Was versteht man unter dem literarischen Begriff Tendenzwende (70er)?

3 Antworten

70er Jahre: Es geht um das, was M. Reich-Ranicki die "neue Subjektivität" genannt hat, etwa: Die Widmung (B. Strauß), Wunschloses Unglück (Handke) Jugend (Koeppen), Licht (Meckel).

Weg von der Politisierung der Literatur, hin zum Traum, zum tagebuchartigen Schreiben, zum Bekenntnis, zur Introspektion, zur Darstellung individuellen Leidens.

 

 


Der Begriff bezieht sich nicht speziell auf die Literatur; er besagt, dass eine bestimmte  - z.B. literarische - Tendenz zu Ende geht und gegenüber einer neuen, anderen Tendenz an Bedeutung verliert

Meinst du, was man unter der Tendenzwende in der Literatur versteht?

Grundsätzlich ein Abwenden von rein politischer Literatur um 1975 hin zur Subjektivität.

Hier unter diesem Link kannst du dir eine pdf runterladen, die das sehr gut beschreibt.

https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.pulib.sk/web/kniznica/elpub/dokument/Jambor1/subor/I.pdf&ved=0ahUKEwjFw93G07PSAhXINpoKHfdCBEkQFggsMAU&usg=AFQjCNEmHQg_DgVKRF_HPRv3fzDUCIypRw&sig2=1VtOFBwq3cVUGYrIYWRcqA

Hallo rotreginak02, 

ja, genauso habe ich es gemeint. 

Und betrifft dies auch die DDR-Literatur, oder nur die BRD?

Vielen Dank.

sokarCZ




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@sokarCZ

Eher die BRD- Literatur, würde ich sagen, da die kritische Auseinandersetzung mit politischen Themen und Kritik am Staat in der DDR nicht so einfach möglich war.

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