile.

tolle Antwort - wenn, dann meint der Vorredner höchtstens "aus schulmedizinischer Sicht" - und das die leider oft sehr begrenzt ist weiß man zur Genüge.
Ein guter Heilpraktiker oder Homöopath kennt genau seine Grenzen und würde bestimmt nie die Segnungen der Schulmedizin verleugnen.
Aber leider gibts noch sehr viele arrogante Schulmediziner, die - obwohl für viele Dinge keine Lösung haben - sich dennoch für der Weisheit letzter Schluß halten. Arme Patienten.....

Zu deiner Frage: Ich weiß nicht, was ein Heilpraktiker genau damit feststellen kann, aber sollte er Krankheiten diagnostizieren gibt es bestimmt auch schulmedizinische Möglichkeiten, dies nachträglich zu verifizieren.

Aus medizinischer Sicht: NEIN!

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