Was war hier passiert?

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4 Antworten

Liebe Douschka,

Ach, es wäre manches Mal gut wenn uns solcherlei Erfahrungen und auch Leid erspart bleiben würden.....

Bisher hatte ich noch keines Mal bei einem meiner so schweren Herzens losgelassenen Hunden eine derartige Entdeckung machen müssen.

Aber noch Schlimmer: Es bilden sich durch den Prozeß der Zersetzung von Gewebe Flüssigkeiten. Solches mußte ich bisher noch nie bei einem gestorbenen Hund, dafür aber bei noch lebenden Hunden beobachten..

Im Fall von Krebs im Endstadium und Metastasen in der Lunge bei meinem ersten Hund, welchen ich viel zu spät "los gelassen" habe und zum Einschläfern brachte, weil ich zu feige war mein eigenes Bedürfnis aufzugeben.

Das sollte mir niemals wieder passieren habe ich mir geschworen. Im zweiten Fall betraf es eine gerade eben erst übernommene Hündin die beim Vorbesitzer sozusagen verhungerte. Auch hier wollten wir das Mädel nicht einfach los lassen. Aber es war keine Krebserkrankung - wir haben die Verantwortung übernommen und wir haben 8 Lebensjahre gewonnen.

Es kommt also immer darauf an was für eine Erkrankung die Ursache des Sterbens war. Es ist bei jedem Hund immer wieder so schwer und immer wieder anders....

Fühl dich getröstet, der Körper deines geliebten Hundes ist nur noch eine Hülle, sein Leben ist nun ganz woanders, aber für immer neben dir. Run free, Timo

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Kommentar von michi57319
15.01.2016, 17:03

Mir schossen gerade wieder die Tränen in die Augen, als ich das Bild gesehen habe. Genau das ist der Grund, warum ich Aisha habe kremieren lassen. Es abstrahiert und macht es damit für mich leichter. Ich hätte diese Stelle im Garten niemals wieder betreten können, mit solche einer figürlichen Vorstellung im Kopf.

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Ach liebe douschka :-(

Als wir Aisha gehen lassen mußten, wurde sie gegen 16:30 Uhr am nachmittag eingeschläfert. Wir haben bis tief in die Nacht an ihrem Körbchen gesessen, sie gestreichelt und gefühlt, wie sie kalt wurde. Das Licht war gedimmt, wir hatten Kerzen an. Gegen 22 Uhr habe ich ihre Pfote umfasst und war zutiefst erschrocken, als ich ins Nasse gefasst habe. Wir haben Licht angemacht und gesehen, daß sie schon länger aus der Nase tropfte. Unter ihr auf der Decke war schon ein sehr großer Fleck. Vom Tod bis zum Tropfen vergingen also nur sehr wenige Stunden.

Wenn der Blutkreislauf zum Stillstand kommt, fangen die Zersetzungsprozesse quasi direkt an. An Geweben, die in der Peripherie liegen (Nasen-Rachen-Raum z.B.) geht das sehr schnell. Die Gewebe verlieren ihre Festigkeit und durch den Stillstand des Kreislaufs verlieren die Gewebe dann auch die gebundene Flüssigkeit. Das ist also so was ähnliches wie Wundwasser. Seröse Flüssigkeit, vermischt mit Blut.

Ich kann dir sagen, daß sowohl meine Tierärztin, als auch der Bestatter bestätigt haben, daß es immer so ist. Egal, woran die Tiere gestorben sind.

Ich denke jedoch, daß es bei Hunden, die eine Krebserkrankung hatten, schneller geht. Was du beschreibst, deckt sich ja nicht nur mit meiner Erfahrung, sondern auch mit denen anderer Betroffener.



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Kommentar von douschka
16.01.2016, 02:23

Danke. Ich weiß ja was nach dem Tod passiert. Wie geschrieben, war es bei meinem Tyras (erster Doggerich) ähnlich, aber nicht so heftig. Bei meinen anderen Hunden, die über 12 Stunden nach dem Einschläfern oder natürlichen Ableben lagen gab es keine solche Austritte. Auch bei anderen Tieren (Rinder, Schweine oder Pferde) habe ich bis zur Abholung nicht derartigen Austritt erlebt, und diese Tiere lagen oft tagelang da. Gerade das gibt mir zu denken. Sehe Masse, Untergrund aber keinen Vergleich. Es muss mit seiner schweren Erkrankung zu tun haben. Oh Gott, was hat der Bursche ausgehalten. 

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Also hier nochmal nachträglich mein Beileid.

Unser Alano war auch noch zwei Tage nach der Euthanasie auf seinem Platz, er blutete ebenfalls aus Fang und Nase.

Das ist natürlich unschön anzusehen, da man ja sowieso total neben sich steht in solch einer Situation.

Meine Tierärztin hat mir erklärt, dass das wohl an den Metastasen lag, die er wohl schon länger hatte. (Er wurde 17 Jahre, wurde eingeschläfert wegen einem akuten Hüftleiden und hat aber die letzten 3-4 Monate brutal abgenommen).

Was hatte denn dein Doggerich, wenn ich fragen darf?

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Kommentar von douschka
16.01.2016, 01:39

Vielen Dank für Deine Anteilnahme. Mein Doggerich hatte Lymphdrüsenkrebs und war bereits 10,5 Jahre alt. Sorry, mir fällt es schwer darüber zu schreiben.

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Mit dem Tod ist es bei Tieren ähnlich wie beim Menschen. Es tritt im Laufe der Zeit nach dem Tod eine Leichenstarre ein, die sich dann aber wieder löst. Auch Muskeln erschlaffen im Laufe der Zeit, sodass so einiges entsprechend allmählich zum Vorschein kommen kann. Das ist völlig normal. Was das Blut oder Blutgemisch angeht, so kann dies verschiedene Ursachen haben. Um Klarheit zu bekommen, solltest Du den Tierarzt befragen, der den verstorbenen Hund abgeholt hat. Im Übrigen ist die Bezeichnung für einen männlichen Hund "Rüde".

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Kommentar von Frauchen2013
14.01.2016, 13:28

Ich glaube die Fragestellerin weiß, das ein männlicher Hund "Rüde" heißt. Schon mal was von Kosenamen für Hunde gehört? Im Übrigen wurde der Hund nicht vom Tierarzt abgeholt ...

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