Was waren die Ängste und der Glauben der Menschen im ausgehenden Mittelalter?

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7 Antworten

Was sehr wichtig ist in dieser zeit der "ordo"-Gedanke der aussagt dass Gottes Schöpfungen (also Mensch oder die ganze Erde) in einer festgelegten Ordnung ist, denn jeder Mensch hat schon eins für ihn vorbestimmtes Schicksal oder stand in der Gesellschaft an dem man nicht ändern kann. Doch gegen Ende des Mittelalters erforschte man mehr die Welt und man erkannte ja dass die Erde nicht mehr im Zentrum des Universums ist wodurch man daran nicht mehr so glaubte und man seine eigenen Interessen verfolgte wodurch es zu reformationen der Kirche kam ...

Man glaubte daran dass es übernatürliche Kräfte gibt die in die menschliche Welt eingreifen man könnte nur nicht unterscheiden welche es sind ( gott oder Teufel)
Man versuchte natürlich dem Teufel fern zu bleiben

dankeschön :)))

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Die schlimmsten Ängste waren die vor der Hölle oder dem Fegfeuer. Damit hat die Kirche damals bestimmte Ziele erreicht. Sie sind aber keine urchristlichen Werte und stammen schon gar nicht von Jesus. Mit anderen Worten, es handelt sich um einen religiösen Betrug der Kirche. Die wird das allerdings nicht akzeptieren, weil diese Kirche sich als alleinseligmachend und unfehlbar in Lehrfragen hält.

Der Glaube bezog sich im Wesentlichen auf die von der Kirche gelehrten Grundsätze, die aber nur von der Kanzel verkündigt wurden. Deshalb waren sie von Vielen nicht überprüfbar (mangelhafte Lesefähigkeit). Seltsamer Weise lehnte es die Kirche ab, dass die Bibel von allen gelesen und verstanden werden konnte. So konnte sie viele heidnische Lehren übernehmen, ohne dass das die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt gemerkt hätte. Dazu gehört neben den o.a. unter anderem die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, die Veränderung der 10 Gebote mit Änderung des biblischen Ruhetages vom Sabbat (Sonnabend) in den Sonntag - angeblich als Erinnerungstag für die Auferstehung -. Gott hat die Kirche dazu nicht autorisiert. Deshalb hat sie sich auf verschiedenen Konsilien und durch das Unfehlbarkeitsdogma selbst dazu autorisiert. Natürlich war es der Kirche recht, dass viele heidnische Glaubenselemente noch in den Hirnen umherwanderten. Nachweisen kann man das aber eher nicht, weil dass nicht offenbar werden sollte. Es ist verwunderlich, dass das Unfehlbarkeitsdogma erst im 20. Jahrhundert konstatiert wurde, ob wohl es dem Inhalt nach mittelalterlich ist.

Ein besonderes Problem ist, dass man das "ausgehende Mittelalter" nicht genau datieren kann. Die Reformation begann ja schon im 15. Jahrhundert.

Allerdings konnte sie sich nicht gut durchsetzen, denn sie wurde - zum Teil mit grausamer Gewalt - unterdrückt. Und davor hatten diejenigen natürlich Angst, die von dieser "politisch-religiösen" Machtpolitik wussten.

Auch der Hexenwahn war nicht ausgerottet und diente als Druckmittel. Man hätte ja klar erklären können, dass das alles Unsinn ist, aber Angst lässt Menschen gefügig werden.

Ob Du damit Erfolg hast, hängt davon ab, welche Meinung der Lehrer(in) vertritt. Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen, und die können sogar heute noch repressiv sein.

- In die Hölle zu kommen

- Willkür des Landesherren z.B. ungerechtfertigte Strafen, Folter, Hinrichtung

- Wetterkatastrophen und damit verbundene Missernten und Hungersnöte

- Pest und andere Seuchen

- Krieg

- Angst vor dem Übernatürlichen: Hexen Dämonen Geister, Untote, Aberglauben war weitverbreitet

vielen lieben dank :)

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