Was versteht die Bibel unter den Gerechten?

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10 Antworten

die Gerechten meint, die Gerechtfertigten.

Es ist ein komplexes Thema. Ich verstehe es folgendermassen: Die Bibel zeigt drei Schritte auf: 1. Die Rechtfertigung vor Gott (der Sünder steht so da, als hätte er nie gesündigt durch die Vergebung) Sie passiert in einem Augenblick, wenn der Mensch zu Gott kommt und sein Angebot annimmt, einzig und allein durch den Glauben an die Zusagen Gottes. Damit ist der Mensch ein Gerechter. 2. Die Heiligung, dh der Mensch, der Gott liebt  führt mehr und mehr ein Leben in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes - durch das Wirken des Heiligen Geistes und der Gnade Christi, (Dieses Wachstum dauert ein ganzes Leben lang, Schritt für Schritt, nicht um erlöst zu werden sondernals Frucht der Erlösung und zum Zeugnis für Gott)- und 3. Die Verherrlichung, dh die Wiederherstellung des Bildes Gottes im Menschen und ewiges Leben mit Gott.Diese 3 Aspekte werden sehr schön im Buch Sacharia Kapitel 3 aufgezeigt im Gleichnis des Hohepriesters Jeschua.

Die Gerechtigkeit wird symbolisiert mit einem reinen Kleid, das ist die Gerechtigkeit Gottes, die dem Menschen angerechnet wird und die (Un)Gerechtigkeit des Menschen wird als beschmutztes Kleid symbolisiert. Von sich aus ist kein Mensch gerecht vor Gott, allein durch den Glauben an das Blut Jesu.

Viktor1 07.07.2017, 18:42
 allein durch den Glauben an das Blut Jesu.

nur daß Jesus selbst von dieser Lehre nichts weiß und dies auch so nicht gelehrt hat.
Gerecht wird man nicht durch "3 Schritte" oder sonstige Phantasien sondern dadurch, daß man den Willen Gottes im Liebesgebot tut, erfüllt.

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joergbauer 10.07.2017, 12:14
@Viktor1

Und der Wille Gottes ist, daß man an die Vergebung der Sünden glaubt die durch Tod und Auferstehung und das Blut geschehen ist.

Epheser 2,13: "Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe geworden durch das Blut Christi".

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Nun - was "die Bibel" unter Gerechten versteht, das könnte strittig sein.
Unstrittig ist, was die Botschaft Jesu, also Jesus selbst, unter Gerechten versteht, hier unmißverständlich nachzulesen bei Mt.25,31-46
https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31
(s.auch Luk.18,13-14)
Alle anderen Aussagen, welche sich auf mißverstandene Texte der Paulusbriefe oder auf Textauszüge des AT beziehen sind nicht relevant - für Christen.
Aber auch Paulus, welcher viel über den "Glauben" spricht, durch welchen wir gerecht werden sollen hat sich klar darüber ausgesprochen, was er letztendlich darunter versteht Gal.5,6
Denn in Christus Jesus kommt es ... darauf an,... den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist.
Also der "Glaube" macht  auch da, entsprechend  der Botschaft Jesu, eben nicht gerecht - wie auch - sondern nur die Erfüllung des Liebesgebotes.
Und das ist auch nachvollziehbar, denn Glauben (was auch alles ! )kann man nicht erzwingen.
Und außerdem gibt es Milliarden von Menschen, welche den "Glauben" garnicht kennen, aber trotzdem "das Gesetz des Herzens" entsprechend ihrem Gewissen beachten. Auch diese sind vor Gott gerecht.
Auch dazu hat sich Paulus deutlich ausgesprochen. Röm.2,12-16
https://www.bibleserver.com/text/EU/Römer2,12

Gerecht ist wer seinem ärgsten Feind verzeihen kann.   Gerecht ist wer Fehler  nicht böse aufnimmt, sondern versucht gute Lösungen zu finden . So wir gerecht sind  ,leben wir  das was Jesus uns vorlebte , was er uns gab . Gnade und Gerechtigkeit. Nur wenn wir verstehen , was Gerecht ist , dann kann auch diese Person Gerechtigkeit durch den Glauben zu Jesus erlangen . 

lieben Gruß 

Das sind Leute, ähnlich wie Kinder, denen der Vater sagt, du bist ´n tofter Kerl. Die ihre Identität aus der Stellung eines Kindes zum Vater beziehen, und nicht primär aus Leistung.

Im Römerbrief schreibt Paulus: "Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«" (Röm 1,17).

Die MacArthur-Studienbibel kommentiert diesen Vers: "die Gerechtigkeit Gottes. Eine bessere Übersetzung wäre »Gerechtigkeit von Gott her«. Ein Hauptthema dieses Briefes. In seinen verschiedenen Formen kommt dieser Begriff über 30 Mal im Römerbrief vor. Gerechtigkeit ist der Zustand vollkommener Übereinstimmung mit Gottes vollkommenem Gesetz und seinem heiligen Charakter. Auch andere Wörter, die von derselben gr. Wurzel stammen, kommen etwa weitere 30 - mal vor und werden gewöhnlich übersetzt mit »gerechtfertigt«, »Rechtfertigung« etc. Nur Gott allein ist in sich selbst gerecht (5Mo 32,4; Hi 9,2; Ps 11,7; 116,5; Joh 17,25; Röm 3,10; 1Joh 2,1; Offb 16,5). Der Mensch hingegen erlangt - zu seinem Verderben - nicht den gottgemäßen Maßstab moralischer Vollkommenheit (3,23; Mt 5,48). Aber das Evangelium offenbart, dass Gott auf der Grundlage des Glaubens - und allein des Glaubens - gottlosen Sündern seine Gerechtigkeit zurechnet (s. Anm. zu 3,21-24; 4,5;  2Kor 5,21;  Phil 3,8.9).

Der Gerechte wird aus Glauben leben. Paulus will beweisen, dass Gott schon immer Sünder durch Gnade auf Grundlage des Glaubens gerechtfertigt hat. Gott machte Abraham zum Vorbild und Muster des Glaubens (4,22-25; Gal 3,6.7) und nennt ihn daher »Vater aller Gläubigen« (4,11.16). An anderer Stelle verwendet Paulus genau denselben Ausdruck, um zu zeigen, dass niemand jemals vor Gott als gerecht erklärt worden ist, außer durch Glauben allein (Gal 3,11) und dass wahrer Glaube sich im Wandel beweisen wird (Phil 2,12.13). Dieser Ausdruck betont, dass wahrer Glaube kein momentanes Ereignis ist, sondern ein Lebensstil - er dauert an. Diese Dauerhaftigkeit wird als Ausharren der Heiligen bezeichnet (vgl. Kol 1,22.23; Hebr 3,12-14). Ein Hauptthema der Geschichte Hiobs ist, dass rettender Glaube niemals aufhört oder zerstört werden kann, wie sehr Satan sich auch darum bemühen mag."

HansBeckerSamu 08.07.2017, 21:26

Bitte überarbeite den Text bzw schau an was du geschrieben hast, ob es wirklich stimmt. Denn da steht sehr viel, was nicht korrekt ist. Das kann man gar nicht alles aufzählen.

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Da wir alle sündhaft sind, gibt es eigentlich keine wirklich gerechten Menschen.

Trotzdem betrachtet Gott die Menschen als gerecht, die sich trotz ihrer Unvollkommenheit ehrlich bemühen, seinen Willen zu tun.

Gerecht ist, wer Gottes Anweisungen umsetzt. Dazu muss man verstehen, was Gott will und es auch tun.

Merkhilfe (gesprochen): Geh recht. Richtig gehen.

Quelle: https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200003733

Zitat:

Gott bestimmt den Maßstab. Der Gräzist Kenneth S. Wuest erklärt: „Gott ist der objektive Maßstab, der den Bedeutungsinhalt von dikaios [gerecht] bestimmt und diesen Bedeutungsinhalt zugleich unveränderlich bewahrt, da Er der Unveränderliche ist.“ 

Danach zitiert er Cremer wie folgt: „Gerechtigkeit im biblischen Sinne ist ein Zustand der Rechtmäßigkeit, dessen Maßstab Gott ist und der nach dem göttlichen Maßstab beurteilt wird, der sich in einem Verhalten äußert, das mit Gott übereinstimmt, und vor allem mit seiner Beziehung zu Gott und mit dem Wandeln vor Ihm zu tun hat. 

Er ist und heißt dikaiosune theou (Gerechtigkeit Gottes) (Rö 3:21; 1:17), eine Gerechtigkeit, wie sie Gott zu eigen und vor Ihm von Wert ist, eine Gott ähnliche Gerechtigkeit, siehe Eph. 4:24; mit dieser so definierten Gerechtigkeit kommt das Evangelium (Rö 1:17) in die Welt der Nationen, die gewohnt war, einen anderen Maßstab anzulegen“ (Studies in the Vocabulary of the Greek New Testament, 1946, S. 37).


das sind die, die sich bemühen, keine fehler zu machen

Die "Gerechten" glauben Gott (Röm.2,13; 6,23; 1.Joh.3,7).

Im Vergleich zum "Gott dieser Welt" (Offb.12,9), der die ganze Welt verführt (Offb.17,1-14).

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