Was wäre die Menschheit ohne die Religionen und dem Glauben an ein göttliches Wesen bzw. eine göttliche Kraft?

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Eine interessante und dennoch schwierige Frage. 🤔 

Religion wird meiner Meinung nach gerne falsch interpretiert. Viele Menschen denken, dass Religionen schuld an Kriege sind und die Menschen ohne besser zurecht kommen- und voran gehen würden. Dennoch ist Religion einfach nur ein Überbegriff für mehrere Glaubensrichtungen, die sich der Mensch selbst aussuchen kann. Und außerdem wird die eigene Religion selten so befolgt, wie die Schrift es verlangt. Nirgends in der Bibel steht, dass je mehr Geld man an die Kirche spendet, man desto kürzere Zeit im Fegefeuer verbringt. Und geht man von den 10 Geboten aus, so hat die Kirche im Mittelalter definitiv gegen den Willen Gottes gehandelt. Sie haben über Menschen geurteilt, haben sie verfolgen und umbringen lassen und vorallem mit ihrer Angst auf dreiste Weise belogen und manipuliert. Das alles hat keine Religion veranlasst, sondern eine Gruppe von machtgeilen Menschen, die die Religion dafür benutzt haben.

Doch ob Religionen die Entwicklung der Menschen beeinträchtigt, ist schwierig zu sagen. 

Einerseits gäbe es wahrscheinlich mehr technische Fortschritte, da es keine Kirche gäbe, die jegliche Art von Wissenschaft beeinträchtigt hätte. Zusätzlich würde ein Grund weniger für Kriege existieren. Vielleicht hätten die Menschen sogar weniger Angst vor dem Tod, weil sie danach nirgends hinkommen und einfach aufhören zu existieren. Und es würde vielleicht weniger Intoleranz existieren, da die Menschen nicht mehr nach dem Glauben des anderen urteilen müssten.

Und doch könnte es auch seine Nachteile haben, wenn die gesamte Menschheit an nichts glauben würde. Kriege wurden nicht nur aufgrund von Religion geführt. Oft waren die Gründe auch, um für sein Land wirtschaftliche Vorteile zu erlangen oder weil man aufgrund von Konflikten in der Geschichte verfeindet war oder um bestimmte Reichtümer, die ein anderes Land besitzt, für das eigene Land zu ergattern. Ein Grund weniger heißt nicht, dass es keine Kriege geben würde. Und die Vorstellung, dass man nach dem Tod einfach nicht mehr existiert, ist nicht für jeden eine positive Vorstellung. Und ich denke, dass die Ungewissheit über den Tod und das Leben danach viele von Suizid abhält, was ohne Religion wahrscheinlich weniger der Fall wäre. Außerdem könnte es sein, dass den Menschen vielleicht diese Hoffnung fehlen würde, woran sie sich festhalten könnten, was ihrem Leben einen Sinn ergeben würde. Und Intoleranz würde weiterhin bestehen - denn der Glaube war nicht immer der Grund dafür. Oft spielten Nationalität oder Hautfarbe eine große Rolle. 

Deshalb denke ich, dass die Nichtexistenz von Religionen unsere Welt nicht verbessern würde. Denn Religion ist nur ein Überbegriff für verschiedene Glaubensrichtungen, die der Mensch frei wählen kann. Sie wird leider oft von Menschen als Begründung für diverse Handlungen missbraucht und als Manipulation benutzt.

Solange es noch Menschen gibt, die andere nicht nach ihrem Glauben verurteilen und mit ihrem eigenen Glauben niemanden schaden zufügen, gibt es noch etwas Hoffnung. ^^

steefi 05.08.2017, 08:36

Zitat: " Religion wird meiner Meinung nach gerne falsch interpretiert. Viele Menschen denken, dass Religionen schuld an Kriege sind"

Dann Überleg doch mal warum diese vielen Leuten das denken.    Ganz aktuell: Warum grenzt sich der Islam nicht Klar und sowas von Klar von der Terrororganisation IS ab ?

1
Fizzibubbele 05.08.2017, 12:11
@steefi

Warum die Menschen so denken, kann ich dir nicht sagen. Doch trotzdem trägt nicht der Islam die Schuld für diese Grausamkeiten, sondern die Menschen, die sich gerne Sachen aus der Schrift so interpretieren, wie es ihnen passt.

Wäre der Islam wahrhaftig nur das, was uns die Terrororganisationen präsentieren, warum gibt es denn dann überzeugte Moslems, die nach dem Koran leben, jedoch völlig anderer Meinung sind und auch sichtbar anders leben?

Ich möchte ehrlich sein, aber ich habe den Koran noch nie gelesen. Jedoch informierte ich mich bei einigen Moslems, die überzeugt der Meinung sind, dass nirgends von einem Menschen verlangt wird jemand anderen für seinen Glauben zu töten... 

Zwei Seiten, die sich völlig unterscheiden, jedoch glauben sie an die selbe Schrift und folgen der selben Religion.

Ist die Religion schuld? Oder haben da nicht wieder ein paar machtgeile Menschen versucht anderen Menschen durch Manipulation in Hinsicht des Glaubens Angst einzujagen?

Und dass sich der Islam nicht klar ausgrenzt würde ich so nicht sagen... Viele Muslime versuchen der Menschheit den Nicht-Terror-Islam zu zeigen, den friedlichen und für sie wahren Islam, doch wenige schauen sich das an... Sie sehen in dem Islam nur Terror und fertig...

0
steefi 05.08.2017, 12:32
@Fizzibubbele

Zitat: " Und dass sich der Islam nicht klar ausgrenzt würde ich so nicht sagen... Viele Muslime versuchen der Menschheit den Nicht-Terror-Islam zu zeigen, den friedlichen und für sie wahren Islam, doch wenige schauen sich das an... Sie sehen in dem Islam nur Terror und fertig..."

Genau DAS meine ich: Die Moslems grenzen sich klar vom IS ab nur keiner merkts ! DAS ist das Problem ! Wenn ich was nicht will muß ich so lange brüllen bis ich gehört werde ! Wenn die Atomkraftgegner es bei dem Schild "Atomkraft nein danke" belassen hätten, und nicht demonstriert hätten,  was wäre dann wohl passiert?

1
Ivan69 05.08.2017, 15:09
@steefi

wenn ich in Asien in einem stark muslimisch geprägtem Land unterwegs war habe ich immer sehr deutlich gespürt, wie stark sich Muslime von Allem abgrenzen, was nicht Teil ihrer Kultur ist. Damit grenzt sich der Islam selbst aus provoziert Konflikte, die es ohne diese Abkapselung nicht gäbe.

0
Bodesurry 05.08.2017, 10:50

Ich teile deine Ansicht in vielen Punkten. 

Nur teilweise einverstanden bin ich mit deiner Meinung, dass es ohne Religionen weniger Kriege gegeben hätte. Zum einen nutzen mächtige Männer immer wieder die Religion als willkommene Möglichkeit gegen Minderheiten vorzugehen. In jüngerer Zeit war es der Sudan, bei dem es angeblich um einen Religionskrieg ging. Kaum war der Südsudan selbständig, gingen die Kämpfe unvermindert weiter, diesmal ohne Hinweis auf die Religion.

Christliche und muslimische Geistliche sind dagegen auch immer wieder aktiv, wenn es darum geht, Kriege zu verhindern. Leider hört man von solchen Einsätzen wenig. Auch bei Friedensverhandlungen sitzen immer wieder Vertreter von Kirchen in solchen Delegationen. 

1

Hallo Ivan69,

einige stellen sich die Frage: "Würde man diese Welt besser machen, wenn man die Religionen einfach abschafft?" Doch wo ist das eigentliche Problem? Ist es nicht eher so, dass Religion vielfach missbraucht wurde? Religion oder Anbetung ist ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, der Wunsch danach ist sogar tief im Menschen verwurzelt. Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Die Religionen befriedigen zum Teil dieses Verlangen.

Der tiefere Grund dafür, dass sich die Religionen nicht als eine Kraft zum Guten erwiesen haben, liegt im Menschen selbst. Die Bibel drückt es so aus: "Die Neigung des Menschenherzens ist böse von seiner Jugend an" (1.Mose 8:21). Jeder Mensch hat also gewisse schlechte Neigungen und Wünsche ererbt. Das heißt aber nicht, dass man diesen Neigungen einfach folgen muss. Wir haben auch die Fähigkeit mitbekommen, uns selbst zu steuern und ein schlechtes Verlangen zu beherrschen. Damit jedoch ein Mensch das auch tut, braucht er ein starkes inneres Motiv. Genau dieses Motiv könnten die Religionen den Menschen liefern, doch haben sie darin kläglich versagt. Warum? Zum Teil ist das auf ihre religiösen Führer zurückzuführen, die vielfach ein denkbar schlechtes Vorbild für die übrigen Gläubigen waren.

Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass sie sich weniger von Liebe zu Gott als vielmehr von Eigennutz und Machtgier beherrschen ließen. Über die religiösen Führer seiner Tage sagte Jesus treffend einmal folgendes: "Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.   Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden" (Matthäus 23:3-5). In seinen Worten bezeichnet sie Jesus treffend als "Heuchler".

Andere Beispiele, die einen regelrechten Schandfleck in der Geschichte der Religionen hinterlassen haben sind die Inquisition, Kreuzzüge und die Hexenverbrennung im Mittelalter, für die die damaligen Kirchenobersten die hauptsächliche Verantwortung tragen.

Doch Religion geht auch anders! Jesus verglicht die Religionen einmal mit "Bäumen" und und ihre Handlungsweise mit "Früchten", indem er erkläre: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln?   Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor;   ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen.   Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.   Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen" (Matthäus 7:16-19). Nach Jesu Worten gibt es also "gute Bäume" und "faule Bäume". Von den "faulen Bäumen" habe ich ja gerade gesprochen und die schlechten Früchte, die sie hervorbringen, haben letztlich ja auch zu Deiner Frage geführt.

Wie müsste denn so ein "guter Baum", also eine gute Religion aussehen? Jesus verwies ja darauf, dass man eine Religion "an ihren Früchten", das heißt an ihrer Handlungsweise messen müsste. Wie müsste diese denn aussehen? Nun, die Bibel gibt die Richtlinien vor und zeigt, wie eine Religion beschaffen sein muss, damit sie Gottes Anerkennung finden kann. Im folgenden möchte ich einige Merkmale anführen, die echtes Christentum auszeichnet:

Echte Christen beteiligen sich weder an Kriegen noch an sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen. Sie verweigern jegliche Form des Krieges und Wehrdienstes.
Biblischer Leitsatz: Jesaja 2:4: "Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen." Ein Christ meidet nicht nur Krieg und gewaltsame Konflikte, sondern fördert aktiv den Frieden, indem er sich in jedem Bereich seines Lebens als ein Friedensstifter erweist.

Sie sind so organisiert wie die Christen des ersten Jahrhunderts
Biblischer Leitsatz: Matthäus 23:8-11: "Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e  i  n  e  r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e  i  n  e  r ist euer Vater, der himmlische.   Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e  i  n  e  r ist euer Führer, der Christus.   Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein." Es gibt bei ihnen keine Unterscheidung in "Geistliche" und "Laien". Diejenigen unter ihnen, die als Hirten und Lehrer fungieren, haben keine Machtstellung inne, auch wenn sie nach biblischem Muster die geistige Führung übernehmen. Sie sind Mitarbeiter ihrer Glaubensbrüder und bemühen sich darum, ein gutes Vorbild zu sein.

In allen Lebensbereichen zeichnet sie sich durch absolute Ehrlichkeit aus.
Biblischer Leitsatz: Hebräer 13:18: "Betet weiterhin für uns, denn wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben, da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen." Für einen Christen gibt es weder Notlügen noch Halbwahrheiten. Sein Reden und sein Handeln zeichnet sich durch absolute Ehrlichkeit, auch in den vielen kleinen Dingen, des Lebens aus.

Sämtliche Lehren und Handlungsweisen stützen sich auf die Bibel
Biblischer Leitsatz: Johannes 17:17: "Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit." Echter christlicher Glaube hält sich in jedem Bereich des Lebens eng an die Bibel. Für ihn haben die moralischen Standards der Bibel absolute Gültigkeit, auch wenn der Trend der Zeit oft in eine ganz andere Richtung weist.

Sie haben große Achtung vor Ehe und Familie

Biblischer Leitsatz: Matthäus 19:5,6: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e  i  n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e  i  n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ Sie sehen in der Ehe eine lebenslange Bindung, die nur durch den Tod oder die eheliche Untreue des Partners zerstört werden kann.

Sie nehmen die Nachfolge Jesu Christi sehr ernst und lassen ihr ganzes Leben davon bestimmen.

Biblischer Leitsatz: 1. Petrus 2:21: "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt." Das zeigt sich u a. darin, dass materielle Werte nur eine untergeordnete Bedeutung haben und Dienst für Gott und für andere im Vordergrund steht. Sie versuchen in jedem Bereich Ihres Lebens das Beispiel und das Wesen Jesu Christi nachzuahmen und Ihnen widerstrebt jegliche Form von Heuchelei.

Sie machen, ebenso wie ihr Herr Jesus Christus, überall das Reich Gottes bekannt . Außerdem bieten sie anderen Hilfe an, ebenfalls Christi Nachfolger zu werden.

Biblischer Leitsatz: Matthäus 28:19,20: " Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge." In Jesu Mittelpunkt des Lebens stand sein Predigen und Lehren. Überall, wo er auf Menschen traf, erzählte er ihnen etwas von Gott und seinem künftigen Königreich. Der gleiche Eifer sollte auch einen Nachfolger Jesu kennzeichnen.
Sie gebrauchen den Namen Gottes und machen ihn anderen bekannt.
Biblischer Leitsatz: Johannes 17:26: "Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen." Ein echter Christ macht aus dem Namen Gottes keinen Hehl und gebraucht ihn ebenso freimütig, wie das Jesu und seine ersten Jünger taten.

Das sind nur einige wenige Merkmale, die für den echten christlichen Glauben kennzeichnend und bestimmend sind. Glaubst Du nicht, dass durch einen solchen Glauben die Welt ein Stückchen besser wird? Doch wie Jesus sagte, wären die meisten Menschen nicht bereit, einen solchen Glaubensweg zu unterstützen. Er würde niemals zu einer Weltreligion heranwachsen, sondern immer nur gleichsam eine "kleines Pflänzchen" bleiben. Jesus sagte über den christlichen Lebensweg : "Eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden" (Matthäus 7:14). Nichtsdestotrotz sind wahre Christen, obwohl zahlenmäßig wenige, in dieser finsteren Welt ein Hoffnungsstrahl, oder, wie es Jesus einmal ausdrückte, sind sie "das Licht der Welt" (Matthäus 5:14).

LG Philipp

Ivan69 08.08.2017, 00:04

einige stellen sich die Frage: "Würde man diese Welt besser machen, wenn man die Religionen einfach abschafft?

so muss man die Frage nicht verstehen. Es darf erlaubt sein Dinge abstrahiert von den tatsächlichen Gegebenheiten zu betrachten ... also den Religionen und Sichtweisen, die bedient werden.

Aber deine Antwort ist sehr gut, wirklich konstruktive Antwort, auch wenn ich inhaltlich einiges anders sehe.

Ist es nicht eher so, dass Religion vielfach missbraucht wurde?

Jeder kennt die Antwort und wer mit offenen Augen durch die Welt geht erkennt auch, dass die Kirche und entsprechende Amtsinhaber maßgebend daran beteiligt bzw. initiierend tätig waren. Aber ja, letztlich sind die Menschen das Problem, nicht die Religion. Zum einen die, die ihre Möglichkeiten missbrauchen aber insbesondere auch die, die das stillschweigend hinnehmen.

Den Rest möchte ich so dastehen lassen, aber du hast auf jeden Fall kommuniziert (wenn auch über zwei Ecken), dass eine Menschheit ohne Religionen und dem Glauben an ein göttliches Wesen um einiges ärmer wäre.


Btw. für den Stern ist es leider schon zu spät, kann ich nicht ändern

1

Solche Fragen sind immer schwer zu beantworten. "Was wäre wenn ...?" in der Geschichte ist immer ein Stück weit Spekulation. Du hast recht: es gab auch positive Aspekte (neben negativen, die letzteren dürften allgemein bekannt sein). Zum Beispiel hatten alle frühen Hochkulturen eine Art von Religion (die auch schon mal wechseln konnte). So bei den Alten Ägyptern. Oder im Alten China.

Um Pyramiden zu bauen oder eine riesige Terrakottaarmee, braucht es einen großen Sinn für kooperative Arbeit und ein gemeinsames Ziel. Und viel Zeit. Natürlich erreichen wir dies heute auch auf "atheistischem Wege". Damals hat aber vermutlich die angenommene "Göttlichkeit" des Pharao oder des chinesischen Kaisers die Leute motiviert.

Man muss ja bedenken, dass der praktische Nutzen einer solchen Einrichtung wie einer Pyramide nicht sonderlich hoch war. Noch weniger bei einer Terrakottaarmee. Wir wissen aber, dass die Menschen enorme Zeit und Arbeitskraft reingesteckt haben in diese scheinbar "nutzlosen" Dinge.

Wäre der Atheismus schon damals irgendwie nützlich gewesen, hätte sich wohl eine atheistische Hochkultur mal durchgesetzt. Eine solche ist mir aber noch nie untergekommen.

Solche repräsentativen Werke standen in diesen Hochkulturen parallel zu anderen Werken kooperativer Arbeit, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Ohne eine hervorragende Landwirtschaft hätten die Ägypter und Chinesen gar nicht die Möglichkeit gehabt, so viel Zeit/Arbeit in die oben genannten Dinge zu stecken. Auch die chinesische Mauer war so ein riesiges kooperatives Werk.

earnest 05.08.2017, 12:12

Mal eine "Gegen-Spekulation": Eine "atheistische" Hochkultur hat sich auch vielleicht deswegen nicht durchgesetzt, weil es eben noch KEINE Aufklärung gegeben hatte.

Und weil das Bündnis von "Thron und Altar" (in die jeweilige Zeit übersetzt) ein wunderbares Mittel war, um die Schäfchen allzeit unter Kontrolle zu halten, von der Wiege bis zur Bahre.

1
Ivan69 05.08.2017, 12:35

Man muss ja bedenken, dass der praktische Nutzen einer solchen Einrichtung wie einer Pyramide nicht sonderlich hoch war

Richtig und in deinen anderen Sätzen hast du es ja indirekt auch schon angesprochen. Dieser auf den ersten Blick nicht sonderliche Nutzen wird übertrumpft durch einen wesentlich größeren Mehrwert. Neben einer kooperativen Arbeit, einem gemeinsamen Ziel haben sich so in Ägypten Strukturen entwickelt, die die Zivilisation enorm vorangetrieben haben.

1

Was ich damit sagen will ist, es gibt neben vielen negativen Aspekten auch sehr sehr viele positive Aspekte von Religionen, die die Menschheit die letzten Jahrtausende vorrangebracht hat.

Ich stimme der Antwort von Fizzibubbele zu, wo da geschrieben steht, ...

Religion wird meiner Meinung nach gerne falsch interpretiert. Viele Menschen denken, dass Religionen schuld an Kriege sind und die Menschen ohne besser zurecht kommen- und voran gehen würden.

Ich stimme dieser Aussage dahingehend zu, dass Religion in den allerseltensten Fällen tatsächlich mit dem im Einklang ist, was damit verbunden wird. Nehmen wir einmal die Inquisition, die Kreuzzüge und so weiter. Sie sind zwar von der damaligen Kirche veranlasst worden, aber dennoch unvereinbar mit dem, was laut der Bibel Jesus gelehrt hat und daher eigentlich christlich ist. Anders ausgedrückt, handelten diejenigen, die diese negativen Dinge verursacht hatten, alles andere als christlich, obwohl sie in organisatorischer Hinsicht der Kirche angehörten, also eigentlich christlich sein sollten.

Seit es einen Glauben an mehr als das Offensichtliche gibt, gibt es auch Versuche, das Leben besser verstehen und gestalten zu können. Das fing schon mit dem ersten Ackerbau, dem Bau von einfachsten Unterkünften und der Jagd mit einfachsten Mitteln an, also in einer Zeit der menschlichen Entwicklung, als man noch nicht einmal von der Menschheit als Zivilisation sprechen konnte. Die Frage nach dem Glauben an ein Leben nach dem Tod stellte sich da vermutlich noch gar nicht.

Als letzteres noch dazu kam, und da ist das alte Ägypten ein Glanzbeispiel dafür, wurden die Anreize immer stärker, beispielsweise in architektonischer Hinsicht immer weiter über sich hinauszuwachsen. 

Das Christentum, zumindest so wie es aus der Bibel klar hervorgeht, dass es eigentlich sein sollte, hilft denen, die wirklich danach leben, selbst unter schwierigen Bedingungen, auch dadurch, dass sie ihr Umfeld glücklicher gestalten indem sie es durch eine entsprechende Lebensweise positiv beeinflussen.

Es sind ja nicht nur die technischen Errungenschaften, sondern auch wirtschaftliche, kulturelle / geistige, die eine Zivilisation ausmachen. Für viele Dinge hat die Kirche z.B. lange den Rahmen geboten, manchmal zu restriktiv und hinderlich, manchmal aber auch die einzige Möglichkeit, die die Gesellschaft hatte.

Exakt. Aber es stellt sich die Frage, ob wir als Menschen für manche technischen Errungenschaften schon früher bereit gewesen wären. Es heißt wohl dass das Mittelalter, bzw. die damalige katholische Kirche, die wissenschaftliche Entwicklung über 800 Jahre ausgebremst hat. Wenn ich daran denke, dass wir seit dem 20. Jahrhundert über die bisher schlimmsten Massenvernichtungswaffen verfügen und uns nur mit einem Bruchteil davon komplett ausrotten könnten, möchte ich gar nicht wissen, wie es wäre, wenn dieses Wissen bereits 800 Jahre zuvor verfügbar gewesen wäre. Vermutlich würde es uns gar nicht geben, weil die moralische Entwicklung wohl nicht die Zeit gehabt hätte mit der steigenden Erkenntnis auch nur ansatzweise mitzuhalten. 

Manchmal ist es eben wichtiger, dass die moralische Entwicklung einen Vorsprung hat, genauso wie es manchmal wichtiger ist, dass die geistige Entwicklung einen Vorsprung gegenüber der intellektuellen Erkenntnis hat - denn nur dann kann man über das, was andere für möglich halten, hinauswachsen.

Bodesurry 05.08.2017, 10:38

Seit der Aufklärung hat es immer wieder namhafte Wissenschaftler gegeben (und gibt es immer noch), die an Gott glauben. Wobei die Vorstellungen dieser lebenspendenden Kraft weit auseinander gingen (und gehen).  

1
earnest 05.08.2017, 12:14
@Bodesurry

Ja und?

Wissenschaftler zu sein bedeutet doch nicht automatisch, Atheist sein zu müssen.

2

Vermutlich um Jahrhunderte weiter in der Erkenntnis.
Wenn es nicht so einfach gewesen wäre alles Mögliche einem Gott zuzuweisen, oder im Fall der Kirche zu diktieren (Gottes Wille).

Es ist recht einfach, gleich ob Kirche oder Staat, etwas zu fördern oder zu behindern.
Auch heutige Unternehmen investieren ohne staatliche Subventionen nichts, Marktwirtschaft hin oder her.
Insoweit haben sich die Sitten seit altersher nicht geändert
Sichtbarer ist, dass die Doktrin Gottes durch die Doktrin des Geldes ausgetauscht wurde.

Ich sag mal so... 

Würde die Religion jetzt abgeschafft werden wäre es schlimm.. die Menschen würde ihre Hoffnung und ihren halt verlieren. 

Hätte es die Religion nie gegeben, dann hätten Menschen etwas anderes erfunden woran sie glauben können. 

Allerdings bin ich der Meinung das es ohne Religion wesentlich ruhiger auf der Welt zugehen würde.

AgoodDay 05.08.2017, 10:23

Ich stimme dir zu, allerdings bin ich mir bei deinem letzen Punkt nicht so sicher.

Ich denke, dass sich Terrorgruppen wie der IS einfach eine andere Rechtfertigung für ihre Machtgier ausgesucht hätten

0
Bodesurry 05.08.2017, 11:02

juliakaj - auf Grund von welchen Fakten bist Du der Meinung, dass es ohne Religion ruhiger auf der Erde zugehen würde.

Denke nur einmal an die grössten Kriege der Vergangenheit. Fast in keinem dieser Konflikte war die Religion die Ursache. 

In Afrika und Asien würde es, das ist meine Ueberzeugung, viel mehr Unruhen geben, wenn es die Religionen nicht gäbe. Vor allem die Menschen in den Armutsvierteln haben manchmal nur noch die Religion als Fundament in ihrem Leben. Würde das auch noch wegfallen, dann gäbe es wesentlich mehr Probleme. 

Christlichen Hilfsorganisationen sind in Südamerika, Asien und Afrika in diversen Projekten zur Bekämpfung der Armut tätig. Gäbe es diese Projekte nicht, bestünde an vielen Orten die Gefahr, dass sich die Bevölkerung mit Gewalt für ihre Rechte wehren würde. 

Ohne die Initiative von Christen (und in anderen Ländern von Muslimen)  gäbe es manche Spitäler, Waisenhäuser, Suppenküchen usw.  in Rumänien, Armenien, Weißrussland, Albanien usw. nicht mehr. 

0
earnest 05.08.2017, 14:44

DIE Menschen würden ihre Hoffnung und ihren Halt verlieren?


0

Ohne den Glauben wären viele Menschen aufgeschmissen, denn ihre Hoffnung wäre nicht mehr da. Der Sinn des Lebens wäre für diese Menschen sehr schwer zu finden. 

Ivan69 05.08.2017, 02:15

richtig, das ist ein wichtiger Punkt

0
soissesPDF 05.08.2017, 05:54

Glaube kann den Grundsatz des Lebens nicht aufheben: "Sinn des Lebens ist Überleben".

Man kann natürlich diesen Grundsatz via Glauben delegieren, wie jener Heilige St. Florian.
Dieser soll bei Gewitter gebetet haben: "Herr verschone mein eigenes Haus, zünde besser das des Nachbarn an."

Heutigen Tages als St.Florian-Prinzip bekannt und höchst christliches Gemeingut.

Oder das Matthäus Evangelium, auch sehr verbreitet.
"Wer hat dem wird gegeben werden, wer nichts hat dem wird genommen werden".

0

Es ist eher ganz im Gegenteil erst die Abkehr vom Glauben hat all diese Wissenschaftliche/Kulturelle/Geistige Fortschritte gebracht. 

Ps: Man muss hier natürlich gut zwischen Glauben und Religion unterscheiden.

OlliBjoern 05.08.2017, 11:10

Auf die Neuzeit bezogen stimme ich zu.

Allerdings möchte ich da etwas differenzieren: in früheren Zeiten, sagen wir mal in der Antike, waren Wissenschaften und Religion kein Gegensatz (der Gegensatz hat sich erst später aufgebaut).

Ein paar Dinge, die mir spontan einfallen:
- Heilkunst in Persien
- botanisches und medizinisches Wissen in europäischen Klöstern
- die Religionen der frühen Hochkulturen (Ägypten, China, Sumer...)

1
Ivan69 05.08.2017, 13:56
@OlliBjoern

das ist korrekt und das wissen sehr viele leider nicht

0
Bodesurry 05.08.2017, 11:15

So pauschal stimmt es für mich nicht. 

Im Islam war die Wissenschaft in zahlreichen Bereichen sehr fortschrittlich. 

In Europa könnte man meinen, mit der Aufklärung hätte es praktisch keine Glauben mehr gegeben. Dagegen war es einfach so, dass die Allmacht der Kirche, sich gegen Forschung auf allen Gebieten zu wehren, gebrochen wurde. Es gab schon zur damaligen Zeit einige namhafte gläubige Wissenschaftler. Den Glauben so zu hinterfragen, wie es nach 1800 der Fall war, so etwas gab es zuvor nicht. 

0
Ahzmandius 05.08.2017, 15:10
@Bodesurry

Wie ich schon geschrieben habe, muss man Religion und Glauben strikt von einender trennen...

0

Ich wüßte nicht, was die Kirche Positives für die Menschheit geleistet hätte. Ohne Religion entwickeln sich Menschen im positiven Sinne weiter. Sie werden so rationaler, reifer und weniger moralbelastet. So wohl die Vernunft kann sich besser entfalten und auch die Triebe besser ausgelebt werden. Schuldgefühle minimieren sich durch einen Atheismus zudem.

Was wäre die Menschheit ohne die Religionen und dem Glauben an ein göttliches Wesen bzw. eine göttliche Kraft?

  • Viel schöner
  • weniger hässlich
  • Menschen wären schlauer
  • Menschen wären nicht fremdbestimmt
  • Menschen würde man nicht schaffen aufeinander zu hetzen wegen "sonst kommst du in die Hölle" oder "bekommst keine Jungfrauen"
  • Viel viel viel ganz viel weniger Gewalt, Mord und Totschlag

Was ich damit sagen will ist, es gibt neben vielen negativen Aspekten auch sehr sehr viele positive Aspekte von Religione

Falsch. religion hat keine positiven Aspekte!

die die Menschheit die letzten Jahrtausende vorrangebracht hat.

Religion hat NICHTS vorran gebracht, sondern eher für Stillstand und Rückentwicklung gesorgt!

Die Menschen, die für Fortschritt gesorgt haben oder sorgen wollten, die wurden getötet, ertrunken, verbrannt und gesteinigt!

Es sind ja nicht nur die technischen Errungenschaften, sondern auch
wirtschaftliche, kulturelle / geistige, die eine Zivilisation ausmachen.

Auf die wirtschaftliche Ausbeutung der Kirche kann die Zivilisation gerne verzichten.

Auch auf die geistig sexuelle Missstellung der Kirchen können vor allem Kinder kein gutes Lied von singen.

Auf die Haltungen der Kirchen hätte man lieber verzichten sollen. Homosexuellenhass gibt es ja sogar heute noch. Das zeigt deutlich wie sehr Religionen noch im Mittelalter festsitzen!

Die Welt wäre ein sehr viel friedlicherer Ort.

Bodesurry 05.08.2017, 11:32

Das tönt jetzt wunderbar. Hast Du schon den 1. WK, den 2. WK, den Korea-Krieg, den langen Marsch Maos und die Zeit danach, die Stalinzeit usw. usw. vergessen. 

War die Welt damals so viel friedlicher? 

Was hatten diese Kriege und Vorkommnisse mit der Religion zu tun? 

0
Omnivore14 05.08.2017, 19:24
@Bodesurry

Was hatten diese Kriege und Vorkommnisse mit der Religion zu tun? 

Wenn du glaubst, dass der 2. WK nichts mit Religion zu tun hatte, dann solltest du DRINGEND nochmal zum Geschichtsunterricht!

1

Ich möchte das mal sehr vorsichtig ausdrücken: Es ginge ihr meiner Ansicht nach nicht schlechter. Und es wäre ihr sehr viel besser gegangen.

Keine Zwangschristianisierungen, keine islamischen Expansionskriege, keine Kreuzzüge, kein Dreißigjähriger Krieg, keine Inquisition usw. usw.

Gruß, earnest

earnest 05.08.2017, 08:00

Die umfassendste Darstellung die Rolle der Kirche betreffend:

Karl-Heinz Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums.

Natürlich haben auch andere Religionen Dreck am Stecken.

2
AgoodDay 05.08.2017, 10:24

Glaubst du nicht, dass die Menschen dann andere Gründe gefunden hätten/ finden würden, sich gegenseitig Leid zuzufügen, Macht zu missbrauchen, Kriege zu führen?

1
earnest 05.08.2017, 10:25
@AgoodDay

Sicher.

Aber einen "besseren" Grund als "Gott mit uns" und "Die Anderen sind alle des Teufels" gibt es ja wohl nicht.

3
AgoodDay 05.08.2017, 12:55
@earnest

Menschen können so kreativ sein, man würde schon was passendes finden. Hitler hat schließlich auch einen Grund gefunden, und das war nicht mit sonder gegen Religion motiviert

0
earnest 05.08.2017, 12:57
@AgoodDay

Noch einmal mein Argument: Es gibt nichts "Besseres".

Du weißt, dass auf dem Koppelschloss der Nazi-Wehrmacht stand: "Gott mit uns"?

Was war da "gegen Religion"? Was war "gegen Religion", wenn Geistliche die Soldaten segneten?

Was war "gegen Religion", wenn Hitler mit dem Vatikan ein Konkordat abschloss?

2
Bodesurry 05.08.2017, 11:29

earnest - Du beschreibst die negativen Seiten der Religionen gut. Vorsichtig wäre  auch ich mit der Einschätzung, ob es ohne besser gegangen wäre. Ich meine jetzt den Zeitraum 900 n. Ch. - 1700 n. Chr. 

Nehmen wir nur ein Beispiel. Wäre es Südamerika besser ergangen, wenn bei den Spaniern und Portugiesen nach 1500 nicht um die Christianisierung gegangen wäre? 

Die wichtigsten Kriege in den letzten 50 Jahren hatten keine oder fast keine religiösen Hintergründe. Da müsste man sogar zum Schluss kommen, vielleicht wäre es ohne Religonen früher schlimmer gewesen. So weit würde allerdings auch ich nicht gehen. 

0
earnest 05.08.2017, 11:41
@Bodesurry

Immerhin nenne ich konkrete Ereignisse, du dagegen bleibst auf der spekulativen Ebene.

Die letzten 50 Jahre sind nur ein Fliegenschiss auf der großen Karte der Geschichte. Und selbst im vorigen Jahrhundert gab es noch Konflikte, in denen Religion eine Rolle spielte (Pakistan/Indien, Nordirland...).

Dass man im Augenblick angesichts des islamistischen Terrorismus fast von einem Glaubenskrieg sprechen kann, wäre zumindest des Nachdenkens wert...

Und massakrieren sich nicht gerade Sunniten und Schiiten gegenseitig?

Dein vorletzter Satz ist aber nun wirklich Spekulation in Reinform, für die nichts, aber auch gar nichts, spricht.

2

Mit oder ohne Religion. Der Mensch hätte trotzdem Kriege geführt wenn nicht sogar mehr.

Ivan69 05.08.2017, 13:54

Ich habe dir bereits in deiner anderen Antwort geantwortet. Du kannst gerne noch eine dritte oder vierte Antwort geben.

0

Aufgeklärter und vernünftiger, friedvoller und entspannter.

Bodesurry 05.08.2017, 11:38

Sorry, aber wenn Du nicht in die Zeit der Kreuzzüge und der muslimischen Eroberungsfeldzüge plus Hexenverbrennung und Inquisition zurück gehst, dann müsstest Du als Experte für Politik die Geschichte der Neuzeit kennen.

Friedvoller, entspannter, vernünftiger so müsste die Welt gemäß deiner Definition nach der Aufklärung, mit so viel weniger religiösem Einfluss,  geworden sein. Ich müsste mit dieser Sicht zu einer völlig anderen Einschätzung kommen. 

0
atzef 05.08.2017, 12:09
@Bodesurry

Spekulativ kann ich mir natürlich alle möglichen Bedingungen wegdenken, auch die Geschichte der Religiosität, der Kirchenskandale wie der Prunk- und Verschwendungssucht eines Tebartz-van Elst, der jahrzehntelangen sexuellen Missbräuche von Kindern in Kircheninstitutionen, der folterähnlichen Verhältnisse in kirchlichen Heimeinrichtungen...

Aber warum sollte ich das tun? Um die Kirche mit einem gedanklichen Federstrich aller kritikwürdigen Negativaspekte zu entledigen?

Auschwitz beispielsweise ist ohne das Muster jahrhundertelang währender und christlich motivierter Pogrome gegen Juden undenkbar...

2
earnest 05.08.2017, 12:19
@atzef

Gerade der letzte Punkt wird von Christen leider zu oft aus den Augen verloren.

Allerdings hat das Lutherjahr immerhin dazu geführt, dass der schreckliche Antsemitismus des großen Reformators endlich einmal gebührend thematisiert wurde.

2

Was möchtest Du wissen?