Was versteht Jean- Paul Sartre unter dem "Analogon" im Zusammenhang mit seiner Bildtheorie und welche Aufgabe kommt diesem (dem Analogon) zu?

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1 Antwort

Eine gute, geraffte Darstellung findest Du unter:

http://www.gib.uni-tuebingen.de/netzwerk/glossar/index.php?title=Bildbewusstsein

Abschnitt Jean-Paul Sartre.

Darin heißt es (Einfügungen und Hervorhebungen von mir):

"Die images mentales (die reinen geistigen Vor­stellungen) greifen für die Konsti­tution der Imagi­nation auf den Wissens­bestand, die Affek­tivi­tät und Be­wegungs­emp­fin­dungen des ima­ginie­renden Bewuss­tseins zurück, wohin­gegen bei den images physiques (den physischen Bildern bei Husserl) ein Wahr­nehmungs­objekt als Analo­gon fungiert, um ein abwe­sendes Objekt imaginär zur Er­scheinung zu bringen."

Als Analogon weist das Analogon als eine Art Transportmittel aus. Ein physisches Gemälde in seiner ganzen Erscheinung ist sozusagen eine Imaginations-Stütze für die rein mentale Vorstellung. Stell Dir folgendes Gespräch vor: Ach erinnerst Du Dich noch an unseren Klassenkameraden Karl Hammerstein? - Karl Hammerstein? Den Namen erinnere ich, aber mir fehlt im Moment die Vorstellung, wie er aussah. - Warte, ich habe hier ein altes Bild vom letzten Schulausflug, siehst Du rechts, das ist Karl. - Ah, ja, jetzt hab ich wieder sein Bild vor Augen!  -- In diesem Beispiel wird deutlich, wie ein Foto als Analogon dient, dass sich jemand überhaupt wieder an Karl erinnert. Das Foto ist ein Hilfsmittel, eine Erinnerungsstütze - das nennt Sartre ein Analogon.

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