Was wäre die korekte Vorgehensweise?

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hey du!

wie ist denn der unfallhergang?? wenn sie auf den kopf fällt und nase und jochbein bricht, müsste sie ja nach vorne gefallen sein, oder? und keinen helm tragen? wie kann das pferd ihr denn auf kopf und bein gleichzeitig treten?

also, der rettungsdienst kommt sicher mit Blaulicht. wenn die Sanitäter (normalerweise 2) aus dem auto aussteigen, haben, sie schon Taschen, Sauerstoffflasche und EKG dabei. Dann wird einer sie ansprechen. Bei so einem harten Schlag auf den Kopf kannst du eine kleine Gehirnerschütterung mit einbauen (vllt war sie kurz bewusstlos, ist etwas benommen, kann sich nicht mehr an den Unfallhergang erinnern) Als allererstes kommt der Sani und wird sich an ihren Kopf setzen (Falls sie denn auf dem Boden liegt) und diesen festhalten, dann bekommt sie wahrscheinlich eine Art "Halskrause" angelegt, das ist relativ unbequem, weil man sich nicht bewegen kann, aber notwendig, wenn man Verletzungen der Wirbelsäule nicht ausschließen kann. Kannst ja mal googlen, "Stifneck" heißt das, dann weißt du wie es aussieht. Der Sani am Kopf bleibt auch die ganze Zeit bei ihrem Kopf sitzen und redet mit ihr!! Dann wird der andere Sanitäter sie abtasten, am ganzen Körper, v.a. Kopf, Rippen/Brustkorb, Bauch, Rücken leicht, soweit man eben hinkommt, Hüfte, Arme, Beine (bei dem einen Bein wird sie wahrscheinlich Schmerzen angeben). Gleichzeitig wird der Kollege vielleicht schonmal den Blutdruck messen (dieser könnte im "Schockzustand" etwas niedrig sein, z.B. 110/70. das ist niedrig, aber nicht kritisch. Um die Sauerstoffsättigung zu messen, kommt ein Clip an den Finger. Wenn sie wach ist, aber vielleicht nicht richtig atmen kann wegen dem Blut in der Nase, könnte die Sättigung so bei 92% liegen. Dann würde sie noch zusätzlich Sauerstoff bekommen (wenn die Blutung aus der Nase nicht zu schlimm ist). Bedenke, dass sie während dem ganzen noch auf dem Boden liegt, weil bei einem Sturz davon auszugehen ist, dass die Wirbelsäule verletzt ist, wird man sie nicht bewegen! Dann wird ein EKG angehängt. Dann wird der Unterschenkel geschient, das wird mit einer Vakuumschiene passieren, am besten schaust du das auch mal in google nach! Damit das Mädchen auf die Trage kommt, ohne dass die Wirbelsäule bewegt wird, wird sie auf ein sogenanntes Spine Board geschnallt (kannst du auch googlen ^^) das ist ein gelbes Brett. Vom Prinzip her funktioniert es so, dass man den Patienten leicht auf die eine Seite dreht, dann das Spine Board schräg an den Rücken vom Patienten und dann kann man den Patienten relativ schonend mit dem Spineboard zusammen wieder gerade auf den Boden legen. Dann wird sie mit Gurten ziemlich festgeschnallt, das ist auch der Sinn von dem Brett, dass sie sich dann nicht mehr bewegen kann. Dann wird ein Sanitäter mit der Trage kommen (die kann man auf den Boden fahren, die meisten Rettungsdienste verwenden Stryker-Tragen, kannst du auch googlen ^^), dann wird sie samt Spine Board auf die Trage gehoben und ins Auto reingeschoben. Drinnen wird dann wahrscheinlich ein Zugang gelegt (Ellenbeuge, Handrücken...) mit einer Infusion dran. Falls sie starke Schmerzen hat, kann sie ein Schmerzmittel bekommen. Wenn sie einigermaßen stabil ist, wird die Fahrt ohne Blaulicht in die Notaufnahme gehen, dort wahrscheinlich gleich ins CT. Für die Fahrt kann man noch anmerken, dass diese ziemlich unbequem ist als Patient. Du bist ja bombenfest festgeschnallt und kannst dich sogut wie nicht bewegen. Du siehst ja auch nicht wo du hinfährst, sondern nur die Rettungswagendecke..... Da kann einem schon mal übel werden. Im Rettungswagen wird der Sani sie dann noch nach genauem Unfallhergang, Vorerkrankungen, Name und Adresse, Allergien etc. fragen.

Oh Gott ist das lang geworden. Also Kurzzusammenfassung:

-> sie war evtl bewusstlos, liegt auf dem Boden, ist "schwerer Verletzt" -> so wie ich es geschrieben habe wird es ungefähr gemacht

-> sie sitzt auf dem Boden, hält sich evtl. das Bein, ist nicht so sehr verletzt -> sie bekommt gleich die Halskrause und kommt gleich auf die Trage und wird abgetastet, das andere Zeug (EKG, Sättigung, Zugang ....) wird dann erst im auto auf der Fahrt gemacht. Kannst mir gern nochmal schreiben wenn du noch weitere Fragen hast.

Der Rettungsdienst wird sie mitnehmen zum Röntgen und zur eventuellen chirurgischen Versorgung und medizinischen Überwachung. Das Unglaubwürdige an der Geschichte ist die Tatsache, dass das Pferd sie an zwei Stellen getreten hat. Vor etlichen Jahren hatte ich mal ein Erlebnis, wo ich unter einem Pferd lag, das sich im Dunkeln erschrocken hat, mich umgeworfen und sich über mir gedreht hat, echt gefährlich. Trotzdem hat es mich nur am Fuß gestreift und das aus Versehen. Absichtlich tritt dann kein Pferd zu.

Hmm... Danke für den Hinweis... ;)

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Hallo Coolgirl 1909, üblicherweise wird zuerst die Ansprechbarkeit geprüft. Ist diese gegeben wird gefragt was passiert ist und ob Schmerzen bestehen. Auf Grund der hohen Fallhöhe und der Kopfverletzungen wird wahrscheinlich eine Kopfmanschette angelegt, die die Halswirbelsäule und den Kopf stabilisiert. Der Unterschenkel wird mit einer Manschette stabilisiert. Dann wird sie vorsichtig auf die Trage gelegt, wobei auf einen wirbelsäulenschonenden Transport geachtet wird. Im Gegensatz zu dir weiss das Notarztteam noch nicht, dass die Wirbelsäule nicht verletzt wurde. Sollte die Person die den Notarzt gerufen hat in der Nähe sein, so wird auch die Person befragt, wie sie die verlezte Person aufgefunden hat und ob eine Bewusstlosigkeit beobachtet wurde. Ist die verletzte Person erstversorgt, geht es mit Blaulicht in die nächste Klinik und es erfolgt die Übergabe an das dortige Notarztteam. Viel Erfolg

Was man noch dazuschreiben könnte wäre die Sauerstoffgabe und die Gabe von Schmerzmittel

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Darf der Rettungsdienst OHNE Arzt Zugänge legen?

hallo. ich hatte letztens einen medizinischen notfall, und aufmerksame passanten haben den RD gerufen. als die kamen, haben die mich in den wagen mitgenommen und dort unter die lupe genommen ( die waren zu dritt). Blutdruck war nicht messbar, mir war schlecht und schwindelig, Puls war bei 35/min und sättigung pendelte zwischen 89-93%. ich hab sauerstoff bekommen und der rettungsassistent meinte dann, er würde mir einen venösen zugang legen um eine infusion zu geben. nachdem er dies gemacht hat, gings dann mit sondersignal in das krankenhaus, was glücklicherweise nur etwa 1km entfernt war. so dass die fahrt nur etwa 2min dauerte. bei der übergabe an die ärztin sagte der rettungsassistent, dass er schonmal einen venösen zugang gelegt habe, da sie schließlich schneller im kh wären als der notarzt an der einsatzstelle. meine frage, war in diesem fall denn der notarzt nötig? habe blut gespuckt und o.g. beschwerden gehabt. bzw darf der rettungsassistent mir einen zugang legen ohne einen notarzt nachzufordern? gilt die begründung, es würde zu lange dauern bis der notarzt ankommt und bis dahin wären wir schon im krankenhaus? dass er es getan hat find ich nicht schlimm, sogar gut. mich interessiert die rechtliche lage?

P.S. wohne in einer großstadt, falls das auch wichtig sein sollte :)

danke für eure antworten! LG Cora ;))

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