Was will mir Römer 14,22 sagen?

11 Antworten

Im Walvoord-Bibelkommentar steht zu V. 22 und 23:

"Abschließend empfiehlt Paulus in Bezug auf die unterschiedlichen persönlichen Überzeugungen der Christen: Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Ein Christ ist nicht verpflichtet zu versuchen, einen Gläubigen, der größere Bedenken hat als er selbst, zu seinem Standpunkt zu bekehren.

Wichtig ist, dass er für sich selbst von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt ist (V. 5), denn er lebt dem Herrn (V. 8) und ist nur ihm verantwortlich. Nach Paulus' Überzeugung ist ein Christ, der wie er selbst in diesen Dingen einen sicheren Standpunkt hat, selig (wörtlich: "glücklich"). Wer dagegen zweifelt und dennoch isst, der ist gerichtet (Perfekt Passiv).

Wenn ein Christ etwas isst oder tut, von dessen Richtigkeit er nicht vollkommen überzeugt ist (wenn er es also in "schwachem" Glauben tut, V. 1 - 2), entspringt seine Handlung in diesem Fall nicht aus (ek) dem Glauben und ist daher falsch. Paulus fasst zusammen: Was aber nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde. Die Maxime, die er hier ausgibt, lautet also: "Tue nichts, von dessen Richtigkeit du nicht überzeugt bist." Der "starke" Christ (Röm 15,1) ist im Unrecht, wenn er einen schwachen Bruder zur Sünde verführt (indem er ihn dazu bringt, etwas zu tun, das er für falsch hält; Röm 14,20), und ein schwacher Bruder (V. 1 - 2), der trotz seiner Bedenken etwas tut, das er nicht für recht hält, sündigt ebenfalls (V. 23)."

Der Glaube, von dem Paulus hier spricht, ist die Überzeugung eines Christen, dass das Opfer Christi uns frei gemacht hat von früheren Einschränkungen — wie das Essen gewisser Speisen oder das Beachten bestimmter Tage. Das ist Sache des persönlichen Geschmacks oder der persönlichen Meinung.

Der Rat lautet also: Versuche nicht, anderen deine Meinung aufzuzwingen. Nimm Rücksicht auf das Gewissen anderer. Gott schätzt diese Haltung.

Du kannst sogar auf ein bestimmtes christliches Recht verzichten, damit andere, die damit ein Problem haben, keinen Anstoß nehmen.

Gott anerkennt, dass Du nicht nur nach Deinem Gewissen, sondern auch aus Liebe zu Deinem Mitmenschen handelst.

LG ...

Versuche nicht, anderen deine Meinung aufzuzwingen

Da frage ich mich, warum man es dann trotzdem tut....

0

Ich gebe es mal in anderer Überlieferung:

"Wovon du persönlich überzeugt bist, das ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich schätzen kann sich, wer so handelt, wie es seiner Überzeugung entspricht, und sich nicht selbst verurteilen muss." ~Römer 14,22

Das bedeutet, dass es niemand anderes für dich bestimmt, woran du glaubst, sondern dass du allein es wählst, worauf du dich gerne einlassen möchtest. Und am meisten freut sich Gott, wenn man aus voller Überzeugung an ihn glaubt und aus voller Überzeugung nach diesem Glauben handelt und sich nichts von anderen vorschreiben lassen muss oder es bereuen muss oder so.

Darf man auf Gott wütend sein und muss man zu Gott weinen das er ein Gebet erhört?

Ich bin im Februar 3 Jahre im Glauben. Und man soll doch seine Beziehung zu Gott pflegen. Dazu gehört es auch ehrlich zu Gott zu sein, auch wenn man wütend ist sollte man ihm seine Wut zeigen, aber ohne Beleidigungen. Ich hab da ein privates Problem was ich dieser cimmunity nicht mitteilen möchte. Warum ich auf Gott sauer bin ist folgendes. Ich habe zu Gott geweint wegen meinem Problem und er hat mir geholfen. Das nächste mal habe ich auch geweint und er hat mir wieder geholfen. Ich war auch sehr dankbar dafür. Es steht in der Bibel geschrieben: "ich will dich erretten und du sollst mich preisen". Jetzt zum Problem warum ich auf Gott sauer bin. Dadurch das Gott mir geholfen hat bei diesem schwerem Problem ist mein Glauben auf den Höhepunkt gegangen. Seit den letzten Monaten habe ich Gott nicht sehr stark gespürt aber durch dieses Problem was ich habe, hat sich mein Glauben extrem verstärkt. Was mich jetzt nervt und das habe ich zu Gott gesagt ist, das ich drittes mal dieses Problem hatte und er mir nur teilweise geholfen hatte. Das Problem das ich habe belastet mich sehr und er hat mir nur teilweise geholfen das war gar nicht gut für mich. Wo das Problem ein drittes mal auftrat habe ich nicht geweint wie bei den ersten 2 malen. Weil ich vertrauen in Gott hatte und nicht geweint habe. Ich hab das Gefühl das Gott nur hilft wenn man weint. Aber ich habe ihn doch vertraut weil er mir 2 mal bei diesem Problem geholfen hat. Was hat er mit mir vor? Will er mich näher zu ihm bringen? Er will mich natürlich nicht verarschen, den Gott ist gnädig und gerecht.

Bitte liebe Atheisten haltet euch bitte raus ich habe ein echtes Problem.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?