Was wäre besser für einen Angeklagten, im Knast oder in eine Psychiatrie geworfen zu werden?

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8 Antworten

Geworfen wird prinzipiell erst einmal niemand - es handelt sich bei diesen Menschen nicht um Abfall, der achtlos entsorgt wird.

Pauschal beantworten lässt sich diese Frage nicht. Angenommen man hat einen Gewalttäter, muss geprüft werden, wie es um seinen gesundheitlichen Zustand steht und welche Hintergründe und Motivationen zu der Tat geführt haben. Es gibt Menschen die aufgrund von schweren psychischen Erkrankungen als nicht zurechnungsfähig einzuschätzen sind - beispielsweise weil die Tat in einem psychotischem Wahn begangen wurde, gekoppelt beispielsweise an mögliche Halluzinationen, Stimmen hören, Angst- und Panikzustände et cetera. 

Unter solchen Umständen ist der Aufenthalt in einer forensischen Psychiatrie wesentlich hilfreicher und langfristig auch zielführender. Der Täter muss in diesem Falle nicht mit einer Haft bestraft werden - die Tat wurde schließlich nicht bewusst, aus einem bösen Willen heraus begangen.

Bei einem Straftäter, ohne diesen Hintergrund, wäre ein Aufenthalt dort schlicht nicht zielführend. Jemanden in eine psychiatrische Obhut zu nehmen, für den diese Behandlung nicht notwendig ist, würde schlussendlich jeglichen Sinn und Zweck verfehlen und würde eine Rehabilitation entgegenstehen - auch wenn die Straf- und Gefängnisstrukturen dieses Ziel auch oftmals drastisch verfehlen.

Auch finden sich viele Zwischentöne. Viele Straftäter erzählen von schweren Verhältnissen in der eigenen Historie und haben einen therapeutischen Bedarf - allerdings liegt dieser Bedarf in einem Rahmen, der sich auch im Kontext einer Haftanstalt befriedigen lässt.

Welcher Straftäter dementsprechend, an welcher Stelle, am besten aufgehoben ist, muss immer individuell betrachtet und abgewägt werden. Es gibt keine pauschale Antwort. Was sich nur festhalten lässt ist, dass ein falsch gewählter "Aufenthaltsort" sehr destruktiv auf die Entwicklung des Täters einwirken kann.

Liebe Grüße.

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Psychiatrie.

Besseres Umfeld, bessere Behandlung und wahrscheinlich kommst schneller wieder raus wenn du es geschickt anstellst. Einfach Reue zeigen und Interesse an der Therapie zeigen dann läuft das.

Spreche da aus Erfahrung 

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Weder das eine noch das andere, denn wer angeklagt ist, hat erst einmal den Anspruch auf ein faires Verfahren, weil es ja durchaus sein kann, daß er unschuldig ist.

Auch ein Verurteilter darf nicht "geworfen" werden.

Richtig ist nur eine Maßnahme, die darauf abzielt, auf die möglichst mildeste Weise wirksame Umstände zu schaffen, die bewirken, daß Straftaten nicht mehr begangen werden und daß gleichzeitig unschuldige Dritte nicht beschwert werden.

Genau diese Kriterien werden weder bei verhängten Freiheitsstrafen noch beim gegenwärtigen Status der Psychiatrieunterbringung erfüllt, allenfalls teilweise und dadurch unbrauchbar, weil in jedem Einzelfall unschuldige Dritte ebenfalls beschwert werden, und sei es nur finanziell.

Die gegenwärtige Psychiatrie bewirkt keine Heilung, sondern wenn es zum Erfolg kommt, dann durch EInsicht und Reue des Straftäters. Die Psychiatrie kann keine Weichen stellen, sie kann nur einzelne "Straßensperren" errichten, was dazu führt, daß dann ersatzweise Schleichwege benutzt werden (das Symptom wird verlagert).

Das Gefängnis ist vom Prinzip her eine Racheverwirklichungsanstalt und in seiner Nebenwirkung auch eine Ausbildungsstätte für Nachwuchskriminelle. Auch dort gilt, daß sog. Erfolge nicht durch das Gefängnis erfolgen, sondern durch Einsicht und Reue des Straftäters.

Man kann auch nicht von Erfolg sprechen, wenn ein Straftäter es lernt, zukünftig nur noch auf solche Strategien zurückzugreifen, die vom Gesetz nicht mit Strafe bedroht sind, aus moralischer Sicht aber trotzdem verwerflich sind.

Weiterhin sehe ich keine Logik darin, wenn entstehende Kosten für Strafmaßnahmen (von der Allgemeinheit getragen) um ein Vielfaches höher sind als die Kosten des angerichteten Schadens.

Ebenso sehe ich keinen Sinn darin, wenn Opfer einer Straftat vom Täter nur deshalb keinen finanziellen Schadensausgleich erhalten können, weil es durch die verhängte Strafe (die Vorrang hat) verhindert wird.

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Kommt drauf an, was der gemacht hat, aber im Grunde ist Psychiatrie vom Umfeld her besser und vom Wohlbefinden.

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Ich glaub der Knast wäre die bessere Alternative. Denn dort kann man eine Ausbildung machen, oder Studieren oder sonstwie sich weiterbilden bei guter Führung. Und man kann dort eher raus wenn man sich gut benimmt.

Also ich hätte lieber einen Bankräuber oder Dieb als Gesprächspartner als einen "Napoleon" oder "Jesus" oder "Frankenstein" die in einer ganz anderen Welt leben. XD

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Für den norwegischen Massenmörder B. war es wichtiger als nicht gestört zu gelten,  da er sonst keine Chance hat seine kranken Gedanken als Ideologie zu verkaufen. 

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kommt auf das Gefägnis an. und ob man eben psychisch krank ist.

wenn ja dann sowieso die psyhatrie wo die krankheit behandelt wird

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Werfen ist eher schlecht, kann zu Verletzungen führen.

Kommt immer auf den Fall an, kann man pauschal nicht sagen.

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