Was wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre?

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20 Antworten

Ohne das Einverständnis Pilatus' hätte es auch keine Kreuzigung gegeben. Rom hatte die Oberherrschaft in den Provinzen Judäa und Samaria und Pilatus als Prokurator (Statthalter) Roms und war bekannt dafür, dass er in dieser Eigenschaft sehr darauf achtete, dass seine Rechte von den Klientelkönigen, in diesem Fall Herodes der Große, nicht angetastet wurden. Diese Rechte bezogen sich in erster Linie auf den Oberbefehl der römischen Truppen, die Verhängung von Todesurteilen sowie das Eintreiben von Steuern.

Ohne Kreuzigung wäre Jesus einer von vielen Wanderrabbis, Wundertätern und Messiasen geblieben, die zu jener Zeit durch Judäa zogen, vor dem nahen Weltende warnten und das Judentum reformieren wollten. Das war außerbiblischen Quellen zufolge damals so eine Art Modeerscheinung. Alle anderen, die keinen spektakulären Tod vorweisen können, sind mittlerweile im Dunkel der Geschichte verschwunden und kommen heutzutage allenfalls noch in der religionsgeschichtlichen Fachliteratur vor. Durch sein überaus spektakuläres Ende am Kreuz war Jesus aber der einzige, der so viel Aufsehen erregen konnte, dass er zunächst im mündlich überlieferten Volksglauben, der dann durch die Evangelisten niedergeschrieben wurde und später durch die Pauluschristen, die basierend auf dieser Kreuzigung eine Kirche aufbauten, bis heute in Erinnerung geblieben ist

Mit spektakulärem oder nicht-spektakulärem Tod hat die Bedeutung von Jesus nichts zu tun. Kreuzigungen waren damals nicht eine überaus besondere Art der Hinrichtung. In der Bibel steht auch, dass, außer ein paar Frauen, seine Anhänger geflohen sind.

Die Bedeutung von Jesus kann nur mit seiner Auferstehung begründet werden. Es gibt nichts, was man als Tatsache sonst feststellen könnte, dass aus furchtsamen Anhängern, wie zum Beispiel Simon Petrus, plötzlich überaus mutige Verkündern des Evangeliums werden lies.

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@Bodesurry

@Bodesurry: Sehr richtig! Ich habe viele Jesusbücher von Atheisten gelesen, teils auch mit großem Gewinn an historischen Einsichten. Aber in einem Punkt waren alle sprachlos: Die Wirkung der Auferstehung auf seine Jünger und Jüngerinnen. Darüber ging man hinweg oder ließ es bei einem matten "Die Auferstehung hat sich in ihren Köpfen vollzogen". Völlig unglaubwürdig!

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@Bodesurry

Natürlich gibt es ein Ereignis welches stark zur Verbreitung des Christentums beitrug. Der Tod von geschätzt 500 000 Juden, die Zerstörung Jerusalems. Und ein zerstreutes, verfolgtes - jüdisches Volk welches keine andere Erklärung für ihr Elend hatte, wie das schon wieder der Zorn Gottes zu ihrem Untergang führte!

Neben den Aposteln waren zu dieser Zeit ja auch noch ZIG andere Messias und jüdische von Gott auserwählte Führer auch bewaffnet unterwegs! Und sie verloren ständig gegen die Römer!

Israel ist der Sohn Gottes! Dieses jüdische Selbst-Verständnis wurde im Kern zerstört. Da erstaunt es nicht das Paulus (Als ehemaliger Pharisäer) und seine Nachfolger so einen schnellen Zulauf hatten. Auch die Bereitschaft zum Märtyrertod ist nach so einem Ereignis weit verständlicher!

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@Bodesurry

"Mit spektakulärem oder nicht-spektakulärem Tod hat die Bedeutung von Jesus nichts zu tun."

"Die Bedeutung von Jesus kann nur mit seiner Auferstehung begründet werden."

Beides hängt untrennbar miteinander zusammen. Die Inszenierung des Kreuzestodes zusammen mit der Inszenierung der scheinbaren Auferstehung entstammen einem zusammenhängenden Plan, dem grundsätzlich eine alte philosophische Idee zugrunde liegt, die auch von den Essener gepflegt wurde und in der Gnosis weitergeführt wurde. Diese Idee besteht darin, sich von der Körperlichkeit zu lösen, um dem Geist zu ewigem Ruhm/ewigem Leben zu verhelfen. Für solch spirituellen Betrachtungen hatten die materialistisch denkenden Pauluschristen allerdings noch nie viel übrig. Allerdings muss ich zugestehen, dass in jüngerer Zeit in der katholischen Theolgie mehr und mehr von der Idee der leiblichen Auferstehung sowie der Vorstellung, Himmel und Hölle seien reale Orte, abgewichen wird.

Es gibt nichts, was man als Tatsache sonst feststellen könnte...

Ob die Auferstehung eine Tatsache ist, kann man zurecht anzweifeln. Es kann ja noch nicht einmal als Tatsache festgestellt werden, dass Jesus tatsächlich tot war. Selbst die Details in den kanonischen Evangelien sprechen eher dagegen als dafür.

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@RudolfFischer

Die Wirkung der Auferstehung auf seine Jünger und Jüngerinnen.

Die Wirkung ist unbestritten, die hält ja bis heute an und genau das war die Absicht dieser Inszenierung. Aber ob Jesus tatsächlich klinisch tot war und tatsächlich von den Toten auferstanden ist, daran gibt es berechtigte Zweifel, die selbst durch die Details innerhalb der Evangelien eher genährt als ausgeräumt werden.

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Es gab Christliche Strömungen, die die Kreuzigung abgelehnt haben.

Wenn es wirklich dem so ist und man würde heute zu dieser Erkenntnis kommen, das die Kreuzigung nur ein Fake sei, würde das Christentum wie Spielkarten in sich zusammenfallen, denn es wäre nur ein Betrug der gläubigen Menschen.

Abgesehen davon, auch ich gehöre zu den Menschen die nicht an die Kreuzigung glauben.

Es war von Ewigkeit vorherbestimmt, daß Jesus, als Sohn Gottes sein Leben zur Vergebung der Sünden freiwillig am Kreuz hingibt.

In Matthäus 10, 17-18 sagte Jesus: "Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich's wieder empfange. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater".

Der Teufel hat das auch gefördert, weil er dachte damit über Gott zu triumpieren, wenn Jesus getötet wird. Aber es ist genau das Gegenteil geschehen. Durch den Tod Jesu und seine Auferstehung von den Toten hat er den Tod, die Sünde und den Teufel besiegt (Johannes 3,16). Und jeder, der das im Glauben für sich persönlich annehmen kann, ist erlöst und ein Kind Gottes geworden.

Jesus wurde definitiv NICHT gekreuzigt.

"und wegen ihrer Rede: ""Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet"", während sie ihn doch weder erschlagen noch gekreuzigt hatten, sondern dies wurde ihnen nur vorgetäuscht; und jene, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber; sie haben keine Kenntnis davon, sondern folgen nur einer Vermutung; und sie haben ihn nicht mit Gewissheit getötet."

(Koran 4:157)

Weil was weil es der Koran sagt sind das Beweise oder wie.

Es ist erstaunlich zu sehen wie Muslime Beweise hervorbringen wollen in dem sie sagen weil es der Koran sagt.

Wie wärs mal das du dich mit Josephus Flavius beschäftigst dann kannst was lernen dein Koran ist ein Märchen Buch!

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Es ist klar, dass Du als Muslime den Tod von Jesus Christus, dem Sohne Gottes, am Kreuz nicht akzeptieren kannst. Doch das Christentum konnte nur durch die Auferstehung von Jesus zur grössten Religion der Welt werden.

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Man kann nur spekulieren, ob Jesus trotzdem gekreuzigt worden wäre. Wahrscheinlich wäre er dann von irgendeinem Fanatiker wie Saulus umgebracht worden.

Historiker bezweifeln übrigens, ob Jesus überhaupt vor Pilatus war. Und wer soll das berühmte Verhör protokolliert haben? Es ist wahrscheinlicher, dass es eine Szene ist, die sich seine Jünger im Nachhinein so vorgestellt haben. Die Historiker meinen, dass Pilatus sich nicht mit so einem kleinen jüdischen Aufrührer befasst habe. Leute ans Kreuz zu schicken, gehörte zur Alltagsroutine. Dafür hatte er seine Leute.

Man kann die Erzählung vom sprichwörtlichen Hände-In-Unschuld-Waschen auch als spätere politische Anbiederung der jungen Christenheit an die Römer deuten, um nicht selbst in den Verdacht des Aufrührertums zu geraten. Schuld war sehr wahrscheinlich tatsächlich die Oberschicht der jüdischen Führer. Das Volk war auf Jesus' Seite, wobei die Schreier "Kreuzigt ihn!" einfach nur bezahlter Pöbel waren.

Sein Erlösungswerk hing nicht von einem grausamen Tod ab. Allerdings hätten dann andere Menschen, die einen grausamen Tod erleiden, Jesus nicht so überzeugend als mitleidenden Bruder verstehen können.

Gottes Plan war es doch, sich sich selbst als Menschenopfer darzubringen, um die Menschen von einer universellen Sünde zu befreien, die er selbst vorher bewußt erschaffen hatte, damit genau das passiert. Es hätte also gar nicht anders geschehen können, sonst wäre Gott nicht allmächtig und allwissend.

Und sind alle von ihren Sünden befreit alle Menschen ?

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@Abrekk

Nur diejenigen, die Jesus als ihren Erlöser annehmen natürlich.

Man kann aber auch kurz vor dem Tod noch die magischen Worte "Ich nehme Jesus als meinen Erlöser an" sprechen und kommt dann in den Himmel, egal, ob man vorher ein Massenmörder, Dieb oder Vergewaltiger war.

All die rechtschaffenen und friedliebenden Menschen anderer Religionen sind leider zu ewiger Verdammnis verurteilt, weil sie auf den falschen Erlöser gesetzt haben.

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@Abrekk

Das wäre so, wenn alle Menschen Jesus Christus, als Sohn Gottes, akzeptieren würden. Wenn sie bekennen, dass Gott für ihre Sünden gestorben ist und sie bereit sind, ihr Leben zu ändern. Jesus macht dieses Angebot allen Menschen. Nur heißt es in der Bibel, dass nur wenige Leute diesen schmalen Weg gehen. Die meisten Menschen gehen den breiten Weg, der in die ewige Trennung von Gott führt.

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Habt ihr sonst keine Sorgen ?

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Wenn unser Heiland nicht gekreuzigt geworden wäre, hätten wir nicht kein Leben bzw. es gäbe uns nicht (Lk.24,7; Eph.2,16).

Ach so, es gäbe uns nicht?

Dann hat es vor der Kreuzigung also keine Menschen gegeben? Wer hat ihn denn dann gekreuzigt?

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"Hätten wir nicht kein Leben"!!

Den muss ich mir merken!

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Logisch: Jesus wäre nicht gestorben, die Prophezeiungen über ihn wären nicht in Erfüllung gegangen, GOTT hätte einen anderen Weg suchen müssen, um den Zweck der Anwesenheit seines SOHNES zu erreichen.

Das alles ist aber sinnloser Spekulatius, da ja nun alles so kam wie vorhergesagt.

cheerio

dann hätte sich unter der gewaltigen göttlichen kraft der atomverband seines körpers aufgelöst.

so ist es ja auch nach seinem tode geschehen. niemand hatte die leiche nach der beerdigung noch gesehen. die war einfach weg.

Jesus wäre mit Sicherheit trotzdem hingerichtet worden. Es musste sich die Prophezeiung aus 1. Mose 3:15 erfüllen, wo vorausgesagt wurde, dass Satan den Christus für kurze Zeit ausser Gefecht setzen wird.

Gemäss Philipper 2:8 gab es keinen anderen Weg der Sündenvergebung, als den Opfertod des Christus:

“Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl.“

"Marterpfahl"??

Ich dachte, der wurde auf dem Golgatha in der Nähe des heutigen Jerusalem hingerichtet und nicht am Wounded Knee :-)

Bei mir in Phillipper 2:8 steht , dass er "gehorsam ward" bis zum Tode am Kreuz.

Wat denn nu??

Gesundes Neues Jahr noch!

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@666Phoenix

Hier die Erklärung gemäß Fussnote (NWÜ):

>Marterpfahl“ Gr.: σταυρός (staurós); lat.: crux In Mat 27:40 wird „Marterpfahl“ in Verbindung mit der Hinrichtung Jesu auf dem Kalvarienberg, der Schädelstätte, verwendet.

Es liegen keine Beweise vor, daß das griechische Wort staurós hier ein Kreuz bedeutete, wie es die Heiden viele Jahrhunderte lang vor Christus als religiöses Symbol gebrauchten.

Im klassischen Griechisch bedeutete das Wort staurós lediglich einen aufrechtstehenden Stamm oder Pfahl, wie er für ein Fundament verwendet wird.

Das Verb stauróō bedeutete mit Palisaden versehen, um ein Pfahlwerk oder eine Palisade zu errichten. Die inspirierten Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften schrieben in der griechischen Gemeinsprache (koinḗ, die Koine) und verwendeten das Wort staurós in derselben Bedeutung wie im klassischen Griechisch, nämlich als einfachen Stamm oder Pfahl ohne irgendeinen Querbalken in irgendeinem Winkel.

Es gibt keinen gegenteiligen Beweis. Die Apostel Petrus und Paulus verwendeten auch das Wort xýlon, um sich auf das Marterinstrument zu beziehen, an das Jesus genagelt wurde. Das zeigt, daß es ein aufrechtstehender Stamm ohne Querbalken war, denn das bedeutet xýlon in diesem besonderen Sinn.

In der LXX finden wir xýlon in Esra 6:11 (2 Esdras 6:11), und dort bezeichnet es einen Balken, an den der Gesetzesübertreter gehängt werden sollte, so wie in Apg. 5:30; 10:39. 

W. E. Vine bemerkt zur Bedeutung von staurós in seinem Werk An Expository Dictionary of New Testament Words (Nachdruck 1975), Bd. I, S. 256 folgendes: „STAUROS (σταυρός) bezeichnet in erster Linie einen aufrechtstehenden Pfahl oder Stamm. Übeltäter wurden zur Hinrichtung daran genagelt.

Sowohl das Substantiv als auch das Verb stauroō, an einem Stamm oder Pfahl befestigen, sind ursprünglich von der kirchlichen Form eines aus zwei Balken bestehenden Kreuzes zu unterscheiden.

Die Form des letzteren hat ihren Ursprung im alten Chaldäa. Sie wurde als das Symbol des Gottes Tammuz (in der Form des mystischen Taus, der Initiale seines Namens) in diesem Land und in angrenzenden Ländern, einschließlich Ägyptens, verwendet.

In der Mitte des 3. Jh. A. D. hatten die Kirchen entweder gewisse Lehrpunkte des christlichen Glaubens verlassen oder aber entstellt. Um das Ansehen des abgefallenen kirchlichen Systems zu heben, wurden Heiden ohne Erneuerung durch Glauben aufgenommen, und es wurde ihnen erlaubt, ihre heidnischen Zeichen und Symbole weitgehend beizubehalten.

Daher wurde das Tau oder T in seiner meistverbreiteten Form, mit dem tiefer hängenden Querholz, als das Kreuz Christi darstellend angenommen.“

Im Lateinischen Etymologischen Wörterbuch von A. Walde, 3., neubearbeitete Aufl., Heidelberg 1938, wird zur grundlegenden Bedeutung von crux auf S. 297 folgendes bemerkt: „Freilich scheint die älteste Form wie bei gr. σταυρός ein vertikaler Pfahl ohne das patibulum [Querbalken] gewesen zu sein.“

In dem Kleinen lateinisch-deutschen Handwörterbuch von Prof. Dr. K. E. Georges, 4., verb. u. verm. Aufl., Leipzig 1880, heißt es zur Grundbedeutung von crux: „das Marterholz, sowohl zum Anpfählen als zum Hängen od. Spießen“ (Sp. 621).

In den Schriften des Livius, eines römischen Historikers aus dem ersten Jahrhundert v. u. Z., bedeutet crux lediglich einen Stamm.

„Kreuz“ ist nur eine spätere Bedeutung von crux. Ein einfacher Stamm zum Anpfählen eines Verbrechers wurde im Lateinischen crux sịmplex genannt.

Ein solches Marterinstrument wird von Justus Lipsius (1547—1606) in seinem Buch De cruce libri tres, Antwerpen 1629, auf S. 19 dargestellt. Die nebenstehende Fotografie der crux simplex ist eine tatsächliche Reproduktion aus seinem Buch.

FORTSETZUNG:

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@OhNobody

FORTSETZUNG:

In dem Buch Das Kreuz und die Kreuzigung von Hermann Fulda, Breslau 1878, heißt es auf S. 109: „Bäume gab es aber nicht überall auf den zu öffentlicher Hinrichtung ausgewählten Plätzen. Man grub dann e i n e n e i n f a c h e n B a l k e n , wie er grade zu finden war, in den Boden. An diesen wurden die Geächteten mit aufwärts gereckten Händen und häufig auch mit den Füssen angebunden, oder angenagelt.“

Nachdem Fulda eine Fülle an Beweismaterial unterbreitet hat, kommt er auf S. 219, 220 zu folgendem Schluß: „Jesus starb am einfachen Todespfahl: Dafür sprechen a) die damaligen im Morgenland ü b l i c h e n G e b r ä u c h e dieser Hinrichtung, b) indirect die L e i d e n s g e s c h i c h t e Jesu selbst und c) viele A e u s s e r u n g e n d e r f r ü h e r n K i r c h e n v ä t e r.“

Paul Wilhelm Schmidt, ehemaliger Professor an der Universität Basel, stellte in seinem Werk Die Geschichte Jesu, Bd. 2, Tübingen und Leipzig 1904, auf S. 386—394 eine detaillierte Studie über das griechische Wort staurós an.

Auf S. 386 seines Werkes sagte er: „σταυρός [staurós] heißt jeder aufrechtstehende Pfahl oder Baumstamm.“

Über die Hinrichtung Jesu schrieb P. W. Schmidt auf S. 387—389: „Außer der Geißelung . . . kommt für den Strafvollzug an Jesus, den evangelischen Berichten zufolge, nur die einfachste Art der römischen Kreuzigung in Betracht: die Aufhängung des entkleideten Körpers an einem Pfahl, den übrigens, wohl zur Schärfung der schändenden Strafe, J[esus] selber zur Richtstätte tragen bezw. nachschleppen mußte. . . . Etwas anderes als ein einfaches Aufhängen verbot sich von selbst bei der Massenhaftigkeit, in welcher diese Exekution oft betrieben wurde: 2000 auf einmal durch Varus bei Jos Ant. XVII 10. 10 [Flavius Josephus in Jüdische Altertümer, 17. Buch, 10. Kapitel, Absatz 10], durch Quadratus BJud. II 12. 6 [Flavius Josephus in der Geschichte des Jüdischen Krieges, 2. Buch, 12. Kapitel, Absatz 6], durch den Prokurator Felix BJud. II 15. 2 [13. 2], durch Titus BJud. VII. 1 [V 11. 1].“

Es fehlt also jeglicher Beweis dafür, daß Jesus Christus an zwei rechtwinklig zueinander angebrachten Holzstücken gekreuzigt worden ist.

Wir möchten dem geschriebenen Wort Gottes nichts hinzufügen, indem wir den heidnischen Begriff „Kreuz“ in die inspirierten Schriften aufnehmen würden, und geben daher staurós und xýlon gemäß ihrer einfachsten Bedeutung wieder.

Da Jesus das Wort staurós gebrauchte, um die Leiden und die Schande oder Marterqual seiner Nachfolger darzustellen (Mat 16:24), haben wir staurós mit „Marterpfahl“ übersetzt, um es von xýlon zu unterscheiden, das wir mit „Stamm“ oder (in der Fußnote) mit „Baum“ übersetzt haben, wie in Apg. 5:30.

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Dann hätten wir heute kein Kreuz um den Hals.

Michael Mittermeier sagte mal, wenn Jesus nicht an ein Kreuz, sondern an eine Mauer genagelt worden wäre, würden wir heute alle ein Stück Wand um den Hals tragen.

Die Hinrichtung von Jesus war natürlich keine "Erlösungstat".

Jesus war nichts als ein frömmelnder Wanderprediger wie es damals viele gab.

Die "Kirchenväter" haben ihm nur das Etikett "Erlöser" draufgepappt, damit sein schmählicher Tod nicht in Wahrheit gesehen wird als "elendigliches Scheitern".

Jesus Tod hat weder den Himmel geöffnet noch Frieden gebracht noch das Reich Gottes.

Jesus wurde auf Betrieben der jüdischen Religionsführung hingerichtet weil die nicht die Konkurrenz durch eine neue Sekte wollte.

Wenn Jesus nicht auch heute noch wirken würde, dann könnte man deine Ansicht teilen. Es gibt jedoch genug Beispiele auf youtube "Mensch, Gott Jesus" oder "Jesus heilt" sowie in unzähligen Biographien, welche das Gegenteil beweisen.

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Deine Frage stellt sich mir nicht wirklich. Warum?

Nun es war der Plan Gottes, dass Jesus für uns stirbt. Niemand könnte das Aufhalten.  Selbst der größte Widersacher Gottes, Satan persönlich konnte und wollte es nicht aufhalten.

Gott steht über den Dingen, er setzt seinen Willen durch. 

Na, dann soll Gott aber auch die Verantwortung für die Durchsetzung seines "Plans" übernehmen. Und sie nicht auf Sündenböcke wie Judas oder gar die Juden/Römer abwälzen.

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@Zicke52

Er ist für Dich/mich ans Kreuz gegangen und gestorben. Viel mehr geht nicht. Und noch was:  Jesus ist Gott, er hätte nicht sterben müssen, er tat es freiwillig und die Sündenböcke haben sich ihr Schicksal selber ausgesucht. Nennt sich freier Wille...  Jesus wurde nicht ermordet, er ist freiwillig dort hingegangen.

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Es stand bereits so geschrieben, er wäre unter allen Umständen gekreuzigt worden.

hi,

wenn Jesus nicht gestorben wäre, hätte er für uns das lange angekündigte Opfer nicht gebracht.

Dieses Opfer eines vollkommenen Menschen war nötig, weil Adam als vollkommener Mensch gesündigt hatte

Die Opfervorschriften für das Volk der Israeliten waren daher eine "Vorschattung" dieses Opfers, das Jesus durch seinen Tod geben mußte.

Wir können dadurch in einen "relativ gerechten Stand" vor unseren Schöpfer kommen.

Jesus ist damit unser "Fürsprecher" geworden.

So richten wir auch Gebete durch ihn an den Schöpfer.

Jesus wurde nicht gekreuzigt. Er wurde von Gott gerettet. Gott lässt seinen Gesandten nicht auf so eine Art sterben. Gruß

Quatsch mit Soße! Gott hat sich für drei Stunden sogar von seinem Sohn (!) Jesus abgewendet, weil Jesus in diesen Stunden unser aller Sünden trug (auch deine!), quasi zur Sünde gemacht wurde, und Gott kann die Sünde nicht ansehen. Jesus musste sterben (und das freiwillig!), damit die Menschen gerettet werden können, wieder Zugang zu Gott bekommen.

Lieber Bibel statt Koran lesen. ;-)

LG Kessy

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Das hätte einfach keinen unterschied gemacht. Verbrennen oder einfaches hängen hätte es bestimmt auch getahn aber die Römer immer mit ihrer Extravagans...

Nicht gans, ...ganz, :)

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Seit 2000 Jahren Frieden auf Erden

Frieden auf Erden? In welcher Realität?

Es hilft, sich mal mit der Historie des Christentums in den letzten 2000 Jahren zu beschäftigen. Frieden kommt da eher nur in homöopatischen Mengen vor und wenn Kriege geführt wurden, dann in der Regel aufgrund des Glaubens oder mit dem Glauben als Rechtfertigung.

Tip: "Die Kriminalgeschichte des Christentums" von Karlheinz-Deschner.

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@joangf

Du hättest dann recht, wenn Du deine Meinung mit Tatsachen untermauern könntest. Nimm mal die schlimmsten Kriege der letzten 100 Jahre. Welche stimmten mit deiner Behauptung überein, dass sie "...in der Regel aufgrund des Glaubens oder mit dem Glauben als Rechtfertigung" geführt wurden. 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Korea-Krieg, Vietnam-Krieg usw.

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@joangf

Wo sind die Beweise für deine Behauptung? Schau nur einmal die vergangenen 100 Jahre an. Die schlimmsten Kriege, welche man sich denken kann. Kein einziger dieser Kriege wurde als Glaubensgründen oder mit Glauben als Rechtfertigung geführt.

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lies die frage

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Ach Unfug. Die Kirche war aktiv immer mit dabei. Die letzten beiden Kriege die Deutschland verbockt hat waren keine Glaubenskriege on dem Sinne aber die Kirchen sind jetzt auch nicht sonderlich friedensstiftend aufgetreten. Bei Millionen Toten ein echter Mangel. Pfaffen haben für den Sieg gebetet und Waffen geweiht. Gleiche Kirche aber Kriegsgegner.Wer weiss wenn man Jesus nicht gekreuzigt hätte vielleicht wäre Maria zur Tempelhure gemacht wurden und man würde Sonntags nicht in die Kirche sondern ins Bordell pilgern. Alles möglich und alles total ohne Belang.

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Diese Frage hört in den Bereich der Spekulation...

Bereits im Alten Testament wurde Jahrhunderte vor Jesu Geburt prophezeit, dass der kommende Messias (Jesus Christus) leiden und sterben wird:

"Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden" (Jesaja 53,5).

"Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen [Sohn], und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen" (Sacharja 12,10).

Gottes Plan geht immer auf.

Wichtig ist das du es glaubst. Und das finde ich auch OK.

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