was waren die griechischen götter?

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Bei den klassischen Göttern kann man wohl guten Gewissens davon ausgehen, dass es verkörperungen von Naturgewalten oder Hoffnungen sind: Gewitter, Fruchtbarkeit, Frieden usw.

Um nicht völlig den Gewalten ausgeliefert zu sein, hat man versucht, Einfluss auf sie zu nehmen, indem man sie anflehte (betete) und ihnen Opferte (also Geschenke darbrachte). Dass die Götter Menschengestaltig waren, liegt sicher daran, dass man den Menschen als höchstes Wesen ansah, mit besonderen Fähigkeiten was denken und handeln betrifft.

Was die Helden angeht könnten manche Mythen tatsächlich auf sehr sehr alte Geschichten von besonderen Abenteurern zurückgehen, die im Laufe der Zeit ausgeschmückt wurden und dann im denken der Menschen zu Halbgöttern wurden, weil sie Sachen gemacht haben, die ein normaler Mensch nicht vollbringen kann.

Im übrigen wurden auch in historischer Zeit noch Menschen zu Göttern erklärt (in Rom/Griechenland meist, wenn sie tot waren). Für die Griechen war Grenze zwischen Göttern und Menschen durchlässig - nicht wie sich das andere Religionen vorstellen.

ich beziehe mich jetzt nochmal auf achilleus. er soll ein halbgott gewesen sein, da er der sohn der göttin thetis war. gab es ihn denn nun wirklich? hat er wirklich im trojanischen krieg gekämpft und hektor besiegt? wenn ja, war er, denke ich, einfach nur ein besonders begabter und guter kämpfer, was in den augen der anderen teilnehmer sehr beeindruckend war. aber wie kann er denn der sohn von thetis sein, wenn es sie wohl gar nicht gab, sondern nur die vorstellung der menschen ist. oder gab es achilleus gar nicht? und wenn ja, wer war seine mutter?

oder odysseus? ist er wirklich jahrelang von zu hause weg gewesen und durcj die bekannte welt gesegelt und hat "abenteuer" erlebt?

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@Fry0604

Jede Geschichte kann einen wahren Kern haben, aber man muss nicht immer alles 1:1 für wahr halten.

Was Achilles und Odysseus betrifft - die Odyssee und Ilias sind sehr alt. Man nimmt an, sie wurden im 8. Jh v. Chr. aufgeschrieben und sie geben einen Krieg aus dem 12. oder 13. Jh v. Chr. wieder - es ist wahrscheinlich, dass es diesen Krieg gegeben hat und auch, dass es herausragende Krieger und Könige gegeben hat, die vielleicht sogar so hießen (Achilles, Agamemnon usw.). Außerdem: warum sollte nicht ein Grieche auf der Heimreise Schiffbruch erleiden in einem fremden Land und dort Dinge erleben, die er nicht versteht (Odysseus). Wenn du jetzt wirklich fragst, ob es Kinder von Götter waren, da kann ich nur sagen: wer weiß das schon. Das kann jeder halten wie er will, aber jeder aufgeklärte Mensch wird dir sagen: es gab keine Götter und das Prädikat Halbgott soll die Helden nur in eine höhere Sphäre rücken.

Was die beiden Werke betrifft (Odyssee & Ilias) - weil sie die ältesten Teile abendländischer Literatur sind, weiß man so wenig über sie. In wiefern ihr Inhalt realistisch ist, kann niemand mehr sagen.

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@Lockenzaehler

ok, das hilft mir erstmal weiter! obwohl man sicherlich noch viel drüber spekulieren könnte...

danke

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Zuerst mal ganz simpel, Götter sind Götter, also die Mehrzahl von Gott. Wenn du zum Beispiel katholisch bist, hast du dich dann auch schon gefragt, was ein Gott ist? Ich denke die Meisten haben das nicht getan. Für mich sind die griechischen Götter schon sehr Menschenähnlich, doch sie sind unsterblich und sie verkörpern alles, was sich die alten Griechen nicht erklären konnten. Sie wussten nicht, wieso es Blitze und Unwetter gibt und zack, entstand der Mythos Zeus und so versuchten sie sich alles zu erklären.

Gefallene Engel, vgl. das Äthiopische Henochbuch Kap 6-10 mit Bibelstelle 1 Mose 6,1-8

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