Was versteht man unter dem nichtionischen Charakter von Schwefelsäure?

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2 Antworten

Schwefelsäure besteht aus Molekülen und zwar:
H2SO4. Interessanterweise ist dieses Molekül in den meisten Flaschen mit Schwefelsäure aber gar nicht zu entdecken.

Denn Schwefelsäure liegt meist verdünnt vor. Gibt Wasser zur Schwefelsäure zur verdünnung, so "reißen" die Wassermoleküle die H2SO4-Moleküle auseinander. Die Einzelteile sind H+ und HSO4-, zwei geladene Teilchen. Geladene Teilchen nennt man Ionen.

Nur bei unverdünnter Schwefelsäure findet man also noch die ursprünglichen "nicht-ionischen" Schwefelsäuremoleküle (H2SO4).

Interessant: Die Schwefelsäure "will" in Ionen getrennt werden, das ist für sie energetisch günstig. Deshalb zieht unverdünnte (also konzentrierte) Schwefelsäure das Wasser aus der Luft an und verdünnt sich so selber. Man sagt deshalb, Schwefelsäure ist hygroskopisch (Wasserziehend).


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Kommentar von ArtaxUndLinda
07.05.2016, 16:25

Könntest du mir vielleicht noch erklären was du damit meinst, dass es energetisch günstig für die Schwefelsäure ist sich in Ionen zu trenne?

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Da es in reiner Schwefelsäure keine Wassermoleküle gibt, auf die Protonen übertragen werden könnten, liegt die Säuremoleküle eben größtenteils in undissoziierter und damit elektrisch neutraler Form vor. Allerdings unterliegt auch Schwefelsäure einer Autoprotolyse, reagiert in geringen Anteilen also zu H₃SO₄⁺ und HSO₄⁻.

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Kommentar von PWolff
04.05.2016, 19:45

Hinzu kommen Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Molekülen, ähnlich wie bei Wasser.

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