was tut ihr wen ihr eine depressiven Nerven zusammenbruch bekommt.

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12 Antworten

ich versuchs mit gitarre spielen, mich in meinen lieblingsbüchern vergraben und malen. irgendiwe ablenken. beruhigungstee kann auch helfen, genauso wie schokolade, das ist aber nur für den moment. aus welchen gründen bekommst du solche zusammenbrüche denn? bei mir passiert das, wenn ich mich überfordert fühle und/oder überarbeitet.

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Ich muss sagen, dass ich noch nie einen richtigen Nervenzusammenbruch hatte (obwohl ich auch schon heulend in der Ecke hockte), aber ich arbeite auch daran, dass das nicht passiert, indem ich jedes Mal, wenn ich merke, dass ich in eine negative Stimmung abrutsche, entgegenwirke. Zugegeben, das kannst du nicht in dem Moment machen, wo du gerade am Tiefpunkt bist.
Es gibt mehrere Strategien, mit einem Zusammenbruch umzugehen (sofern du noch dazu in der Lage bist, sie umzusetzen, aber man kann ja auch mehrere kombinieren). Eine Möglichkeit ist das Rauslassen: heulen, schreien, Sachen kaputt hauen (aber bitte nur mit Müll und wo, wo du niemandem schadest), auch virtuell, Ballerspiele etc. (aber Achtung, du willst runterkommen, nicht noch mehr ausrasten, da musst du wissen, ob's hilft). Andere Möglichkeit: was Schönes machen. Du kannst eh nicht arbeiten, wenn du am Zusammenklappen bist, also kannst du genauso gut was anderes machen. Spazieren gehen, einen schönen Film anschauen (was möglichst nichts mit deinem aktuellen Problem zu tun hat), was lesen (ist schwer wegen Konzentration, aber z.B. Comics, was dich halt aufheitert), shoppen oder lecker essen. Letztere bitte in Maßen, sonst wirst du arm oder fett, beides nicht unbedingt erheiternd. Alkohol und Drogen bringen gar nichts, wenn du es nicht bei einmal belassen kannst, und das kannst du nicht, wenn du nicht ohne auskommst, also Finger weg davon. Pharmazeutische Stimmungsaufheller auch nur dann, wenn du danach was änderst. Die dritte Möglichkeit kannst du vielleicht während des Zusammenbruchs schon als Ausweg nutzen, spätestens aber danach: Drüber nachdenken.

Es mag Leute geben, die wirklich Feinde haben, die ihnen das Leben zur Hölle machen, aber das sind wohl die wenigsten, die Probleme mit Depressionen haben, denn auch, wenn es einem manchmal so vorkommt, als hätte sich die ganze Welt gegen einen verschworen, kommt ein Großteil der Negativität aus einem selbst. Es gibt Gründe dafür, dass man unglücklich ist, manchmal offensichtliche, wenn einem gerade der Hund gestorben ist, aber manchmal auch versteckte, z.B. wenn man in seinem Job nicht zufrieden ist, weil einen die Chefin an die Exfreundin aus der Schulzeit erinnert, oder aber, weil man ignoriert wird, obwohl man kluge Sachen sagt. Was Psychologen machen, ist, diese versteckten Gründe ausfindig zu machen, dich daran zu erinnern und dich dazu zu bringen, damit umzugehen. Wenn du also dauerhaft von der Depression wegkommen willst, musst du dich mit dir auseinandersetzen, und wenn du genug Willenskraft aufbringst, geht das auch ohne teure Therapie.
Und wenn die Quelle gefunden ist, was dann? Der Schlüssel ist, konsequent zu sein: lass dich nicht einfach abspeisen, besonders von dir selbst nicht. Na gut, gegen die Vergänglichkeit an sich kannst du vielleicht nichts machen, aber wer sagt denn, dass du in dem Job bleiben musst? Ist das wirklich das einzige, was du kannst? Unwahrscheinlich. Ok, was, wenn du deinen Job eigentlich magst, aber da jemand ist, der dich immer runtermacht. Warum macht der dich denn runter? Hast du schon mit ihm drüber gesprochen? Hat der vielleicht auch Probleme, die er an dir auslässt, weil er unfähig ist, selbst damit umzugehen? Menschen sind nicht "einfach böse", sie haben ihre Gründe, genau wie du, und sie gehen damit um oder auch nicht, das bestimmt ihr Verhalten. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob du vielleicht was Extremes erlebt hast, einen Trauerfall im engsten Familienkreis oder so, dann kann ich mich nicht in deine Lage versetzen, das geb ich zu, aber ich weiß auch, dass es viele Leute mit "selbstgemachten" Problemen gibt, die depressiv sind, obwohl sie, von außen betrachtet, keinen Grund dazu haben. Ihre Gründe liegen dann weiter innen, weil sie zu wenig Bestätigung erfahren (die kann man sich übrigens auch selbst geben, wenn's sein muss), weil sie einsam sind (das muss nicht so bleiben) oder weil sie Fehler gemacht haben (das ist nicht mehr zu ändern, aber vielleicht kann man noch was wieder gut machen).
Eine grundlegende Erkenntnis muss dir klar werden, und nicht nur, weil ich das sage: Es muss nicht so sein. Es ist nicht dein Schicksal, depressiv zu sein (eine Schicksalsmacht, die das anders sieht, möge mich bitte korrigieren), es mag Umstände geben, die dich in diese Situation gebracht haben, manche vielleicht schwerwiegend. Aber unverrückbar? Nein.

Vielleicht hast du jetzt schon eine Idee, was du ändern kannst. Eine Warnung aber noch: Hör nicht auf nachzudenken, wenn du ein Problem entdeckt hast. Sowas führt zu Leuten, die ihre Frau umbringen, weil die ja an "allem" schuld ist. Du bist ein komplexes Wesen und die Welt, in der du lebst, ist es auch. Manche Probleme lassen sich leicht lösen, aber die meisten, gerade im psychologischen Bereich, sind vielschichtig und erfordern sorgsamen Umgang. Das ist aber kein Grund, sie nicht anzugehen. Ich wünsche dir viel Erfolg.

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Das hatte ich schon öfter. Da bin ich dann zum Arzt gegangen und habe mich krankschreiben lassen. Denn so konnte ich nicht arbeiten.

Aus Erfahrung weiß ich aber, dass es dann irgendwann wieder besser geht. So gehe ich dennoch optimistisch an die Sache ran. Es ist nur eine Frage der Zeit. Und mit der richtigen Hilfe, wird diese schnell überbrückt.

Meine letzte Depression äußerte sich allerdings nicht mit einem Nervenzusammenbruch, sondern mit starken psychosomatischen Beschwerden. Die haben mich noch "verrückter" gemacht als ein Nervenzusammenbruch. Da sie nicht so schnell überwunden waren.

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ich würde zum nächsten krankenhaus fahren (psychiatrische abteilung) würde dem arzt/ärtzin meine situation schildern. wahrscheinlich bekommst du zunächst einen "stimmungsaufheller " verschrieben und man wird dir wahrscheinlich nahelegen zusätzlich eine therapie zu machen...

in einigen (vielen?) städten gibt es auch psychiatrische notfallstationen...lässt sich über google herausfinden.... good luck!

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Ist mir gluecklicher weise noch nie passiert. Aber ich denke wen mir so etwas je passiern wurde wuerd ich zum Arzt gehen.

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Krieg ich alle zwei Tage! Ist nicht schön :( Aber ich lach dann immer Leute aus denen es schlechter geht als mir! Das macht mich wieder glücklich!

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hochhaus rauf und runterspringen, meistens jedenfalls

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Kommentar von Serela
08.10.2011, 14:43

Ich mag den Witz in deiner Antwort, auch wenn ich sie nicht für konstruktiv halte ;)

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Ins Bett gehen und mit der Bettdecke einkuscheln :)

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Musik hören, für mich alleine sein und über das Problem nachdenken.

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Das wird nie passieren aber falls doch würde ich mich einweisen lassen.

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Weinen, weinen, weinen..

Im Zimmer abschließen zwischendurch schreien und allein sein. Später suche ich dann die Nähe von meinen geliebten Menschen :D:D

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