Was wäre darin schlimm, wenn Grossbritannien nicht mehr in der EU wäre?

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9 Antworten

1. Die EU ist nach 1990 sehr schnell gewachsen. Jetzt, da Zusammenhalt und Solidarität bei der Bewältigung großer Probleme gefragt sind, zeigt sich, dass die EU zu schnell gewachsen ist und einige Länder erst noch lernen müssen, in einer Staatengemeinschaft zu leben, in der der einzelne Mitgliedsstaat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hat!

2. Wenn unsolidarische Länder wie GB und auch einige östliche Staaten die EU verlassen würden, dann könnte die EU ohne diese Länder gut leben. Aber können diese Länder ohne die EU gut leben? Alle Vergünstigungen und bevorzugten Handelsverträge mit der EU wären am Tage des Austrittes erledigt, müssten neu verhandelt werden; die Einbeziehungen in den Schengenraum und z. T. in den Euroraum wären damit erledigt. Alle Länder, die aus der EU aussteigen, müssen dann wieder als kleine Nationalstaaten versuchen, sich in der globalisierten Welt zurechtzufinden.

3. Die Frage des Fragestellers ist typisch - was ich nicht böse meine. Sie übersieht Wesentliches: Die EU als Staatengemeinschaft besteht erst kurze Zeit, sie kann nicht perfekt sein und wird, weil Menschen mit ihr und an ihr arbeiten, auch immer mal wieder Rückschläge erleiden. Der Austritt GB.s und/oder anderer Länder wäre ein solcher Rückschlag. Jedoch muss man die EU als langfristiges Projekt betrachten. Eine EU, reduziert auf ca. 20 Staaten, wäre nach wie vor ein wirtschaftlich und politisch mächtiger Akteur, der mächtigste in Europa, mächtig in der Welt. Das werden alle europäischen Nicht-EU-Staaten zu spüren bekommen - spätestens in einigen Jahrzehnten werden sie wieder der EU angehören. Wer sich mit der EU befasst, sollte endlich einmal begreifen, dass es sinnlos ist, sich wie die kleinen Kinder auf die sofortige Erfüllung aller ihrer Wünsche zu versteifen. Die EU ist ein Langzeitprojekt. In 100 Jahren gibt es den "Staatenbund von Europa" als einen der zentralen Mächte der Weltpolitik, weil er auch die USA, die in die zweite oder dritte Reihe zurücktreten werden, und Russland an sich binden und zu einer engen Kooperation bewegen wird. Alles, was auf der Welt geschieht, kann nicht gegen diese starke Macht geschehen!

4. Noch gibt es keine Austritte aus der EU. GB hat schon einmal versucht, der EU - ihrem Vorläufer EWG - fernzubleiben und autonom weiterzuwursteln. Sehr bald wollte es seinen Fehler korrigieren - und wurde dann vom französischen Präsidenten De Gaulle noch für eine Reihe von Jahren ausgebremst. Diese historische Erfahrung sollte bedacht werden! Der britische Premier Cameron will dem Volk Ihrer Majestät die Entscheidung über die EU-Mitgliedschaft überlassen. Gewiss: auch die Briten, die die Entscheidung treffen sollen, kennen die Geschichte ihres Landes ebensowenig wie andere Völker die Geschichte des eigenen Landes. Darin liegt eine große Gefahr - für den Wohlstand des ganzen britischen Volkes. Man sollte es ihm mitteilen.  :-))

MfG

Arnold


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Großbritannien ist ein militärisch und wirtschaftlich starker Partner. Außerdem könnten sich nach dem Austritt noch weitere Länder entscheiden diesen Schritt zu gehen. Verdenken kann ich es ihnen ehrlich gesagt nicht. Der Gedanke eines geeinten Europas erscheint zwar sympathisch, doch die einzelnen Länder werden nie wirklich zusammenwachsen, und Merkel hat einfach zu viel Einfluss dafür dass sie sich in letzter Zeit so "anti-europäisch" verhalten hat.

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Das würde dann einige Andere animieren es eben so zu tun.

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Nicht sehr viel. Sie haben ja auch keinen Euro. Wir hätten zwar bissl weniger Geld im ich sag mal EU Geldtopf aber die Briten zahlen eh mit am wenigsten da rein. Also allzu tragisch wär des ned...

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Nichts,nur ein Land weniger,dass nur auf seine Vorteile bedacht ist.Man kann darauf verzichten.

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Gar nichts.
Die Briten haben ja auch keine Euro, und es wer zu ihrem Gunsten, wenn sie austreten würden.

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Kommentar von PatrickLassan
02.03.2016, 13:14

es wer[sic]zu ihrem Gunsten, wenn sie austreten würden.

Es gibt genügende seröse Berechnungen, wonach das eher zu ihrem Nachteil wäre.

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Kommentar von frider123
02.03.2016, 13:53

Sry für den Rechtschreibfehler

Es stimmt, daß ein Austritt aus der EU auch Nachteile hat, aber so könnten sie sich möglicherweise vor kommenden Katastrophen retten.

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Im Grossen und Ganzen wäre es ein Nachteil für Grossbritannien. Cameron hat zu hoch gepokert!  Mal sehen ob sie sich einigen können.

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Nichts, Großbritannien hatte ja eh immer eigene Regeln

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Vieles
Eine Stimme weniger um Griechenland rauszuwerfen

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