Was wäre, wenn es die Deutsche Mark wieder gäbe?

10 Antworten

Wenn der Geldwert der DM steigen würde und der Euro rückläufig ist, der Verdienst beibehalten werden muss/wird und die derzeitigen Preise auch, könnte eine Währungsänderung zur DM wohl kaum etwas bringen. Irgendwie träumen manche Menschen einen Traum der Vergangenheit, der jedoch keine Zukunft hätte. Das ewige Gerede um die Währungsänderung zur DM würde gleichermaßen eine Abschottung zu Europa bedeuten, was, wie wir in England sehen, die ihre Währung beibehielten, im wirtschaftlichem Chaos enden würde, weshalb auch die Abschottung von Europa eine Irrrsinsreise für England werden könnte. 

Aber ich habe bereits, seit Beginn, die Befürchtung, dass manche Leute genau darauf hinsteuern wollen, um etwas ganz anderes schaffen zu können, dass uns erst richtig in ein Chaos stürzen lässt. 

Die Grenzen sind nun offen, auch für einen regen Handel und es liegt an jedem einzelnen Wesen, was es daraus macht. Irgendwie glaube ich inzwischen, dass, egal was getan wird, es sowieso das Falsche ist. 

Wir gehen der Zukunft entgegen mit den Gedanken der ewig Gestrigen, was zwar einen gewissen Reiz hätte, jedoch auch ein schlimmes Ende beinhalten könnte, für uns alle, also für unser Volk, dass gerade dabei war sich wieder zu etablieren . 

Auf das Wie kommt es an, wohl kaum auf das Warum der ewig Gestrigen. Hüten wir uns davor unser Image und damit unser Gesicht zu verlieren. Es wird kein Nächstesmal geben.

Ich persönlich teiile einige Gedanken der Gestrigen, jedoch bin ich der Auffassung, das Wie, wohl kaum die Grobheit, bewahrt uns vor weiteren Schäden. Das Gestrige hatte bereits mehrmals versagt und wir hatten Mühe uns wieder aufzubauen, weshalb ein verändertes Wie nur in Frage kommen wird.

Der Aufbau Europas ist bereits viel zu weit fortgeschritten, als dass der Abbau ohne Totalverlusst abgehen würde.

Insbesondere würde der Arbeitsmarkt darunter leiden, weil die Hoffnung auf ein 2:1 eher als Letztes stirbt, dafür jedoch endgültig.

Mag jeder entscheiden, wie er mag und/aber auch  die Konsequenzen dabei verinnerlichen

Liebe Grüße 

Diese Frage kann man in allen Teilen vergessen, weil irrelevant. Die Sehnsucht nach der Deutschen Mark ist eine falsche, rückwärtsgewandte, rein verklärende emotionale Haltung und hat mit der Realität nichts zu tun. Ich bin zwar der Meinung, dass DIESES Europa, so bürokratisch (und teuer) und zentralistisch, wie es organisiert ist als Wohlstandsverschiebebahnhof und auch dieser EURO, der eine Zwangsklammer auseinander driftender Wirtschaften sein soll, scheitern werden und je länger gewartet wird, desto teuerer wird es, desto größer die Verwerfungen. Wie lange das noch gut geht, wieviel Zukunft unserer Jugend verpulvert wird (Altersarmut), das kann man nur in der Tendenz darstellen, weil von zuvielen Einzelfaktoren abhängig.

Allerding wüsste ich aus dem Ärmel auch keine Sofortlösung. Die Karre ist schon viel zu tief im Sumpf, als dass wir da noch ungeschoren herauskämen. Eine Rückkehr zur Deutschen Mark würde das nicht verhindern. Das wäre meiner Meinung nach auch ein vorschnelles Ziel, rein emotional aufgebauscht ohne realistischen Plan. Ich wäre erst mal dafür, dass unsere Regierung gezwungen wird, dass die Verträge auch eingehalten werden und kein Land auf Kosten anderer Schulden machen, seine Probleme auf andere abladen kann. Es muss immer noch die freie Entscheidung bleiben, Hilfe zu leisten, solange man dafür auch Erfolge sieht. Doch die Zukunft des Landes in Fässern ohne Boden zu versenken, das sollte Tabu sein. Wenn die Schuldenmacher kein billiges Geld mehr bekommen, um weiter Schulden mit Schulden zu bezahlen, werden sich Lösungen ergeben und es sollten solche angestrebt werden, die nicht das Wohl der Spekulanten erhöhen.

Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass das für die betroffenen Länder harte Zeiten bedeutet. Sie werden das nicht ohne unsere Hilfe schaffen, und ich bin auch nicht prinzipiell dagegen, Hilfe zu geben, wenn sie sinnvoll ist. Doch ich bin auch nicht der Typ, der mit großen, traurigen Kinderaugen erpressbar ist. Es ist auch eine falsche Hoffnung, dass es ohne Wirtschaftseinbrüche in Deutschland abgeht. Auch unsere aufgeblasene Exportwirtschaft ist eine Blase, die nicht ewig hält. Und Schäubles Gerede von der schwarzen Null ist eine faustdicke Lüge, erkauft mit der Auszehrung unserer Infrastruktur. Normal gehört in die schwarze Null, dass Ausgaben zum Erhalt der Infrastruktur getätigt werden. Das sind werterhaltende Re-Investitionen und keine Neuinvestitionen, für die sie jetzt ausgegeben werden sollen. Es wird noch heiße Diskussionen geben, wie es weitergehen soll und dazu sind auch Gespräche mit "gesunden Partnern" aus den EURO-Ländern nötig. Es wäre falsch, die im Regen stehen zu lassen. Also vergessen wir das emotionale Hochspielen der Deutschen Mark. Wichtig ist eine zukunftsfähige ökonomische Reorganisation. Die jetztigen Politiker werden das nicht leisten. Die haben zuviele Leichen im Keller, die dann zum Vorschein kämen.

Der Euro ist das Band, das uns daran erinnern sollte, dass Europa eins ist.

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@MrMcSauerkraut

@MrMcSauerkraut

Ja, daran habe ich auch mal geglaubt, als z.B. die Politiker Stein und Bein geschworen haben, dass sie eine Vereinheitlichung der wirtschaftlichen Verhältnisse anstreben wollen. Das und viele Versprechungen wie Regelwerke sind die Tinte auf dem Papier nicht wert gewesen. Jetzt wird der EURO zum Totengräber einer ursprünglich guten europäischen Idee. Gut gedacht und sauschlecht gemacht.

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Anders als Berkersheim denke ich allerdings, dass man über diesen Punkt nachdenken sollte, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass es dazu kommt. Man muss sich mal vor Augen führen, was manche Menschen da fordern und Folgen bedenken, um dann seine politische Position zu festigen. Dieses Horror-Szenarion kann man dann mit anderen politischen Vorstellungen in Vergleich setzen.

Alle Antworten auf diese Frage sind äußerst spekulatisch. Das ist bei Fragen zur Wirtschaft immer so, insbesondere aber in ökonomisch instabilen Zeiten.

Gregor Gysi, dem ich persönlich viel Wirtschaftskenntnis zuschreibe, spricht im Bundestag immer wieder davon, dass der deutsche Export einbrechen oder zumindest stark zurückgehen würde. Das begründet er mit einer D-Mark, die einfach zu teuer, sprich zu stark wäre. Die deutschen Exporte würden im Ausland viel weniger Abnehmer finden. Deswegen ist der Europäische Binnenmarkt in seiner Grundidee nicht nur ein Segen für die Peripherie, also südliche Länder des Euroraumes, sondern auch für Deutschland. Dieser Markt bietet für alle Länder des Euroraumes Vorteile. Man betreibt untereinander Handel, kann also Geld einnehmen, weil man gewillte Abnehmer findet, die die exportierten, bzw. aus sich des Abnehmers importierten Güter sinnvoll nutzen kann.

Wenn Deutschland nun also aus diesem Bund durch die Wiedereinführung der D-Mark ausbricht und sein eigenes Süppchen kocht, wären die wirtschaftlichen Folgen möglicherweise verheerend.

Ich sehe hier allerdings noch einen anderen kulturellen Aspekt:

Gemeinsamkeiten schaffen in der Regel gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Wenn mit einer eigenen Währung diesem Zusammenhalt nun eine offizielle Absage erteilt, würde Europa wohl noch weiter auseinanderdriften. Das Tischtusch wäre zerschnitten. Eine gemeinsame Basis für internationale Abhängigkeiten wie die europaweiter Verbrechensverfolgung müsste wohl neu geschaffen werden. Möglicherweise wären viele Menschen auch abgeneigt, aufgrund einer Aversion Urlaub in anderen europäischen Länder zu machen. Der Tourismus würde also einbrechen, ein weiterer Bereich, der Vorteile für viele europäische Lände rmit sich bringt.

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