Was wäre an dem "klassischen Familienbild" eigentlich so schlimm?

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26 Antworten

Theoretisch haben wir ja Wahlfreiheit.Allerdings besteht diese faktisch nicht.

Der Grund dafür ist,das der Staat die Erwerbstätigenquote erhöhen muss,um immer mehr Einnahmen generieren zu können.Die Ausgaben und die Schulden sind so hoch,nun noch in Sachen " Flüchtlingen",treten Kosten in nicht bezifferbarer Höhe hinzu.Der Familiennachzug,die Reproduktion in diesen Kreisen.

Deutschland hat sich abgeschafft,das wusste Thilo Sarrazin in seinem Buch vor Jahren schon.Und weil er damit so Recht hatte,werden Mechanismen geschaffen um das unpopulär zu machen,was nötig wäre in eine Ecke zu stellen,die doch eine so tolle moderne Gesellschaft nicht akzeptieren kann.

Da werden Dinge hergeleitet,notfalls aus dem 3.Reich,die schrägsten Vergleiche angeführt,nur um nicht etwas tun zu müssen,was es schon einmal gab.

Der durchschnittliche Deutsche hat nicht die Möglichkeit eine traditionelle Familie zu gründen und denkt rationell.Deshalb sterben wir aus.

3 Kinder pro Familie, die Frau kümmert sich um den Haushalt und der Mann geht die Kohle anschaffeln.

Das größte Manko daran wäre, dass die Frau vom Mann abhängig ist und ein gewaltiges Problem hat, wenn sie die Beziehung beenden möchte. Selbst dann, wenn die Schuld am Beziehungsende eher der Mann trägt. 

Aber niemand hindert dich daran, dass du später dein Leben nach genau diesem Stil lebst. Du musst nur eine Frau finden, die dabei mitspielt. Du merkst aber schon, dass es in dem Familienbild von Vorteil ist, ein Mann zu sein, ne?

Genauso musst du aber auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die ihre Ziele und Prioritäten anders haben. Singles, Homosexuelle, Patchwork-Familien, Alleinerziehende, ... gehören zur Realität, ob du das willst oder nicht. Du (und auch die AfD) kann den Leuten nicht vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben haben. Davon steigt nicht zwangsläufig die Geburtenrate, damit wird es eher passieren, dass Leute (zu viele) Kinder zeugen, die mal lieber weniger Kinder kriegen sollten. 

Daran ist gar nichts "falsch". 

Wenn eine Familie von einem Gehalt leben kann, und einer der Partner lieber den Haushalt macht und die Kinder betreut, ist das meiner Ansicht nach, in bester Ordnung. Kinder die nach der Schule ein Elternteil zu Hause antreffen, ordentliche ausgewogene und frisch gekochte Mahlzeiten vorgesetzt bekommen, und einen Ansprechpartner haben der bei den Hausaufgaben hilft, haben eindeutig einen Vorteil gegenüber den "Schlüsselkinder", die sich nach der Schule mit einem Marsriegel vor dem PC setzen.

Falsch ist nur, wenn es ein Diktat gibt, welches Familienkonzept zu befolgen ist. 

Heute kann jede Frau und jeder Mann in Deutschland wählen, wie er sein Leben einrichten möchte, ob er eine Familie gründen möchte oder nicht. Aber die Folgen sind für denjenigen, der sich entschließt, für die Familie zu Hause zu bleiben, noch immer nachteilig. Die Rente fällt niedriger aus, und es gibt den berüchtigte "Karriereknick". Wer eine Weile aus dem Beruf heraus ist, hat deutlich weniger Aufstiegschancen als jemand der auf Kinder verzichtet, oder sie von Fremden betreuen lässt, und nur für die Arbeit da ist.

Die deutsche Familienpolitik ist sehr verbesserungswürdig. Ständig wird versucht, mit ein wenig mehr Kindergeld herumzuhantieren um die Menschen davon zu überzeugen, Kinder zu bekommen, während die wirkliche Probleme bestehen bleiben.

Es gibt viele Ländern, an denen sich Deutschland ein Vorbild nehmen könnte. In Ungarn werden Mütter die drei Kinder bekommen, damit belohnt, dass sie später eine Rente erhalten, in gleicher Höhe wie sie wäre, wenn die Frauen ständig gearbeitet hätten. Auch gibt es Zuschüsse und preiswerte oder gar Zinslose Kredite für Familien mit Kindern. Darüber hinaus gibt es viele Extras für die Kinder: Sommeraufenthalte, Musik- und Tanzunterricht (oft gratis), und gesunde Ernährung in den Schulen.

In den Skandinavischen Ländern teilen sich Männer und Frauen oft den Haushalt und eine Stelle, und arbeiten beide Teilzeit, damit die Kinder gut betreut sind.

In den Niederlanden gibt es zwar auch eine gesellschaftliche Erwartung dass Frauen arbeiten, aber er bewusst darauf verzichtet, bekommt viel Unterstützung.

In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Akademikerinnen die kinderlos geblieben sind. Als Grund geben sie alle das gleiche an: Sie hätten keinen Mann gefunden, der sich entweder im Haushalt und für die Kinder engagieren wollte, oder der genug verdiente, eine Familie in der Weise zu unterhalten, wie es die Väter der Frauen getan hatten. Wer als Frau aus einem Bildungsbürgerlichen Haushalt stammt, wünscht sich zumindest das gleiche Niveau für die eigenen Kinder. So verzichteten sie auf Kinder, weil sie andernfalls selber berufstätig bleiben müssten, und die Kinder nicht gut hätten erziehen können. 

Diese Frauen sagen alle das Gleiche: wenn es eine größere gesellschaftliche Akzeptanz gegeben hätte für Frauen die lieber Hausfrau waren oder sind, hätten sie lieber eine Familie gegründet. Sie wollten aber die Doppelbelastung die zum Nachteil der Kinder ist, vermeiden.

Es wird der AfD immer unterstellt, dass sie Frauen "zurück an den Herd" schicken wolle. Das kann ich aber nicht erkennen. Ich finde es dagegen gut, wenn Familien die sich selber voll und ganz für die eigenen Kinder einsetzen wollen, nicht in einer Lage versetzt werden, dass beide Eltern arbeiten müssen. 

Das soll sich jeder selbst aussuchen. Wenn es da gewünschte Lebensmodell ist, ist dagegen nichts einzuwenden. 

Wenn insbesondere Frauen eine andere Lebensplanung haben, als finanziell abhängige Gebährmaschinen und Haushälterinnen zu sein, habe ich dafür ein hohes Maß an Verständnis.

Eins wollen wir auch mal festhalten. Es sind häufig die Männer, die ihre Frauen während der Midlifecrisis verlassen. Und in deinem klassischen Familienbild steht die Frau dann dumm da. Keinen Job, keine Ausbildung, keine Rente. 

Was wäre an dem "klassischen Familienbild" eigentlich so schlimm?

Wenn sich Mann und Frau für diese Art der Arbeitsteilung entscheiden, ist das okay.

Man sollte es aber nicht als ein anzustrebendes Ideal vorsetzen. Warum sollte der Mann nicht zu Hause bleiben und die Frau geht arbeiten?

Dieses klassische Familienbild ist einfach nicht mehr up to date. Es wird dem nicht gerecht, dass Frauen auch arbeiten und Karriere machen wollen. Und was ist mit Vätern, die mehr an der Erziehung ihrer Kinder beteiligt sein wollen? 

Schließlich sollte jeder für sich entscheiden, wie er sein Leben leben möchte.

Ich persönlich störe mich daran, dass jemand anders mir und meiner Familie vorschreiben möchte (oder mich dahin beeinflussen möchte) wie ich zu Leben habe. Das gibt's ja garnicht.

 

 

Wir treffen Teils auf das klassische Familienbild zu( Vater arbeitet Vollzeit, Mutter Teilzeit, 3 Kinder)weil wir das selbst entschieden haben. Es ist dumm, dieses jedoch zu erzwingen. Wenn die Frau jedoch arbeiten möchte, sollte das doch ok sein? Außerdem kann man keine 3 Kinder erzwingen, stell dir mal vor du seist ein Kind, dass nur wegen dieser Regel auf die Welt gekommen ist? Das wär doch echt ein doofes Gefühl. Wir sind allerdings auch nicht ganz deutsch, sondern halb irisch. Ich verstehe sowieso nicht, wieso das in DE ein klassisches Familienbild darstellen soll, es ist ja häufig gar nicht mehr der Fall. Ich glaube auch, dass die AfD hiermit keine Homosexuellen Paare mit Kindern meint, was auch ungerecht und nicht mehr Zeitgemäß wäre. Nichts ist schlimm am klassischen Familienbild , wenn es nicht erzwungen wird.

Es ist zwar richtig, dass sich an der Familienpolitik noch einiges ändern muss. Das klassische Bild vom Mann als Alleinverdiener ist heutzutage immer seltener möglich. Aber wenn Frauen sich dazu entscheiden, für Ihre Kinder Vollzeit da zu sein, dann finden sie häufig nicht mehr den Anschluss in den Arbeitsmarkt, weil es ihnen dann einfach an Erfahrung und Referenzen fehlt. Es ist leider oft eine entweder-oder-Entscheidung für die berufliche Zukunft der Frau.

Allerdings haben Frauen hundert Jahre lang gegen diese teilweise doch eher suppressive Abstempelung angekämpft. Es geht letztenendes eher um Chancengleichheit, niemand lebt gerne mit dem Gedanken, dass er von Geburt an weiß, sein Leben wird sich hinter dem Küchenherd abspielen. Es hat lange gedauert, dieses Bild in der Gesellschaft annähernd zu ändern. Wenn man jetzt zulässt, dass es eigentlich doch ok ist, wären wie gesagt, 100 Jahre Frauenbewegung zur Gleichberechtigung für den Arsch...

Trotzdem ist auch klar, Frauen sind keine Männer. Es muss Unterschiede geben, die auch ok sind, aber es muss auch mit unserem modernen Leben zu vereinbaren sein. Dafür gibt es noch kein wirklich gutes Konzept in DE und dass obwohl DE seit 12 Jahre eine Frau im obersten politischen Amt haben...

Das ideale Familienbild ist für jeden dass, was er für sich als ideal empfindet.

Für einen sind es Mann, Frau, 3 Kinder, für mich wären es gewesen Mann, Frau 2 Kinder, für einen dritten sind es Mann Frau die sich gelegentlich   zu gemeinsamer Betätigung treffen, für wieder andere Frau, Frau (alternativ Mann, Mann,) 2 Kinder. wie auch immer, jeder sollte so leben, wie es mag.

1. wird so die Frau zum bloßen Hausmütterchen degradiert, ist nicht berufstätig und völlig vom Geld des Mannes abhängig, zudem ohne für sie erfüllende Aufgaben und 2. kann heutzutage ein Mann allein finanziell meist eine Familie nicht ausreichend ernähren, sofern er nur ein einfacher Arbeiter oder kleiner Angestellter ist. Für einen Teil der kleinen Selbständigen gilt fsd Gleiche.

Wie würdest du das denn bitteschön umsetzen wollen? Mit Zwangsgeburten und Mindestanzahlgesetz an Kindern für eine Frau??

Die meisten Frauen wünschen sich schon wegen dem Stress, den sie dann mit den Kindern zuhause haben nur noch maximal 2 Kinder, einige bleiben sogar schon bei einem Kind.

Die Männer bringen schon lange nicht mehr soviel Geld nach Hause um Frau und 3 Kinder zu ernähren. In vielen Familien muss die Frau arbeiten gehen, damit mehr Geld reinkommt.

Für viele hat Ehe auch nicht mehr so einen hohen Stellenwert. Wer heiratet, sieht es nicht als ewig und die Scheidungen steigen in die Höhe.

Die Entscheidung ein Kind zu bekommen, entscheidet eine Frau nicht, weil das Land die Kinder braucht. Schließlich muss sich die Kinder darum kümmern und nicht Angela Merkel.

Warum sollten Frauen mehr Kinder bekommen, wenn ihre Männer meist nicht mal bereit sind sich um ihre eigenen Kinder für mehrere Tage zu kümmern?

Dieses "klassische Familienbild" ist nicht klassisch sondern entstand erst während der Industrialisierung. Erst ab diesem Zeitpunkt war es üblich, daß der Vater "zur Arbeit geht" und für diese Zeit die Familie verläßt.

Sorry, aber die Kinder sind nicht nur die Kinder der Mutter sondern auch die Kinder des Vaters. Und der hat das gleiche Recht, sie aufwachsen zu sehen und sich um sie zu kümmern. Diese Recht würde ich mir jedenfalls von einem hinterwäldlerischen Konservativen nicht nehmen lassen.

Um ehrlich zu sein,stellen sich mir bei dieser "Mehr Kinder"-Propaganda die Haare auf. Wir werden wegen der Überbevölkerung untergehen,der Planet wäre eventuell zu retten,wenn nur halb so viele von uns darauf herumkrabbeln würden. Ob nun deutsche Kinder unserer blauen Kugel mehr bringen als andere.. wenn ich mich so im Supermarkt oder in der Stadt umsehe,bin ich mir da nicht so sicher. Wir sollten mit den Kindern,die wir haben,gescheit umgehen. Und Ihnen schon mal keine doofen Namen mit auf den Weg geben.

Du sprichst mir so was von aus der Seele!

Meine Nationalität heißt Mensch. Und wenn ich mir meine Landsleute so ansehe und -höre, denke ich, dass die Ausrottung des Homo Teutonicus für unseren Planeten gut zu verkraften wäre.

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Ganz ohne den rechten Arm zu heben-ich denke schon,daß wir auch unsere Vorteile haben,irgendwas scheint mir der Arbeitseinstellung schon zu stimmen,oder gestimmt zu haben. Aber es gibt auch genügend "Minuspunkte",klar.
Wenn es darum geht,fremde Planeten zu besiedeln,wäre ich für Gentechnik,nicht nur körperlich,vor allem charakterlich. Weg mit Gier,Missionswille,Neid.
Neue,großmütige und neugierige Menschen sollen von mir aus neue Welten kennenlernen.
Klingt beklopft,ich weiß,aber das resultiert aus der Enttäuschung über unsere Entwicklung hier unten..

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Genau, alle Mädchen lernen stricken, gehen in eine Hauwirschaftsschule, Abi und sowas brauchen sie nicht. Reicht, wenn sie putzen und kochen können. An den Unis wäre mehr Platz, dei NC´s könnte man wieder aufheben und alles wär gut.

es wäre einfach das beste wenn die Frauen wieder mehr Zuhause bleiben und der Mann arbeiten geht,

Warum wäre es schlecht, wenn eine Frau arbeitet? Es gibt Berufe, die Männer überhaupt nicht machen können.

Warum wäre es schlecht, wenn eine Frau arbeitet? Es gibt Berufe, die Männer überhaupt nicht machen können.

Welche schweben dir da vor? Ein Mann kann prinzipiell jeden Beruf machen, will er nur nicht. Da musst du nur mal schauen, wie die Berufe, die heute überwiegend von Frauen ausgeübt werden, früher besetzt wurden. Also Mittelalter-früher und noch eher.

Da waren sogar die weiblichen Rollen im Theater von Männern besetzt.

Manche Berufe liegen einfach Frauen mehr, weil sie meist einfühlsamer sind (soziale Berufe beispielsweise), aber es gibt keinen Beruf, in dem ein Mann nicht arbeiten kann oder darf und andersrum.

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@rikks

Ein Mann kann prinzipiell jeden Beruf machen

Prinzipiell vielleicht. Dennoch wird es weltweit nicht genug geeignete Männer geben, um sämtliche Stellen für Sopranistinnen zu besetzen.

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@GanMar

Es gibt keinen einzigen Mann, der eine Sopranistin ersetzen könnte. Das wäre dann der (Counter-)Tenor, wenn ich deine Argumentation einfach mal aufgreife.
Der Countertenor ist beispielsweise das exakte männliche Äquivalent zu einer Sopran-Stimme, siehe beispielsweise Heinche. Der hat nach seinem Stimmbruch nur nicht mehr trainiert, so hoch zu singen und damit ist die Stimme nach unten gerutscht.

Und doch, es gibt viele ausgebildete Sänger, die durchaus diese Stellen besetzen würden, wenns nötig wäre, aber der Bedarf daran ist nicht da

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Dass es Berufe gibt, die Männer angeblich nicht machen "können" ist für dich doch wohl nicht das Argument dafür, dass Frauen arbeiten dürfen ? Das wäre nun wirklich mehr als armselig.

Klar gibt es typische traditionelle Frauenberufe, die traditionell auch überaus schlecht bezahlt werden.

Vielleicht für dich zur Überraschung gibt es allerdings auch Tausende von Frauen, die sowohl die Begabung als auch die Lust als auch die Qualifikation haben, auch auf andere Weise anspruchsvolle Berufe, z. B. auch traditionelle sogenannte "Männerberufe" höchst effektiv und gut zu realisieren.

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@landregen

Ich denke, es gibt so einige Berufe - neben der genannten Hebamme wären da auch noch etwa Frauenärzte, Nageldesigner, Masseure und so sowas, bei denen ein Großteil der überwiegend weiblichen Kundschaft ein massives Problem damit hätte, von einem Mann bedient / behandelt zu werden. Das wären dann Frauenberufe.

Genauso ist es nunmal so, dass Männer in den meisten Fällen den Frauen körperlich überlegen sind und deswegen gibt es so wenige Dachdeckerinnen. 

Und nebenbei: kann ein Mann eigentlich auch den Job einer Prostituierten machen? ;)

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Das Familienbild ansich ist nicht ganz so schlimm, aber die AfD geht damit einfach zu weit.

Sie verlangt, dass eine Familie ausschließlich "Mann, Frau und 2 Kinder" sind. Nicht "Mann, Mann und Kind" oder "Frau, Frau und Kind" oder sonstige Kombinationen.

Leuchtet ein, was die falsch machen ?

Witzig an der von dir angesprochenen Situation war auch noch, dass die AfD sich gleich mit selbst lächerlich gemacht hat.

Die haben erst gefordert, dass bei der Trennung das schon vor Jahren abgeschaffte Schuldprinzip wieder eingeführt wird. Einfach ausgedrückt: "Wer an der Scheidung schuld ist, kriegt keinen Unterhalt". Also wenn die Frau dem Mann nicht die beste Ehefrau war und damit die Scheidung notwendig wird, kriegt sie keinen Pfennig.

Interessanterweise wurde das aber sofort aus dem Parteiprogramm gestrichen unmittelbar bevor sich Frauke von ihrem Mann scheiden lies.... Darüber kann man herrlich spekulieren.

Ganz so einfach ist es leider nicht. Die Voraussetzung für dieses Modell ist, dass sich 2 Menschen lieben, ein Leben lang zusammen bleiben und Kinder bekommen. Daran ist nichts falsch. Jeder möchte eine Märchenhochzeit und Erben, denen das Königreich hinterlassen wird, wenn man alt und grau ist.

Die Realität ist nun mal anders. Jede staatliche Förderung zielt darauf ab, dass das nach diesem Modell schon irgendwie gut gehen wird.

Aus irgend einem Grund habe ich es anders getroffen. Meine Frau ist verstorben, als unser Sohn 9 Jahre alt war. Nach diesem Weltuntergang finden wir uns von jedweder Politik alleine gelassen, da wir aus jeder attraktiven Zielgruppe herausfallen. Wir sind nicht jung und dynamisch mit Säuglingen. Von welchem Geld soll ich ein Haus bauen, wenn ich nur halbtags arbeite, um für meinen Sohn da zu sein? Wie viele Alleinerziehende teilen dieses Schicksal?

Ich habe studiert und war Alleinverdiener. Ganz nach Märchenmodell. Manchmal gibt es ein böses Erwachen. Und dann ist man ganz allein. Wir machen das Beste daraus, aber bedanken muss ich mich bei niemandem für gar nichts.

Klar kann einem Mann das bequem und gemütlich erscheinen. Frau bleibt einfach zu Hause, räumt dem Mann die dreckigen Socken hinterher, kocht, wäscht ab und bedient ihn von vorn bis hinten, braucht weiter keine Ausbildung und muss sich keine Gedanken machen.

Das Gehirn der Frau darf gern brachliegen - Sklavendienste reichen aus. Soziale Kontakte dürfen sich gern auf ein bisschen Kaffeeklatsch mit anderen Dienerinnen beschränken. Da kann man dann über Putzmittel, Potenz der Ehemänner und Kinder sprechen.

Eine Appartement-Wohnung hat keine allzu großen Herausforderungen außer öder, einsamer stupider Arbeit. Nachdem Frau sich klassischerweise um seine dreckigen Unterhosen gekümmert hat und das Klo geputzt hat, darf sie sich dann - auch klassisch - anhören, dass sie nichts zu tun hat und verständnisvoll auf seinen Stress eingehen und ein Bier an den Fernseher bringen.

Frau ist dann dankbar, dass sie quasi nichts zu tun hat und dafür, dass er das Geld bringt, von dem sie dann abhängig ist. Weggehen kann sie dann sowieso nicht, wodurch der Mann keinerlei Grund haben muss, sich irgendwie mit ihr Mühe zu geben. Noch eine Falle mehr, die ihm ermöglichst, sich gehen zu lassen und womöglich den miesen Charakter raushängen zu lassen.

Ausbildung, Weiterbildung, Zusammenarbeit im Team, Kollegen, Kontakte mit Menschen mit qualifizierten Gesprächen, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse, eigenes Geld und verantwortliche Lebensgestaltung - das bleibt Männern vorbehalten.

Tolle Idee ... Wenn ich ein Mann wäre ...

GLEICHES RECHT FÜR ALLE

Wir leben nicht mehr in der Steinzeit, wo die Männer jagen gehn und es damals nötig war für die Frauen Zuhause zu bleiben.

Geburtsrate hin oder her, wir Frauen wollen arbeiten gehen wie ihr Männer auch. Die Männer könnten rein theoretisch nach der Geburt auch Zuhause bleiben

Das letzte, was wir brauchen, sind noch mehr Menschen auf diesem überbevölkerten Planeten.

Dieses 50er Jahre Frauenbild - der Mann geht arbeiten, die Frau macht den Haushalt und kümmert sich um die Kinder - entspricht ziemlich genau meiner Vorstellung von der Hölle.

Jede Partei, die Abtreibungen als Mord ansieht und Frauen aus dem öffentlichen Leben hinauszwängen und hinter dem Herd ablegen will, ist für mich unwählbar.

Und die AFD ist langsam nur noch lächerlich. Manchmal frage ich mich, ob da nicht irgendein Satiriker dahinter steckt.

Und die AFD ist langsam nur noch lächerlich. Manchmal frage ich mich, ob da nicht irgendein Satiriker dahinter steckt.

Und ich dachte, ich wäre der Einzige, der darauf wartet, dass Bernd Höcke sich irgendwann die Maske vom Gesicht reißt und Martin Sonneborn zum Vorschein kommt. :)

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Das klassische Familienbild wäre eigentlich nicht schlimm. Aber ich beobachte, dass die heutigen jungen Menschen gar nicht mehr heiraten wollen. Damit entfällt die Basis für das "klassische Familienbild".

Warum plötzlich die Homos und Lesben heiraten wollen, erschließt sich mit nicht.

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