Was versteht man unter der These?

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Kommt immer darauf an wer die These aufgestellt hat, aber im Prinzip ist es so:

Wir befinden uns innerhalb der Französischen Revolution. König ist gestürzt, konstitutionelle Monarchie ist so ein Stück weit installiert und kurzum ist das alles grade wieder am zusammenfallen.

Warum? Weil der König von seinem Vetorecht gebrauch macht und so häufig wie möglich blockt und weil sowohl im land, als auch außerhalb die Feinde der Revolution schon länger plotten, wie man einmarschieren und entsprechend stürzen könnte.

Die Revolution als solche war also kurz davor im Sande zu verlaufen bzw. irgendwann von Royalisten oder ausländischen Koalitionsarmeen beendet zu werden, die den König einfach wieder installieren udn gut ist.

Das sollte aber nicht sein.

Also entstand innerhalbd er Jakobiner und unter Robbespierre eben dieser Wohlfahrtsausschuss und der ging ziemlich rabiat gegen Feinde der Revolution als solche vor. Hier geschehen dann auch die ganzen Enthauptungen für die die Revolution bekannt ist, denn man muss, aus Sicht Robbespierres, alles entsorgen was irgendwie gefährlich werden könnte. Wir haben ein enormes Spitzel- und Denunziantensystem, Leute die sich kritisch äußern werden abgeschlachtet. So gelingt es aber zumindest die Politik irgendwie wieder ins Laufen zu bringen (zumindest das was davon noch übrig ist) und die Koalitionsarmeen ebenfalls zu schlagen (wobei das sicher nicht Robbespierres verdienst war).

Ironie bei der ganzen Sache: Die Revolution, die ja eigentlich Freiheit und Gleichheit bringen sollte, hielt sich zwar noch eine Zeit länger, aber sie hielt sich im Prinzip eben dank einer Diktatur dieses Wohlfahrtsausschusses.

Nur als kleinen Ausblick: Die Diktatur, der letztlich auch Robbespierre zum Opfer fiel, hat auch nicht viel gebracht. Denn es folgte Napoleon und damit einer Rückkehr zur Monarchie

Danke deine Antwort war sehr aufschlussreich

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Damit ist sie jetzt beantwortet Dankeschön

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Die Rückkehr zur Monarchie, die von Ludwig XVIII. war nur von kurzer Dauer.

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@voayager

Wir haben das Kaiserreich unter Napoleon bis 1814 oder meinetwegen 1815 (ihn als gekrönten Kaiser würde ich einfach mal mitzählen auch wenns nicht die Klassische Monarchie ist), dann folgt die Restauration bis 1830, dann die Julimonarchie bis '48.

Hier ist dann eine Unterbrechung von glorreichen 4!!! Jahren, in denen die Franzoschen nochmal versucht haben eine Republik zu etablieren, dann folgt Napoleon III für 18 Jahre bis 1870 wo dann wirklich Schluss mit der Monarchie ist. Das heißt noch in etwa, sagen wir 60 Jahre Monarchie

Was man jetzt als 'von kurzer Dauer' bezeichnen möchte bleibt natürlich jedem selbst überlassen, die Monarchie als solche reichte allerdings über die Herrschaft Ludwigs des 18. hinaus

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@BeviBaby

Man darf indes nicht vergessen, dass nach der Großen Franz. Revolution die Macht der Monarchie nur noch begrenzt war, von Absolutismus konnte dann nicht mehr die Rede sein und das allein ist von großer Bedeutung.

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@voayager

Nun ja... in Teilen beschränkt vielleicht aber das hat nichts damit zu tun, dass es sich weiterhin um eine monarchie handelte und soweit ich weiß auch nicht in Richtung konstitutionelle Monarchie rückte.

Allerdings bleibt Monarchie Monarchie. AUch wenn sie vielleicht etwas liberaler wurde, was allgemein auch damit zu tun hatte, dass sich die Zeiten änderten

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@BeviBaby

Nein, "Monarchie ist Monarchie", das ist metaphysischer Quatsch, bar jeder Dialektik. In GB hat man auch eine Monarchie, doch hat die nichts weiter zu melden. Man muß also die Machtverschiebung der einzelnen Stände und Klassen stets im Auge behalten, andernfalls verharrt man in bloße metaphysische Betrachtungen und zudem moralistischen Anschauungen.

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@voayager

Ich sagte bereits, dass sich die französische Monarchie, trotz einiger Einschränkungen die aber nirgendwo fixiert waren, NICHT in eine parlamentarische wandelte. Alles weitere sei deine Sache ich habe es weiter oben erklärt

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die Revolution darf man keinesfalls nur auf Robbespiere kaprizieren, da waren schließlich noch andere Männder, die bedeutsam waren, so z.B. Marat und Saint Just, aber auch einige talentierte Offiziere.

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@voayager

Ich lege die Revolution an sich auch nicht auf Robbespierre fest, darum geht es aber auch gar nicht, da reimst du dir, einmal wieder, etwas zusammen, am besten noch mit bald folgenden Beleidigungen... ja, wir kennen uns.

Was ich oben betone ist lediglich, dass Robbespierre die Revolution mit seinem terreur Regime stützen wollte. Dieses Regime entsprach nicht dem Geiste der Revolution etc etc. deswegen ist hier zu überlegen, ob damit nicht eigentlich die Revolution als solche schon gescheitert war.

Natürlich gab es auch außer Robbespierre noch einflussreiche Größen, die die Revolution mitgetragen haben, aber nach denen war oben schlicht nicht gefragt udn auf die bezog sich das Zitat auch nicht.

Hätte es sich im Zitat um den Ausspruch 'kiss me; Hardy', von Admiral Lord Nelson gedreht, dann hätte ich ganz kurz erklärt, wer Lord Nelson ist, wer Captain Hardy ist und was die Schlacht von Trafalgar ist. Und dann wäre ich NICHT noch auf die 20 weiteren Kommandanten in dieser Schlacht eingegangen, geschweige denn darauf, dass die auch alle toll gekämpft und Fleißsternchen gesammelt haben. Nicht weil ich es nicht wüsste, sondern weil es zur Beantwortung der eigentlichen Frage schlicht und einfach unnötig wäre

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Gute Güte, mit diesem Hinweis ist doch bereits alles gesagt, warum stehst du dennoch auf der Leitung ? Treibt denn der hiesige Schulbetrieb jedwedes eigenständige Denken aus, macht es regelrecht zunichte ?

Nein, ich denke nicht. ich denke die Jugend von heute, der ich ebenfalls angehöre, ist einfach etwas faul.

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@BeviBaby

eben, denkfaul und daran hat auch bis zu einem gewissen Grad die Schule Schuld. Es sollten da mehr die Zügel angezogen werden.

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@voayager

Nein, eben das denke ich nicht. Auch wenn ich manchmal doch für etwas strengere Notengebung wäre, fände ich es richtiger, wenn die Schüler von sich aus und aus eigenem Antrieb lernen. Wenn der Schüler hier also kein Geschichte lernen will, dann soll er sich von mir gerne die Antwort geben lassen. Er wird an der späteren Note sehen was er davon hat und das wars.

Kindern irgendetwas mit Zwang eintrichtern zu wollen macht heutzutage und in diesem System keinen wirklichen Sinn mehr

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@BeviBaby

du begreifst es offensichtlich nicht. Es geht darum, das eigenständige Denken zu fördern, dabei aber geistige Verlotterung und sonstige mentale Laxheit und Beliebigkeit möglichst einzuhegen. Das wiederum bedeutet fordern, was nicht mit Zwang gleichzusetzen ist. Konkret. es darf dann eben nicht mehr alles durchgehen, möglichst mit einem ok.

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Es war umgekehrt:Die grausam, dumme Diktatur des Wohlfahrtsausschusses hat dieser Revolution den Garaus gemacht, so dass sich ein kleiner korsischer Artillerie - General zum Kaiser aufschwingen konnte.

Naja, man muss dabei aber schon zugeben, dass der kleine korsische Artillerie General doch einige militärische Erfolge zu verbuchen hatte.

Zudem wäre die Revolution als solche ohne den Wohlfahrtsausschuss vermutlich ebenfalls zusammengebrochen.

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Was würde bei einer Revolution in Deutschland passieren?

Deutschland hat ja nach mehreren Jahren Revolution, keine Lust mehr auf eine neue Revolution und die Interesse an Politik nehmt immer weiter ab.

Was wäre jetzt aber theoretisch, wenn jmd. öffentlich gegen die Verfassung und die Regierung vorgehen würde. Würde sich die Regierung wären?

Was wäre, wenn jmd. es wirklich hinbekommen würde, das Volk gegen die Regierung zu hetzen und eine große Demo vor dem Bundestag starten würde?

Was wäre, wenn die Verfassung abgeschaffen wird? Also, ich habe gehört, dass sich dann die Bundesrepublick Deutschland auflösen würde, stimmt das? Wen Ja, was würde als nächstes passieren?

Was wäre, wenn das Ziel der Demo wäre, das Parlament zu entmachten und ein neues Regierungssystem oder eine "kontrollierbare" Diktatur anzuschaffen?

Das sind jetzt so fragen, die wir uns heute in der Schule gefragt haben.

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