Aus welchen Orten entstanden im Mittelalter Städte?

7 Antworten

Da gibt es ein paar Faktoren, die auf jeden Fall günstig für die Entstehung größerer Siedlungen waren:

  • Ressourcen wie Wasser, fruchtbarer Boden, Rohstoffe in erreichbarer Nähe (Holz, Dinge die Handwerker, etc. benötigen, Bergbau)
  • gute Verteidigungsmöglichkeiten, sei es aufgrund günstigen Terrains oder weil zB. bereits eine Burg oder Garnison vorhanden ist, um die herum sich eine Stadt entwickeln kann.
  • Reise- bzw. Handelsrouten, Flüsse, Flußmündungen, Landstraßen, Kreuzungen, Engstellen, Gebirgspässe; Reisende bringen immer Geld, wg. Steuern und Zöllen, aber auch weil sie Güter für die Reise kaufen oder Waren auf einem Markt umschlagen. Auch der Informationsgewinn in so einer Lage ist wichtig.
  • Küstenbereiche, die es erlauben, einen Hafen anzulegen.
  • Weil der örtliche Fürst das so verfügt. Wenn z.B Markt- oder Stadtrecht verliehen (oder entzogen) wird, um einen Ortschaft zu fördern.

Diese Faktoren können, müssen aber nicht dafür sorgen, dass eine Ortschaft eine erfolgreiche Stadt wird. Dies kann sich auch im Laufe der Geschichte ändern, weil z.B. die Bedeutung eines bestimmten Handwerkszweiges schwindet und die Lage in der Nähe eines bestimmten Rohstoffs nicht mehr bedeutsam ist. Oder der Herrscher verlegt seine Residenz. Warum heute an einer Stelle eine Millionenstadt und an der anderen nur ein Dorf ist von vielem abhängig, was sich auch nicht unbedingt vorhersagen läßt. Manchmal hat eine Gegend auch einfach Glück...

Die meisten Städte liegen an Handelswegen, hierbei ist es egal ob über Land, am Fluss oder an der Küste. Wichtig waren hierbei auch Furten (sieht man in den Namen vieler Orte, wie Frankfurt, Ochsenfurt) oder Brücken (Osnabrück, Bersenbrück), die als Engstellen den Verkehr auf sich zogen. Manchmal wurden solche Stellen gesondert geschaffen, um Handelswege und damit mögliche Zolleinnahmen zu verlagern (z. B. München gegen Freising). Einige der Stadtgründungen des 12. Jahrhunderts scheiterten, da die erhoffte Verlagerung von Handelsrouten ausblieb. Meistens blieben diese Orte aber als regionale Siedlungszentren bestehen.

Es war wichtig dass es dort viele Rohstoffe gab für die eigene Ernährung (Wälder und Flüsse)aber auch für den Bau der Häuser

Des Weiteren topografisch so gelegen für den Handel mit anderen Städten und Ländern (Handelsrouten)

Außerdem war der Standort wichtig auch für die Verteidigung (wie Burgen auf höheren Bergen um Feinde eher zu sehen)

Dazu gehört auch dass die Städte vll nicht unbedingt direkt im Grenzbereich zu benachbarten verfeindeten Ländern lagen.

--> zusammengefasst heißt das, das Menschen da Städte bauten wo sie einen Vorteil hatten.

(Nicht nur Burgen, Verkehrswege sondern auch Klöster kamen in Betracht)

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