Was versteht ihr unter Kulturmarxismus?

4 Antworten

K. ist die Theorie, wie die verhasste "bürgerliche Gesellschaft" auf indirektem Weg revolutioniert werden kann, nachdem die proletarische Revolution gescheitert ist. Väter des K. sind die Marxisten Horkheimer, Adorno, Marcuse, Fromm und Habermas, die Hauptfiguren der sog. "Kritischen Theorie".

  • Der K. will die Familie (= "repressive bürgerliche Kleinfamilie") auflösen und kollektive Formen der Kindererziehung einführen.
  • Er greift die beiden Geschlechter an (Geschlechter = "bloße Konstrukte") und propagiert, dass jeder jederzeit ein anderes Geschlecht (von 62) annehmen könne.
  • Er greift alle gewachsenen Ordnungen an wie Volk, Nation, Muttersprache, regionale Sitten und Gebräuche.
  • Der Mensch soll "frei" von allen Bindungen und Wurzeln sein. Erst dann soll er angeblich glücklich sein.

Und? Bist du denn nun damit glücklich geworden?

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Das ist ein Kampfbegriff von Faschisten und anderen rechten Ideologen, die mit diesem Etikett progressive kulturelle Entwicklungen als feindlich markieren wollen.

Die Übertragung von den Ideen des Kommunismus, i.e. Gleichmacherei, auf andere Aspekte als die Klassenzugehörigkeit wie Ethnie, Geschlecht, sexuelle Orientierung usw.

Also im Sinne von: Alles ist von der Natur her gleich und wenn es das in der Realität nicht ist, dann kann es nicht gerecht zugegangen sein und muss um jeden Preis gleich gemacht werden. Aber auch im Sinne von: Es gibt die Unterdrückten und die Unterdrücker, und die Unterdrückten sind per se die Guten und sollten mehr Rechte genießen als die Unterdrücker, die per se die Bösen sind.

(Bzw. Gleichmacherei/Gleichheit muss meiner Meinung nach eigentlich nicht unbedingt eine Idee des Kommunismus sein, aber ist eben in mancherlei Augen anscheinend nahe verwandt mit Gleichberechtigung und der Idee, dass es vielleicht nicht gerecht ist, dass man für die eine Arbeit tausendmal mehr verdient als für die andere (+ basic Sozialstaat), und wird deswegen oftmals sowohl von Gegnern als auch Befürwortern damit verwechselt, obwohl es eigentlich das genaue Gegenteil ist, aber joa. Kulturmarxismus bezeichnet in diesem Fall nur den Schwachsinn, nicht tatsächliche Gleichberechtigung.)

Meine Definition aufgrund dessen, wie Leute in meinen Kreisen (im weiteren Sinne) das Wort verwenden und wie ich es auch für sinnvoll halte. Kann gut sein, dass es andere Kreise gibt, in denen es etwas anderes bedeutet.

Das sind "Marxisten", die nur ihre eigenen Vorstellungen von Kultur haben, dafür kämpfen und keine andere gelten lassen.

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