was waren die wichtigsten Aufstände der Gallier gegen Caesar?

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4 Antworten

Ein »Aufstand« ist genaugenommen eine Erhebung von Stämmen, die schon unter die Herrschaft gebracht worden sind. Der Kampf Caesars gegen die Stämme der Belger (Belgae) 57 v. Chr. betraf Völker, die sich gegen Unterwerfungs- und Eroberungsabsichten Caesars verbündet hatten und bisher unabhängig waren.

wichtigste Aufstände:

1) Aufstand vieler gallische Völker/Stämme gegen die römische Herrschaft in Gallien 52 v. Chr., angeführt von Vercingetorix aus dem Volk/Stamm der Averner (Averni) als Oberbefehlshaber

Fast alle gallischen Stämme waren am Aufstand beteiligt. Nur die Remer (Remi) und die Lingonen (Lingones) schlossen sich nicht an, die Treverer (Treveri) waren durch Kämpfe gegen Germanen gebunden und konnten sich nicht daher beteiligen. Vercingetorix versuchte eine klug überlegte Strategie, den Römern die Versorgung zu nehmen. Dazu gehörte, auch eigene Felder und Dörfer niederzubrennen, die nicht gut verteidigt werden konnten. Diese Strategie brachte die Römer in einige Schwierigkeiten. Ein bedeutender militärischer Erfolg war die Abwehr eines römischen Angriffs auf die Bergfestung Gergovia. Nach Caesars Angaben (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de bello Gallico 7, 44 - 51) verloren die Römer dabei fast 700 Soldaten, darunter 46 Zenturionen (centuriones). Die Gallier wurden schließlich in der Schlacht um Alesia entscheidend besiegt (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de bello Gallico 7, 68 - 89). Die Römer hatten allerdings schwere Kämpfe zu bestehen, als ein gallisches Entsatzheer zur Hilfe für die belagerten Gallier herankam und der römische Belagerungsring zugleich von innen und außen bestürmt wurde.

2) Aufstand der Eburonen und dann auch der Nervier und Atuaken 54 v. Chr.

Der Aufstand hatte einen bedeutenden Erfolg durch Herauslocken römischer Legionen aus ihrem Winterlager durch List und Überraschungsangriff während des Marsches. Den Eburonen unter Ambiorix, gelang es, die Römer durch einen List aus ihrem befestigten Lager zu locken und den im einem Talkessel langgestreckten Heereszug anzugreifen und zu besiegen. Ambiorix, zusammen mit Catuvolcus König der Eburonen (Eburones), war Anführer eines Aufstandes, der den Römern 54/53 v. Chr. die verheerendste Niederlage des Gallischen Krieges zufügte. 15 neu ausgehobene römische Kohorten (= 1 ½ Legionen) waren unter den Legaten (Unterfeldherren) Lucius Aurunculus Cotta und Quintus Titurius Sabinus bei dem Ort Atuatuca im Gebiet der Eburonen im Winterlager stationiert. Listig wurden die Römer mit Hilfe von Reden über angebliche Bedrohung dazu gebracht, ihr Lager zu verlassen, um zu einem anderen römischen Lager zu marschieren. Auf dem Marsch wurden sie von Eburonen, Nerviern und Aduatukern (Aduatuci) angegriffen. Die römischen Trppen wurden vernichtet, nur sehr wenige Römer konnten sich duch Wälder bis zu einem anderem römischen Lager retten (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de bello Gallico 5, 24 – 37). Ein von Quintus Tullius Cicero befehligtes römisches Lager im Gebiet der Nervier wurde stark bedrängt, nachdem ein listiges Verleiten der Römer zum Wegrmarsch nicht gelungen war. Erst ein Erscheinen Caesars mit herbeigeholten römischen Truppen wendete die Lage (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de bello Gallico 5, 38 – 51).

3) Aufstand der gallischen Stämme der Seeküste/Meeresküste im Nordwesten mit führender Rolle der Veneter 56 v. Chr.


Als Caesar ein Unternehmen nach Britannien plante, kam es 56 v. Chr. zu einem Aufstand der gallischen Stämme der Seeküste/Meeresküste im Nordwesten (Gebiet der heutigen Bretagne und Normandie). Die Veneter (Veneti) hatten dabei durch ihre Schiffe und geschickte Verteidigung eine führende Rolle (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de bello Gallico 3, 17 – 19).

Es gab weitere Aufstände, z. B. der Trever (Treveri) und der Carnuten (Carnutes).

Nachdem 51 v. Chr. noch ein paar gallische Völker/Stämme besiegt (darunter die sich erhebenden Bellovaker (Bellovaci) worden waren und dabei Uxellodunum, ein Ort der Cadurci in Aquitanien erobert worden war (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de bello Gallico 8, 32 – 44 [Verfasser: Aulus Hirtius]), war offener militärischer Widerstand der Gallier niedergeschlagen.

ein sehr neues Buch zum Thema mit Hinweisen auf weitere Literatur:

Markus Schauer, Der Gallische Krieg : Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk. 2., durchgesehene Auflage. München : Beck, 2017. ISBN 978-3-406-68743-3

Ich denke, das waren die Schlachten von Vercingetorix. Und natürlich die Schlachten des kleinen gallischen Dorfes.

Das waren die Aufstände von Asterix, Obelix, Idefix und eben dem ganzen kleinen gallischen Dorf das bis heute Widerstand leistet. Mittlerweile sind dort die NATO Truppen stationiert. Aber auch am Zaubertrank wurde ziemlich gefroscht und deshalb sind die Nachkommen Asterkrass und Obekrass bis heute ungeschlagen...

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