Was will albert camus damit sagen(religion)?

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4 Antworten

Es gibt viel schlimmes in der Welt, teilweise weil Menschen schlimmes tun, teilweise weil sie sich gegenüber meist wiederkehrenden Umweltereignissen aussetzen, die dadurch zu Katastrophen führen.

Gott ist schon in dem Sinne allmächtig, dass Gott alles erschaffen hat, denn das setzt eine Allmacht voraus, aber um gerecht zu sein, muss er Konsequenzen von Entscheidungen zulassen. Das tut der Allmacht Gottes aber, entgegen diesem Zitat keinen Abbruch. Seine Gerechtigkeit bezieht sich jedoch notfalls auf ein ewiges Dasein nach dem Tod, wie man auch oft genug in der Bibel nachlesen kann, denn entweder existiert Gott und es gibt ebenso auch dieses ewige Dasein nach dem Tod oder es gibt beides nicht, denn nur in diesem ewigen Dasein hätte Gott die Möglichkeit gehabt, die notwendige Entwicklung zu durchleben, die Gott erfahren musste, um die Erkenntnis und Weisheit zu haben, so etwas wie eine Schöpfung, was wir als Universum verstehen, erschaffen zu können.

Dieses Zitat ignoriert offensichtlich, dass es auch ein ewiges Dasein gibt, was an sich ja nicht schlimm wäre, aber es ist dennoch in sich inkonsequent, weil es trotzdem etwas einem Wesen unterstellt, welches nur auf Basis eines solchen ignorierten ewigen Daseins existieren könnte. Daher ist dieses Zitat für mich gegenstandslos.

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Das ist eine Kurzfassung der Analyse Gottes durch Epikur.

Epikur schließt folgerichtig, dass sich Leid/Unheil und ein allmächtiger, allgütiger Gott ausschließen.

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Kommentar von MarkusGenervt
29.10.2016, 00:54

Epikur ist die Wissenschaft der Ignoranz.

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Das ist auch nur einer dieser Schlauberger-Sprüche von denen, die in all ihrer Einfältigkeit und Kleingeistigkeit meinen, einen "guten", bzw. "sachlichen" Grund gegen Gott gefunden zu haben.

Die ewige und alte Frage nach dem "guten" Gott, der soviel Leid in der Welt zulässt, wo er doch so allmächtig zu sein scheint, sucht schon ewig lange nach einem Grund, sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Denn genau darum geht es. Auf der einen Seite wollen die Menschen das alles gut wird, aber auf der anderen Seite ist keiner bereit selbst etwas dafür zu tun. Dann muss der gute Gott den Mist hinter uns aufräumen, den wir verbockt haben.

Was soll das? Ist Gott unser Putzfrau? So'n Schwachsinn!

Im Film "Bruce Allmächtig" wurde das mal richtig gut veranschaulicht. Wer sich den Film mal wirklich angeschaut hat – und nicht nur über die Slapstick abgelacht hat –, dem sollte klar sein, dass es einfach nicht funktioniert, dass allen die Sonne aus dem Ar5ch scheint, wenn keiner bereit ist zu teilen.

Solange wir uns auf einen "guten" Gott verlassen, den wir als Putze missbrauchen wollen, solange wird die Enttäuschung groß sein. Aber diese Enttäuschung ist immanent. Alleine die Wünsche, die nur ein einziger Mensch hat, sind bereits so widersprüchlich, dass es dümmer gar nicht mehr sein kann, dann dafür Gott die Schuld in die Schuhe zu schieben, weil es nicht funktioniert.

Solange die Menschheit nicht lernt sich selbst zu erkennen, so lange wird sie die Ursachen für ihr eigenes Versagen immer woanders suchen und Gott ist der perfekte Sündenbock.

Wir sind keine Engel und wir müssen nicht das tun, was man uns befiehlt. Wir haben alle Freiheit unserer Existenz. Wir treffen unsere eigenen Entscheidungen. Wir sind für uns selbst verantwortlich.

Das ist so und das wird sich nicht mehr ändern.

Wem das nicht passt, kann seiner irdischen Existenz gerne ein Ende bereiten. Aber damit fangen die Probleme erst richtig an: die Ewigkeit in Einsamkeit.

Wieviel dümmer kann ein Mensch denn noch werden?

Lernt oder leidet.

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Bezieht sich auf das Leid welches auf der erde gibt. wie kann er so etwas dulden wenn er doch allmächtig ist und das Leid einfach so ungeschehen machen könnte

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