Was verbindest du mit dem Thema Frieden?

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5 Antworten

Hatte in meinem Leben bisher nicht viele Gelegenheiten, um sowas wie Frieden zu finden, aber ein paar gibts dann doch.

- Wenn ich Tiere um mich habe (Hunde, Katzen, Pferde)

Etwa ich im Frühjahr, wenn Pollen und Hitze noch nicht so Thema sind mit meinem Hund irgendwo raus, wo man eher Natur und etwas Aussicht um sich hat und ein ruhiges Plätzchen um es zu genießen. Ohne störende Handys, andere Leute. Auch Herbst, wenn sich die Sonne durch den leichten Nebel kämpft.

- Durch die Augen eines Hundes (Ein Traum von mir)

Ist schon ein paar Jahre her, aber er ist mir bis heute im Gedächnis geblieben. Ich bin lungenkrank und werde dieses Gefühl in der Realität nie erleben, vielleicht deshalb.
Ich habe geträumt, daß ich ein Deutsch Drahthaar Hund bin. Ich liege ganz gemütlich vor unserem Gartenhaus in der Sonne. Meine Leute sind nicht zu Hause und nichts los außer ein paar Insekten, die rumschwirren. Es ist ein warmer, nicht zu heißer Tag. Wir haben einen relativ großen Garten um unser Haus und das Grundstück vom Nachbarn ist auch eine noch unbebaute Wiese.

Doch dann höre ich andere Hunde, verschiedenster Größe der Stimmen nach. Dann kommt ein Laufentenpaar in mein Sichtfeld, das die anderen wohl jagen. Auch mich reißt es auf die Pfoten und ich schließe mich den anderen Hunden an. Ein paar Gewissensbisse hab ich anfangs schon, daß ich so einfach verschwinde, aber dann überwiegt, dieses Bedürfnis dabei zu sein. Es ist ein bunter Haufen, wo vom kleinen Jack Russell bis zum Rottweiler alles vertreten ist. So sicher 6-7 Hunde und nun auch ich. Die Enten haben ordentlich Vorsprung und können stückchenweise auch niedrig fliegen.

Ich laufe, ich springe, ich kann mühlelos auch schneller laufen, ich bin Teil der Gruppe. Der Wind weht mir um die Schnauze. Alles so leicht. Mir geht es, auch wenn ich bald ziemlich an der Spitze der Gruppe laufe, nicht wirklich darum, die Enten zu kriegen, die wir durch sämtliche Gärten der Siedlung jagen. Einfach um das Erlebnis an sich. Einen solchen Frieden wie in diesem Augenblick, hatte ich in der Realität noch nie. So dieses "So muß es sein, so kann es bleiben" Moment.

- Autofahren

Autofahren kann bei mir Anlaß für Streß und Zornesausbrüche sein, aber wenn alles glatt läuft - keine Baustellen, keine Mikrocars, keine Traktoren, keine Radfahrer, weitgehend freie Strecke oder zumindest Überholmöglichkeit in absehbarer Zeit, gutes Wetter, ein voller Tank, gute Musik oder ein klasses Hörbuch, dann bringt es mich super zur Ruhe, wenn mir der Fluchtinstinkt durchbricht. Fast sowas wie Frieden, denn dann bin ich für keinen erreichbar.

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Konzept des Friedens

Frieden bedeutet für mich, sich selbst mit all seinen Eigenschaften zu akzeptieren und nicht an Bewertungen und Erwartungen zu haften.

Ist man mit sich selbst in Frieden und hat Einsicht in sich selbst gewonnen, ist man auch in der Lage, die Motivation anderer Menschen nachzuvollziehen.

Erst wenn individueller Friede gefunden ist, kann kollektiver Friede entstehen.

Schließlich gibt es nicht mehr "meinen" und "deinen" Frieden, sondern nur noch Frieden.

Erfahrungen des Friedens

Ich habe bereits ein paar Erfahrungen des Friedens gemacht - bei der Meditation, in der Natur, im Gedränge eines Bahnhofs, beim Aikido-Training...immer war es die absolut präsente Erfahrung des gegenwärtigen Moments, die dazu führte.

In diesen Momenten gab es kein Ziel, kein Wollen, kein Zurückblicken, oder Vorausschauen - es war nur der Moment.

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Ich muss beim Thema Frieden an unsere Aktion denken, die wir zu meiner Zeit beim Bund durchgezogen haben.

Zu der Zeit kam das Buch auf den Markt "Soldaten sind Mörder". Kurze Zeit später wurden die Zäune unserer Kaserne mit Spruchbändern mit diesem Slogan und schlimmeren wie "Witwenmacher" oder "Kinderfresser" behängt. 

Jeden Morgen stapelte unsere Wache diese auf einen Haufen und verbrannte sie vor der Kaserne.

Als nach einigen Wochen der Spuk nicht aufhören wollte und unsere Soldaten auch im nahegelegenen Ort blöd angemacht wurden, beschloss unser Kommandant zu reagieren. 

Er ließ einen kompletten Zug aus 30 Mann herausgeputzt antreten, mit G3 ohne Magazin. Dann gings in 2er-Reihen aus der Kaserne. In jedem Lauf steckte eine weiße Rose. 

Der letzte trug ein Rückenschild: "sehen so Mörder aus?" 

Nach einem Marsch durch den ganzen Ort war außer Scham nichts mehr in den Gesichtern zu lesen und die Spruchbandaktionen hörten schlagartig auf.

Passt vielleicht nicht ganz, aber Frieden ohne Waffen wird vorerst UTOPIE bleiben. Traurig aber wahr.

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Was ich bin Frieden in Verbindung bringe:

Freundschaft, Liebe, Geborgenheit, gutes Management, eine Ordnung/Sicherheit, Wissen (Know-how wie man zu etwas kommen kann - wo man Hilfe finden kann), eine gesunde Natur, gesunde und glückliche Menschen, Hilfsbereitschaft, Selbstständigkeit, größtmögliche Unabhängigkeit, erwachsen sein/werden, Information, Möglichkeiten schaffen, Bildung, Qualität statt Quantität (Stopp der Überbevölkerung - weniger Menschen, die dafür mehr können und wissen - sich dadurch selbst besser helfen können und auch anderen eine Hilfe sein können), Gesundheit, Schönheit, Freude, Spiel und Spaß, positive Gefühle, gute Projekte, konstruktive Teamarbeit, statt dem Kapitalismus gibt es eine Gemeinwohl-Wirtschaft in der es um Fairness und um global gute Projekte geht... 

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Kein Streit
Glücklich sein
Partizipation
schönes Gefühl
....

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