Was tut ein Mönch?

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6 Antworten

Es gibt beschauliche kontemplative Orden. Den Menschen geht es v.a. um das Beten. Sie tragen eine Ordenstracht und verbringen ihr Leben fast ausschließlich innerhalb des Klosters. Dort wird die meiste Zeit am Tag geschwiegen und viel gebetet. Es gibt regelmäßige gemeinsame Gebete (meist so 3x am Tag), bei denen 1/2 Std. oder länger gemeinsam gebetet, meditiert und gesungen wird, dann verbringt man auch viel Zeit mit dem stillen Gebet. Die Ordensmenschen sind über die Zeitung bestens informiert und können so ganz konkret für Menschen beten, die Hilfe brauchen. Es versteht sich von selbst, dass die Ordensleute an die Macht des Gebetes glauben. In strengen Orden gibt es auch noch Gebete in der Nacht.

In der Gemeinschaft selbst gibt es Aufgaben, die verteilt werden: Waschen, Kochen, Nähen, Handwerkliches, Einkaufen etc... Um ihr Gemeinschaftsleben finanzieren zu können, arbeiten manche Ordensleute, die in weniger abgelegenen Klöstern leben, teilzeit entweder außerhalb oder stellen selbst Produkte her (Käse, Bier, Backwaren u.ä.) und verkaufen diese. Machmal liegt das Kloster sehr abgelegen und hat eine eigene Landwirtschaft, sodass der Orden absolut autonom ist. Dann gibt es noch Orden, die Krankenhäuser, Schulen, Heime oder andere Institutionen besitzen, in denen die Ordensmenschen angestellt sind.


Andere sind aktiv ausgerichtet: diese Ordensmenschen gehen in die Welt hinaus, v.a., um sich um bedürftige Menschen zu kümmern. Sie wohnen meist nicht in einem richtigen Kloster, sondern in einer Art WG oft mitten in der Stadt zusammen und tragen keine Ordenstracht, um sich nicht von den anderen Menschen abzusetzen. Sie sind im sozialen Bereich tätig, üben einen ganz normalen Beruf aus, mit normalem Arbeitsvertrag und Arbeitsbedingungen, wie "normale" Menschen auch, sie arbeiten oft als Krankenpfleger, Lehrer, Ärzte - da gibt es so gut wie alle Berufe -, aber auch als freiwillige Helfer ohne Bezahlung... . Auch diese Ordensmenschen haben meist mindestens ein gemeinsames Gebet am Tag, betrachten für sich außerdem die Schrift, und sind in sofern auf eine andere Weise kontemplativ, als sie versuchen, jeden Moment aufmerksam für die Gegenwart Gottes zu leben und seine Liebe zu spüren und weiterzugeben.

Ein Mensch, der eine Berufung zum Ordensleben verspürt, hat eine große Auswahl an Orden und das ist gut so, denn so werden seine individuellen Interessen und Vorzüge berücksichtigt und er kann sich perfekt entfalten.

Es gibt verschiedene Richtungen im Mönchtum oder besser bei den Ordensleuten. Es gibt solche, die beten und arbeiten, nach der Regel des Benedikt, die man zusammenfassen kann in "Ora et labora", - Bete und arbeite. Das sind die meisten Orden.

Es gibt sehr strenge Orden, wie die Kartäuser, die viel schweigen.

Es gibt die "kontemplativen" Orden, die beschaulichen. Die Kirche hat diese Menschen zu einem besonderen Dienst "ausgesondert", damit sie Gott loben, ihn verehren, ihm im Gebet und der Anbetung dienen.

Sonst arbeiten die Ordensleute viel. Zum Teil praktisch, andere sind Lehrer und Lehrerinnen in allen möglichen Disziplinen. Die Jesuiten sind oft große theologische Forscher, oder sie engagieren sich in humanitären Unternehmungen.

Der Tageslauf ist streng geregelt, gefaulenzt wird nicht.

Sehr viele Details kannst du im Internet ergoogeln.

Ein Mönch ist, wenn man so will, eine Weibliche Nonne.

Was ein Mönch macht hängt ganz davon ab wo der Mönch sich aufhällt, Mönche leben in der Regel in Klöstern und haben dort verschiedene aufgaben, z.B Gartenpflege, Kochen etc.

Natürlich verbringen Mönche auch viel zeit mit Beten.

"Ein Mönch ist, wenn man so will, eine Weibliche Nonne."

Bist Du Dir da sicher?

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@Sukathlo

Lol, danke, jetzt wurde ich auch selbst auf meinen Fehler aufmerksam :D

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Was ist eine weibliche Nonne?

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Das kommt ganz auf den Orden an.

Ja nach orden leicht verschieden - aber in einem sind sie alle gleich:

Wenig schlaf,

viel gebet,

Harte Arbeit (geistig oder körperlich)

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