was versteht man unter minuszinsen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Nein, das ist etwas anders.

Normalerweise leiht sich eine Bank bei der Zentralbank Geld gegen Zinsen um es zusammen mit anderen Einlagen weiterzuverleihen. Die Zentralbank ( in Europa die EZB ) nutzt diesen Zinssatz zur Steuerung der Wirtschaft. Läuft die Wirtschafrt schlecht, dann senkt sie die Zinsen, läuft die Wirtschaft zu gut, dann erhöht sie die Zinsen. Der Sinn des ganzen ist es, über hohe oder niedrige Zinsen die Kredite der banken teurer oder günstiger zu machen und so die Wirtschaft zu steigern oder abzubremsen. Das nennt sich Geldpolitik.

Seit einigen Jahren sind die Zinsen der Zentralbank nahe Null oder sogar bei Null, da viele Länder in Europa immer noch in einer Wirtschaftskrise stecken. Inzwischen sind einige der Zinsen der Zentralbank sogar negativ. Das bedeutet, dass die Banken für die Gelder, die sie bei der Zentralbank parken, keine Zinsen bekommen sondern Zinsen zahlen müssen. Quasi so als ob Du für Dein Sparbuch Zinsen zahlen müsstest. Hier ist wieder der Hintergedanke der Zentralbank, dass die Banken ihr Geld halt nicht bei der Zentralbank parken sollen, sondern lieber als Kredite an Kunden vergeben sollen, damit die Wirtschaft angekurbelt werden soll.

Irgendwann könnte es nun tatsächlich soweit kommen, dass die Banken die Minuszinsen der Zentralbank auch an Ihre Kunden weitergeben werden. Wenn Du also eine grosse Menge Geld bei der Bank angelegt hast ( und hier eine ich tatsächlich mehrere 100.000 € bis zu Millionenbeträgen ) und die Bank für dieses Geld Minuszinsen / Strafzinsen bei der Zentralbank zahlen muss, dann kann die Bank Dir auch keine Zinsen für das Geld zahlen sondern fordert sogar noch Zinsen für Deine Enlagen, ums ihrerseits die Zinsen bei der EZB zu bezahlen.

Mit den gehältern der Bankmanager hat das nichts zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Theoretisch wären minuszinsen möglich, weil Banken die bei der EZB schon zahlen müssen. Außerdem ist es keine Erfindung unserer Jahre, das war in der Schweiz schon mal in den 70er Jahren so.

Praktisch wird es nicht kommen, weil die Kunden dann ihr Geld in bar abheben und unter das Kopfkissen legen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Minuszinsen verlangt die EZB von Banken, die  anstatt Kredite zu vergeben, lieber das Geld auf dem Konto bei der EZB parken.

Einige Banken sind jetzt dazu übergegangen auch Kunden mit Guthaben über einer Million auf Tagesgeldkonten mit einem solchen Minuszins zu belegen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn dein Konto im Plus ist bekommst du je nach Kontoart auch Zinsen die dann als + verrechnet werden.Das Gegenteil ist wenn sich dein Konto im Minusbereich bewegt,dann wird es natürlich auch verzinst denn die Bank will ja auch (gut)leben und das sind eben -Zinsen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja, man wird eben dafür bestraft, sein Geld einfach so auf die Bank zu legen. Sollte man aber sowieso nicht machen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meistens müssen Banken bei der Bundesbank Geld zahlen wenn die dort Geld lagern wollen. Im privaten Sektor ist dies noch nicht (täusch ich mich da- wenn ja bitte verbessern) ganz so weit verbreitet. Dies wird angewandt damit das Geld in den Umlauf Gerät und nicht auf nem Konto verschimmelt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?