Was waren die Motive der Kirche, Juristen, Nachbarn und irrationale Motive die in der Glaubenslehre des Mittelalters wurzeln beim hexenwahn?

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6 Antworten

Hallo AnnaBrauchtEuch

Durch puren Dogmatismus und die Angst vor Machtverlust bremsten die Religionen im Mittelalter fast vollständig und leiteten sogar in einigen Bereichen einen klaren Rückschritt ein (Städte-, Straßenbau, Wasserwirtschaft, Heilkunde), aber sie versuchen das bei manchen Fragen auch heute noch!

Dazu kannst du mal den folgenden Link lesen, in dem auch auf das Mittelalter eingegangen wird:

https://www.gutefrage.net/frage/bremsen-religionen-die-wissenschaft?foundIn#answer-form

Gruß


Danke für das Sternchen

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Durch den Volksaberglauben lastete auf  den Verantwortlichen ein ziemlicher Druck - wenn die dem Volk nicht nachgegeben hätten, die wären gelyncht worden. Die Obrigkeiten wollten diese Hexenverbrennungen zum Teil nicht - aber die äußeren Umstände zwangen sie manchmal dazu. 

Bei den Hexenprozessen in Bamberg im 17. Jahrhundert hat sich der Fürstbischof bereichert - das war manchmal auch ein Motiv.

LA

Bemerkenswert wie fest die protestantischen Insurgenten diese Mythen der Geschichtsverdrehung in der Bildung einzuhämmern versuchen.

Ich zitiere:

Als Hexenverfolgung bezeichnet man das Aufspüren, Festnehmen, Foltern und Bestrafen (insbesondere die Hinrichtung) von Personen, von denen geglaubt wird, sie praktizierten Zauberei bzw. stünden mit dem Teufel im Bunde. In Mitteleuropa fand sie vor allem während der Frühen Neuzeit statt. 

Die weit verbreitete Meinung, Hexenverfolgungen seien hauptsächlich eine Erscheinung des Mittelalters gewesen, ist ebenso falsch wie die Meinung, die großen Wellen neuzeitlicher Hexenverfolgung seien vorrangig von der kirchlichen Inquisition angestrebt oder ausgeführt worden.Die vorchristlichen Germanen kannten die Verbrennung von Schadenzauberern seit frühester Zeit. Im karolingischen Frühmittelalter gab es jedoch keine Hexenverfolgung.Die ersten Belege für den deutschen Begriff „Hexe“ finden sich, wie Oliver Landolt zeigen konnte, in den Frevelbüchern der Stadt Schaffhausen aus dem späten 14. Jahrhundert. In Luzern erscheint der Begriff erstmals zwischen 1402 und 1419..

Quelle Wikipedia.

Dich immer und mmer wieder geistert die Behauptung herum die Hexenverfolgung wäre ein mittelalterliches Phänomen. Die protestantische Dämonisierung des Mittelalters wurzelt in dem grössten der europäischen Bürgerkriege und dem protestantischen Umsturz in Europa. Die Sieger versuchen nachhaltig bis heute die Geschichte umzuschreiben. Das tatsächliche Mittelalter sah ganz anders as als das Bild von den "Dark Ages" das uns verkauft wird. Das Mittelalter war viel toleranter, vielfältiger und multikultureller als das plumpe Propagandabild das die Sieger gemalt haben.

Die "Glaubenslehre des Mittelalters" hat mit der Hexenverfolgung herzlich wenig zu tun. Es waren die "Glaubens"lehren der Neuzeit, des Protestantismus, der wesentlich intoleranter war(und ist, auch wenn die Schäfchen heute das nie analysieren, weil sie ein vorgefertigtes Produkt schlucken), die Lehren des aufkommenden Rechtspositivismus und die Ziele der Verfolgung der Andersdenkenden zur Festigung ihrer neuen Macht durch die neuen Herren von Europa, die die Grundlage boten für die Hexenverfolgung.

Wahrscheinlich das wichtigste, übergeordnete Motiv war die Ausrottung der im Mittelalter tolerierten und praktizierten Lehren, die Stärkung des idelogischen Primats der Kirche um so auch der weltlichen Macht mehr ideologische Kontrolle über die Untertanen zu geben.

Alles andere war das untergeordnete Instrumentarium. Die Geistlichen und die Juristen und die Wutbürger, denen man freie Hand gab.

Ich war dieses Jahr erstmalig auf Island. Und ich habe einige Dinge über die Geschichte gelernt. Der letzte katholische Bischof von Island wurde hingerichtet. Erst danach setzte eine Phase besonders harter Bestrafungen ein.

So wurden Frauen, die die Ehe gebrochen hatten (oder andere Vergehen begangen hatten), in einem Wasserloch bei Thingvellir ertränkt - das war zur katholischen Zeit noch nicht üblich.

Es gab auch Hexenprozesse, allerdings waren von diesen mehr Männer als Frauen betroffen. Das war eine nordische Besonderheit, denn weise Frauen galten im Norden als angesehen (eine "Völva" war so etwas wie eine germanische Prophetin). Ein Mann, der sich mit Zauberei befasste, galt jedoch als besonders verachtenswert, und so fanden auch einige Männer den Tod.

Auch das relativ spät. Das Mittelalter galt sogar als die goldene Zeit Islands, die darauf folgende Zeit (mit starkem Einfluss der dann protestantischen Staaten Norwegen und später Dänemark) brachte einen Niedergang. Die Unabhängig von Dänemark brachte in der modernen Zeit wieder einen Fortschritt.

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1. die meisten Hexenverfolgungen fanden nicht im Mittelalter statt, sondern in der frühen Neuzeit

2. viele Hexenverfolgungen hatten mit der weltlichen (!) Obrigkeit zu tun, und mit dem Willen der einfachen Bevölkerung. Ein Beispiel, welches ich gerne bringe, ist folgendes:

https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Kepler

3. (um einem weiteren Vorurteil vorzubeugen) die Inquisition hatte weniger mit Hexen zu tun, sondern mit Häretikern (Irrlehrern). Galilei war kein "Zauberer", er kam aber wegen seiner wissenschaftlichen Lehren Probleme mit der Inquisition.

Neid, Missgunst, Machtgefühle, Gier, Eifersucht

sorry, aber völlig unverständlich formuliert

ZB was hatte die Kirche als Grund um "Hexen" zu töten und was hatten die Juristen als Grund Usw.

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