Was wäre wenn man Religion abschaffen würde?

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Christian vom gutefrage.net-Support

41 Antworten

Probleme entstehen nicht (in erster Linie) durch Religionen, sondern Religionen entstehen durch "Probleme" - im weitesten Sinn.

Warum "erschafft" sich ein immanentes denkendes Wesen ein transzendetes Gegenüber? Weil nur so die Kontingenzerfahrungen (Tod, unnötiges Leid, "Hiob-Erfahrungen") sinngebend in die Lebenserfahrungen eingebunden werden können.

Oft werden Religionen als Kontingenzbewältigungsmöglichkeit angesehen - allerdings gibt es auch Forscher (Michael Schramm z.B.), die Religion erst als Kontingenzeröffnung ansehen: Erst die Religion schafft die Probleme, die durch sie gelöst werden können. Der These stehe ich allerdings sehr kritisch gegenüber.

religionen sind die speziellen möglichkeiten des menschen, sich selbst, die eigene existenz und die existenz alles anderen um ihn her durch die existenz eines oder mehrerer götter zu erklären und zu begreifen. und so lange es menschen gibt, so lange wird der mensch versuchen, sich selbst und seine umwelt zu begreifen. und so lange wird es auch immer differenzen in den anschauungsweisen der menschen geben. da ist nix mit verbieten.

Genau nicht zuletzt biete Religion die Möglichkeit sich in einem Kontext zu verstehen und zu begreifen. Schöne Antwort DH

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Hallo Hoodlum,

ich kann deine Frage grundsätzlich nachvollziehen, denn viele schlimme Kriege und andere Greuel waren und sind religiös motiviert. Aber nicht die Religion ist das Problem, sondern wenn sie von Menschen als Instrument benutzt wird, bzw. um Macht über andere oder Reichtum zu erlangen. Wenn eine bestimmte Idelogie dahinter steckt, wird es auch gefährlich, nämlich immer dann, wenn man sie für die einzig richtige hält und daher alles andere meint. bekämpfen zu müssen. Das Problem ist also menschengemacht. Man kann ja auch nicht das Essen verbieten, weil sich einige Menschen höchst ungesund ernähren.
Ich denke, dass man Religion überpaupt nicht nicht abschaffen kann, selbst wenn man wölte. Jeder Mensche ist religiös. Denn religiös bedeutet für mich, z.B. das ich mich in Beziehung zu meinem Schöpfer setze. Und selbst wenn ich verneine, dass es Gott gibt, bin ich doch letztlich auf der Suche nach Sinn, dem Sinn meines Lebens. Das ist für mich religiös. Denn dann suche ich nach mehr, ich will nicht nur exisitieren, atmen, schlafen, arbeiten etc., sondern ich suche nach Sinn, nach ewigem Leben. Und das ist in jedem Menschen grundgelegt. Daher kann man Religion überpaumt nicht abschaffen, sonst müsste man die Menschen abschaffen..

Wogegen man sich friedlich stellen kann, soll, vielleicht sogar muss, ist jedwede Form von Radikalismus. Ich kann keinem anderen vorschreiben, wass er zu glauben hat. Ich darf ihn auch nicht verurteilen, bekämpfen, auf ihn herabsehen, weil er nicht meinen Glauben teilt. Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt und jeder kann nur seinen Weg suchen,nicht den, eines anderen. Daher kann man nur versuchen, jedem Menschen und seiner Religiosität Achtung entgegen zu bringen. Da wir alle von einem Gott abstammen, würde uns das als Menschen nicht entzweien, sondern es würde eine Vielfalt geben, ein Nebeneinander und als Ziel irgendwann ein Miteinander. Einheit in Vielfalt also. Das wäre mein Traum. Und dazu kann ich nur für mich sehen, was ich dazubeitragen will und kann. Zwang ist jedenfalls nicht hilfreich.

Ich bin für Religion nur in den eigenen vier Wänden, aber nicht auf der Strasse, da sollten auch alle nur die Heimische Sprache sprechen. Ich kann ja nicht ein Dutzend von Sprachen auf einmal lernen in meinem Land und meine Sprache geht unter, weil eine Gruppe meint das gehört nun zu der Deutschensprache wie Türkisch. Das finde ich unverschämt, es leben ja auch Asiaten und Südamerikaner hier. Die das auch nicht verlangen wie Menschen aus Afrika die sehr zuvorkommend und Höflich sind, sich anpassen können und lernfähig sind . In einem Fremden Land bin ich nach 6 Monaten oder 4 Wochen wieder weg, gewöhne mich aber vorher der Kultur an. Bleibe aber nicht 40 Jahre, obwohl mir nur 2 Jahre zugesagt wurden. Und kann immer noch kein Deutsch AMEN

Pro: Weniger Kriege, weniger Konflikte, weniger Fanatisten

Contra: Viele Menschen ziehen Kraft und Hoffnung für ihr Leben aus ihrer Religion. Die Gebote, bzw die Geschichten zu guten und bösen Taten und den daraus entstehenden Konsequenzen sind eigentlich auch ganz sinnvoll.. Können aber meiner Meinung nach durchaus durchs normale Gesetz und halt durch Märchen, Fabeln etc ersetzt werden ;)

UND beim Contra sowieso wichtig: bin sehr für den Paragraphen im Grundgesetz der die freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit sicherstellt, kurz gesagt; gegens "verbieten" von Religionen wär ich sowieso

weniger Fanatiker? Was ist mit den ganzen kommunistischen Diktatoren?

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@Wolpertinger

WENIGER.

ich habe nicht gesagt, dass alle Fanatiker verschwinden ;)

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@Miauze

Legen diese Religiösen Fanatiker, die Bibel oder den Koran nicht einfach nur falsch aus?

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@Wolpertinger

Gibt es denn ein richtig oder falsch,wenn man etwas auslegt? (das soll jetzt um gotteswillen nicht heißen, dass ich religiösen fanatismus in irgendeiner Form gutheiße!) Mit religiösen Fanatikern meinte ich in meinem Falle jetzt eigentlich weniger die, die dem Christentum oder dem Islam anhängen, da gibt es natürlich auch Fanatiker, aber ich dachte doch eher an gewisse Sekten.

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@Miauze

OK, ich für mich würde die Auslegung von Religion oder Glauben dann als falsch beschreiben, wenn sie dazu dient andere Menschen zu manipulieren, unter Druck zu setzen...so wie es viele Sekten machen, oder wenn Sie dazu genutzt wird einen Krieg an zu zetteln oder Menschen zu unterdrücken.

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@Miauze

Dann wird Religion "mißbraucht". Wolpi, ich tät Dir jetzt gerne einen Daumen geben...

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@Maienblume

ja das ist so, religion wird überall missbraucht.

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@Hoodlum

Nicht nur Religion = / Wie war das? "Der Mensch ist dem Menschen sein Wolf" oder so ähnlich?

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