Was verursacht Trennung und Scheidung der Eltern bei Kindern?

9 Antworten

Meine Jungs waren 14 und 16 wo ich endlich scheiden konnte. Ich sage bewusst "konnte" weil ich wusste das wenn die Kinder jünger wäre, es noch mehr Problemen gab als jetzt. Aber sie haben in einem Haus gelebt wo es jeden Tag Geschrei gab, wo ich sie geschützt habe für den cholerischer Art ihren Vater.

Sie haben gelitten, sind instrumentalisiert worden, angelogen vom Vater, haben sehr wenig Geld bekommen in der Teenager Zeit weil der Vater mich ruinieren wollte und viel Geld beim Anwalt hängen geblieben ist. 

4 Jahren nach der Scheidung kann ich sagen das es zwei sehr selbstbewusste junge Männer geworden sind. Sie machen einen Ausbildung, wissen recht gut was Geld ist und was man dafür tun muss. 

Nur haben sie immer noch Angst für ihren Vater, sagen den nie wenn sie bei mir gewesen sind oder lassen sich wenig blicken bei mir. Das Kontakt zum Vater ist auch karg, sie haben genug von unseren Streit der immer noch dauerte um Hund, Computer oder Inventar aus der früheren Wohnung. 

Mein Ex redet nie mit mir. Ich "darf" mein jüngster, der noch bei ihm wohnt wegen dem Azubi Platz, nicht besuchen. Sonst kriegt er "Ärger" sagt mein 17-jährige Sohn. 

Das Jugendamt war während der Scheidung auf meinen Ex seiner Seite weil er so gelogen hat das sie ihm glaubten. Und der Sohn traute sich nicht zu melden. Aber was tut es beim Kind wenn Vater Glühbirnen aus m Zimmer holt, Kompost auf m Bett schmeißt, die Matratze aus m Fenster schmeißt oder die Mutter schlecht macht das sogar der neue Frau von ihm mich nicht leiden kann? 

Mein 17-jährige ist fast nie zu Hause. Das ist die Folge von unsere Scheidung. Armut ist relativ, vom Azubi Geld kann man nur wohnen und essen... Urlaub kennt er nicht mehr seit sein 12ten. 

Die Kinder können, wenn sie noch klein sind, nicht genau genug beschreiben, wie es ihnen geht. Wenn sie aber erwachsen sind erzählen die meisten, dass es das Schrecklichste war, was sie erlebt haben.

Damit meinen sie nicht nur die Trennung und das Zusammenleben und das Hin- und Herreichen hinterher, sondern auch die Streitigkeiten davor.

Eine Trennung macht immer was mit den Kindern und zwar im negativen Sinn. Selbst wenn die Eltern das Gegenteil behaupten. Das ist eine Wunschvorstellung, die sie auf ihre KInder projizieren wollen.

Die Kinder leiden unter Schuldgefühlen, Minderwertigkeitskomplexen und entwickeln Existenzängste. Die meisten Kindern leben nach der Trennung bei ihrer Mutter und ihnen geht es nach der Trennung finanziell schlechter, als zuvor.

Sie erleiden nicht nur der Verfalll der Familie, sondern sie verlieren auch Geborgenheit, Status und Ansehen.

Mal zu den anderen Antworten hier: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder genau dann drunter leiden, wenn die Eltern es dramatisieren, nicht vernünftig nach der Trennung miteinander reden können und das Kind, "weil es ja so viel durchmachen musste", von vorne bis hinten verwöhnt wird, denn jeder möchte nun das Lieblingselternteil sein.

Scheidungskinder, deren Eltern die Trennung vernünftig hingekriegt haben, das Kind erziehen statt es mit Geschenken zu überschütten, sind dagegen kaum von Nichtscheidungskindern zu unterscheiden, was das Verhalten angeht.

Was eine Scheidung bei den Kindern verursacht, ist also immer sehr stark vom Verhalten der Eltern abhängig und kann nicht pauschalisiert werden. Einige kommen gut damit klar, andere sind sogar froh, weil das ständige Geschreie zuhause endlich ein Ende hat, andere sind tiefunglücklich, wieder andere nutzen die Situation aus, um mehr geschenkt zu bekommen. Dabei spielt auch das Alter der Kinder zum Zeitpunkt der Trennung eine große Rolle. 

Sehr gute Antwort.. der kann ich mich wirklich komplett anschließen! 

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