Was versteht man unter: Aus einem Glasfaserbündel austretendes Licht wird durch Totalreflexion und oft zusätzlich mit Brechung wie bei der Luftspiegelung ...?

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2 Antworten

Hallo klasf,

der Satz "Aus einem Glasfaserbündel austretendes Licht wird durch Totalreflexion .." ist etwas unglücklich formuliert. Die Phänomene wie Brechung und Totalreflexion laufen ja nur ab solange sich das Licht noch innerhalb der Glasfaser befinden.

Die Frage "Es gibt doch bei Glasfasern keine Brechung, oder?" muss mit dem Satz "Doch, wohl!" beantwortet werden. Die meisten stellen sich eine Glasfaser wie einen von innen verspiegelten Schlauch vor, in dem Lichtstrahlen praktisch im Zickzackkurs weitergeleitet werden. In Wahrheit sind das aber Lichtbrechungseffekte mit Totalreflexion. Eine Glasfaser hat in der Querschnittsansicht einen sehr, sehr kleinen Kern mit einem hohen Brechungsindex, der von einem Mantel mit niedrigem Brechungsindex umgeben ist. Genau an dieser Grenzschicht kommt es zu fortgesetzter Totalreflexion, was praktisch einem Spiegelungsprozess gleichkommt. Also nochmal: Brechung plus Totalreflexion = Spiegelung. Die Strahlungsenergie bleibt im Kabel.   

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Beim Ein- und Auskoppeln spielt die Brechung eine Rolle, nicht innerhalb des Lichtleiters. Da gibt es nur die Totalreflexion.

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