Was unterscheidet uns Menschen von den Tieren?

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Nachdenken über Zukunft, Vergangenheit, den eigenen Platz darin Konsequenzen unseres handelns im Voraus betrachten und abwägen, das sind Vorgänge die man bei menschen deutlich und quasi täglich feststellt, bei Tieren viel weniger ausgeprägt.

Die Fähigkeit mit Hilfe des Geistes sogar gegen die verbliebenen Instinkte zu handeln - eine Fähigkeit die nicht immer gut ist aber uns ermöglicht hat mit der Zeit so elementare Ängste wie die vor Feuer zu überwinden.

Kunst und Kreativität jenseits von Instinkt und Nutzen sind aber wohl das was uns wirklich unterschiedlich macht.
Der Vogel singt ein Lied wiel er dazu geboren wurde, lernt vielleicht einige neue Melodien von anderen Vögeln aber er erschafft nichts ganz neues, kein Vogel käme auf die Idee z.B. auf einmal Opern zu zwitschern oder ähnliches;)
Einige Tiere benutzen simple Werkzeuge aber keinem davon kam der Gedanke ihr Lieblingswerkzeug mit Mustern zu versehen um ihm einen Mehrwert zu geben, den "Geist" des Werkzeuges zu beschwören etc. wie es schon unsere frühen Vorfahren taten.

Ob Tiere Fantasie haben kann niemand sagen, vermutlich sind sie aber nicht in der Lage komplizierte "was wäre wenn" denkspielchen zu vollführen.

Wir sind intelligenter und konnten uns somit von der Evolution und der Natur lossagen.

Bei uns (zumindest in der westlichen Gesellschaft bei den meisten Menschen) gibt es keine natürliche Selektion mehr.
Hier sterben Behinderte nicht einfach und werden im Stich gelassen, hier müssen stark Übergewichtige, Unsportliche oder Waisenkinder nicht mehr selbst jagen und verhungern auch nicht einfach.
Wir sind nicht mehr abhängig von der Tierpopulation, denn wir züchten einfach, damit wir genug Essen haben.
Obwohl ein Tiger uns einfach zerfleischen könnte, haben wir Waffen zum Überleben, die uns unheimlich stark machen.

Wir sind sehr anpassungsfähig, so konnten wir so lange Überleben. Ob kalte oder heiße Klimate, ob Fleisch oder pflanzliche Nahrung, wir können leben.

Wir sind kaum mehr ein Teil der Natur, so wie wir uns schon von ihr entfernt haben. Und teilweise sind die Entwicklungen und "Errungenschaften" (zb Überbevölkerung, Massentierhaltung, radioaktiver Müll usw.) nicht gerade gut.

>was Tiere nicht können ist beten

Da will ich aber widersprechen. Mein Hund betet oft den Mond an. Natürlich in seiner eigenen Sprache, dem Bellen, er meint, sonst wäre es nicht gültig. 

Als er neulich Nacht wieder einmal den Mond angebellt hat und ich ihn um Ruhe bat, da meinte er: "Wie du vielleicht bemerkt hast belle ich nicht, sondern bete. Bitte respektiere meine Religion. Es gibt keinen Gott als den Mond, denn nur er gewährt uns in der Nacht genügend Licht dass wir sehen können, aber auch so wenig Licht, dass unsere Beute nicht sehen kann. Wer dieses Zeichen verachtet, der verhält sich vorsätzlich dumm und wird von Gott mit Hunger bestraft für alle Zeiten."

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Die Grenze zwischen Tier und Mensch ist reine Definitionssache und sehr beliebig.

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