Was tun, wenn von Hund gebissen?

10 Antworten

Die Bakterien im Hundemaul gehören nicht in einer Wunde. Der Hund kann sich beim Kotfressen oder Lecken der Pfoten mit Bakterien infizieren, die ihm nicht schaden. Trozdem trägt er sie auf seinen Schleimhäuten. Durch einen Biss werden sie über den Speichel in die Wunde übertragen.

Nach Hundebiss zum Arzt! Auch wenn es keine kleine Wunde ist, von der man denkt, dass sie von alleine heilt. Es geht nicht zum das Schliessen der Wunde, sondern um die desinfektion und ggf. die chirurgische Säuberung.

Sowas kann locker zu einer Blutvergiftung führen. Meine Partnerin wurde mal gebissen. Wir sind ins Ambulatorium des Krankenhauses gefahren. Der Arzt meinte, gut, dass sie gekommen ist. Er hätte schon diverse Körperteile um die Wundränder herum übel beschneiden oder gar schon Finger amputieren müssen.

Bist du gegen Tetanus geimpft?

Grundsätzlich kann ein Hundebiss natürlich einiges übertragen, ist statistisch aber ungefährlicher als ein Menschen- oder Katzenbiss.

Und nein, Tollwut kann quasi ausgeschlossen werden in D.

Nachtrag: Wusst ichs doch dass Tollwut geschrien wird...

Die Leute schreiben immer Tollwut wenn es um Hunde Bisse geht xD

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@LukaUndShiba

Ja und man bekommt das auch irgendwie nicht raus. Aber Panik verbreiten macht schließlich auch Spaß.

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Tollwut kann quasi ausgeschlossen werden in D.

Warum das einschränkende "quasi"? Willst du damit andeuten, dass eine Rabies möglich wäre? Und das in Deutschland? Oder könnte man sich doch mit viel Pech in D mit Rabies infizieren?

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@furbo

Ach, keine Antworten auf die anderen Kommentare mehr, jetzt werden wir persönlich?

Ich bin Naturwissenschaftler, wenn ich sage ausgeschlossen meine ich exakt 0% Wahrscheinlichkeit. Quasi lässt Raum für die Sonderfälle der Realität.

Illegaler Welpenhandel zB, der ja dank der egoistischen Ignoranz unserer geizigen will-haben Gesellschaft boomt. Nur war das kein Welpe, und ein Welpe der erst einen anderen Hund gebissen hat wäre wohl mittlerweile aufgefallen und die Seuchenwarnung raus. Nur es ist nicht UNMÖGLICH.

Das was ihr macht ist sinnlose Panik verbreiten. Oder schreist du bei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auch sofort Ebola? Was übrigens eine höhere Wahrscheinlichkeit hätte eingeschleppt zu werden.

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@Ansotica

Weisst du, Ansotica, letztlich hat sich die Diskussion an meiner Bemerkung in der Antwort "mit viel Pech Tollwut" entzündet. Einige User meinten sogar, persönlich zu werden. Offenbar setzte bei einigen mit dem Wort "Tollwut" der Verstand aus. Letztlich sagt deine Antwort mit dem "quasi" das Gleiche aus wie ich mit meinem "viel Pech", es könnte einen Sonderfall in der Realität geben. Ich versuchte natürlich mich gegen persönliche Wertungen zu wehren (ob es richtig ist sei dahingestellt). Dich persönlich angreifen wollte ich aber nicht, wenn es so rübergekommen ist, tut es mir leid.

Im Nachhinein hätte ich mir meine erste Antwort sparen können, ich bin zwar kein GF-Hundeexperte, wie ein User schon bemerkte, kann aber auf lange Jahre Hundeerfahrung im In- und Ausland zurückblicken. Und es waren nicht nur schöne Erfahrungen, einen Hundeangriff in Italien hätte ich vermutlich nicht ohne meine Terrier überlebt. Und was ein Biss eines nicht kranken Hundes anrichten kann, habe ich schon selbst erleben dürfen. Albanien war wieder ein anderes Ding, aber da war ich schon gegen Rabies geimpft.

Der Welpenhandel, den du ansprichst, ist so ein Ding. Beruflich hatte ich da ab und an mit zu tun. Mieses Geschäft mit Tieren und Blanko-Impfpässen.

Das ist mein letzter Kommentar in der Sache Hundebiss. Sie führen offensichtlich zu nichts. Dennoch war es interessant, mit dir zu kommunizieren. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

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es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, wann man zum Arzt muss.

aber der gesunde Menschenverstand sagt

  1. Hundeangriffe immer polizeilich zu melden, denn aus einem Einzelfall kann Routine werden. Auch wenn man keine Personalien hat, dann aber Personen- und Tierbeschreibung.
  2. neben dem hilft das Polizeiprotokoll auch für etwaige Versicherungsansprüche (KV und zerstörte Kleidung)
  3. Bisswunden gehören immer vom Arzt oder (kleinere) Apotheker kontrolliert und versorgt. Denn im Gegensatz zu Schnitt- oder Schürfwunden heilen sie anders. Sie müssen gereinigt und entsprechend versorgt werden. Auch ein Impfcheck ist wichtig.

Als aller erstes muss man die Wunde provisorisch reinigen, dann einen Verband rum und dann direkt zum Arzt!

Die Bakterien die ein Hund im Maul hat, können unter Umständen Infektion hervorrufen, deshalb sollte man direkt zum Arzt wenn man einen richtigen Biss von einem Hund hat!

Nach Bisswunden, die nicht nur oberflächlich sind ("Kratzer") sollte man eigentlich zum Arzt. Bakterielle Infekte sind da recht häufig, und oft müssen Antibiotika verschrieben werden.

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