Was tun, wenn Versicherung sich weigert, Direktversicherung zu kündigen?

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8 Antworten

Hallo du Tippelbruder,

du schreibst hier einfach von einer Direktversicherung ohne zu nennen wie der Beitrag überhaupt bezahlt wird! Also der Name Direktversicherung in Verbindung mit einem Arbeitgeber sagt erstmal noch gar nichts aus - es kommt vielmehr auf die Beitragszahlung an ! ! !

Direktversicherung bedeutet erst mal nur, dass über den Arbeitgeber der Beitrag bezahlt wird! Dies sagt aber noch überhaupt nichts über die Anlageart aus - ob sie z.B. arbeitgeberfinanziert, ob arbeitnehmerfinanziert, ob bAV (betriebliche Altersvorsorge) usw. usw. ...

Also klär' bitte erst mal anhand deiner Lohnabrechnung vom alten Arbeitgeber, ob die Beiträge von deinem Lohn/Gehalt abgegangen sind und falls ja, von deinem Brutto- oder vom Nettolohn! Nur mit dieser Auskunft kann dir gezielt und richtig geantwortet werden!

Gruß siola

Sie wurde vom Bruttolohn abgeführt als VWL zu einer bAV.

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@Tippelbruder

Hallo Tippelbruder,

also wenn die Beitragszahlungen von deinem Bruttolohn als bAV einbehalten wurden, dann hattest du und auch dein Arbeitgeber eine Sozialabgabenersparnis und bei dir zusätzlich noch eine Steuerersparnis!

Hier ein Beispiel zur Info:

Optimierung mit bAV

• Umwandlung der VL in bAV • Modell: gleiches Netto wie mit VL, aber doppelter Anlagebetrag Vorteile der bAV • Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge zur Schließung der Versorgungslücke • Die Einzahlung in den bAV-Vertrag erfolgt aus dem Brutto-Gehalt • Generöse staatliche Förderung durch Steuer- und Sozialabgabenbefreiung • Pfändungs- und Hartz-IV-sichere Anlageform

www.makler.gothaer.de/media/projekt_makler-portal/produkte/leben_1/direktversicherung/bav_versus_vl_042010.pdf

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Also, kündigen kann nur der Vertragspartner und dies ist hier der ehemalige Arbeitgeber. Alles ganz einfach im Deutschen Recht.

Ich verstehe das nicht ganz. Wieso gerade er?

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Durch das Betriebsrentengesetz ist die Direktversicherung schlecht kündbar. Wenn der Vertrag auf Sie überschrieben ist, so dass Sie der Versicherungsnehmer sind, kann der Vertrag nicht gekündigt werden. Wenn der Vertrag aber wieder über einen Arbeitgeber läuft, ist die Kündigung machbar. Die Firma muss den Vertrag nur über das Gehalt abwickeln. Voll Steuerpflichtig und Sozialabgabepflichtg. Das was über bleibt, nach Abzug der Abschlusskosten können Sie dann haben. Wichtig: Der Vertrag muss heute aktiv sein!

Eine Direktversicherung kann man nicht verkaufen. Eine Direktversicherung ist ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Die Beiträge sind von deinem Bruttolohn bezahlt und sind Lohnsteuer- u. Sozialabgabenfrei.

Soweit du deinen Arbeitgeber wechselst, kannst du den Vertrag auf die neue Firma übertragen. Ob der die neue Firma aber auch Arbeitgeberleistungen zahlt (alte Firma VWL in Direktversicherung) ist fraglich.

Hallo ramona,

woher weisst du denn dass es sich hier um eine bAV handelt??? Der Tippeldruder schreibt nur, dass es sich um VL handelt - er schreibt überhaupt nichts über die zahlweise: zahlt der AG zusätzlich, zahlt die Beiträge der AN selbst, oder evtl. teils AG u. teils AN usw. usw.

Also dass die Beiträge sozialversicherungs- und steuerfrei vom Bruttolohn bezahlt werden, ist nur deine Vorstellung!

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@siola55

Hallo,

eine Direktversicherung ist ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Das steht doch im Titel der Frage, sowie in der Frage selbst.

Nach §3.36 sind Beiträge bis 224 Euro im Monat sozialversicherungs- u. steuerfrei. Das ist nicht meine Vorstellung.

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@ramona1971

Also eine Direktversicherung muss keine bAV sein, dieser Begriff "Direktversicherung" bedeutet erst mal nur, dass die Überweisung der Beiträge direkt durch den AG erfolgt! Über den Durchführungsweg sagt der Begriff "Direktversicherung" überhaupt nichts aus, weder wer die Beiträge bezahlt noch über die Anlageart - aber ich wiederhol' mich hier nur.

Aber deine Vermutung war richtig: lt. Tippelbruder hat er eine VWL als bAV von seinem Bruttolohn - also eine mtl. Gehaltsumwandlung!?!

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@siola55

Sorry, aber du hast m.E. falsche Informationen: siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Direktversicherung

Die bAV kennt 5 Durchführungswege:

  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • Pensionsfond
  • U-Kasse
  • Direktzusage

Über "Anlageart" hab ich nichts geschrieben.

Die Beiträge zahlt immer der Arbeitgeber, entweder als Arbeitgeberleistung oder eben als Entgeltumwandlung.

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@siola55

Diese Erklärung des Begriffs Direktversicherung stimmt so nicht. Eine Direktversicherung meint entweder eine Online-Versicherung ohne Berater ODER einen der 5 offiziell benannten Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge. Nach ersterem klingt es nicht ;-)

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Also, eine Direktversicherung ist nicht kündbar, solange der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eingetragen ist. (Das ist bei Direktversicherungen immer so)

Wenn Du aber den Arbeitgeber gewechselt hast, muß der alte Arbeitgeber den Vertrag freigeben. D.h. Du wirst als Versicherungsnehmer eingetragen.

Ist das geschehen, hast Du als Versicherungsnehmer auch das "Vertragsrecht". Du könntest also dann den Vertrag kündigen.

Schlauer wäre allerdings, wenn der Vertrag auf den neuen Arbeitgeber umgeschrieben wird. Dann sparst Du den Vertrag weiter an. Eine Kündigung ist immer die schlechteste Lösung. Vor allem dann, wenn der Vertrag noch nicht so lange läuft. Da machst Du viel zu hohe Verluste.

Eine dritte Möglichkeit wurde hier schon beschrieben. Natürlich kannst Du den Vertrag auch beitragsfrei weiter laufen lassen. Aber auch hier würde ich den Vertrag von Deinem alten Arbeitgeber auf Dich umschreiben lassen.

Tja, ich gehöre zu den EURO- Skeptikern. Glaube nicht, dass es den noch in 20 Jahren gibt. Dann wäre das Geld auch weg.

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@Tippelbruder

Und selbst wenn es den in 20 Jahren nicht mehr gibt. Jede Menge Währungen wurden schon abgelöst, OHNE dass das Geld futsch war. Nicht immer blind skeptisch sein, sondern einfach mal informieren und mitdenken.

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ja, das ist eine gute Lösung! Du zahlst keinen Beitrag für diese Versicherung mehr, bekommst aber zum Ende der Laufzeit dein eingezahltes Geld plus der angefallenen Zinsen ausgezahlt!

Die Frage ist nur, was ist dann der EURO noch wert und gibt es den überhaupt dann noch?

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Du kannst, je nach bisheriger Vertragslaufzeit, die Versicherung auch verkaufen. Dabei zahlst Du aber drauf !

Sie würde beitragsfrei gestellt werden und mein Guthaben wird zum Ablauf ausgezahlt. Was ist das denn? Geht so etwas?

lies das kleingedruckte,da steht alles drin.

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