Was tun wenn sein Hund angegriffen wird, aber der Besitzer der anderen Hundes einfach weggeht?

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12 Antworten

Dürfte man die Person zB. mit meinem Handy fotografieren und dann zur Polizei gehen?

Fotografieren darfst du grundsätzlich jeden. Nur die Verbreitung der Fotografie steht teilweise unter Strafe.

Auch auf Versicherungsdaten, Telefonnummer und solche Fragen antwortet die Person nicht. Wie weit darf ich gehen?

Dann droht die Verwirklichung des Anspruchs gegen den Halter vereitelt zu werden. Unter der Bedingung, dass die Polizei nicht rechtzeitig gerufen werden kann darf man die Person festnehmen, vgl. dazu § 229 BGB. Eine Straftat durch den Halter liegt jedoch nicht vor, die Polizei ist hier nur zur Feststellung der Personalien hinzuzuziehen, später zur Polizei zu gehen ist also nicht unbedingt so sinnvoll.

In wie fern darf man seinen Hund verteidigen?

Die Sache, von der die Rechtsgutverletzung ausgeht kann beschädigt oder zerstört werden, wenn das Verteidigungsmittel geeignet ist und das relativ mildeste Mittel. Das geschützte Rechtsgut darf nicht außer Verhältnis zum Sachschaden sein, vgl. dazu § 228 BGB. Den Hund zu erschießen wenn ein einfacher Tritt ausreicht wäre also nicht mehr gerechtfertigt, die Verteidigungsmöglichkeit hängt also von deinen verschiedenen in Betracht kommenden Mitteln ab.

Das beantwortet nicht direkt deine Frage, ist aber trotzdem sinnvoll zu schreiben: Eine solche Situation kannst du entspannen, indem du deinen Hund ableinst, wenn ein unangeleinter Hund auf euch zukommt. Dein Hund reagiert dadurch weniger aggressiv, was den anderen Hund von einem Angriff abhalten kann. Ein angeleinter und ein freilaufender Hund harmonieren nicht, das lernt man in der ersten Stunde Hundeschule.

Wenn das aber nichts nützt: NIemals dazwischen gehen! Das mit dem Pfefferspray ist eine Möglichkeit, aber dann solltest du weggehen. Du kannst deinen Hund nicht weiter verteidigen und läufst nur Gefahr, verletzt zu werden. Da hilft nur: Die Besitzer gehen in entgegengesetze Richtungen weg und lassen die Hunde alleine. Niemal daneben stehen bleiben.

Naja zuerst würde ich mal meinen Hund beschützen, wenn er unterlegen erscheint. Was man darf? Man darf ihn dabei nicht töten.

Inzwischen ist der andere HH vermutlich schon in weiter Ferne und ich gehe davon aus, daß er sich zu diesem Vorfall nicht äußern kann, weil er nichts gesehen haben kann. Wenn er weiter geht. Man muß ihn nur noch einholen und ein Foto machen.

Dann würde ich zur Polizei gehen, Anzeige gegen unbekannt wegen Körperverletzung. Denn wenn ich meinen Hund verteidige, dann habe ich garantiert eine Bißwunde (muß zum Arzt), zerrissene Hose... einen Schaden. Der Hund ist raus, hier geht es dann um Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Dass Besitzer von Hunden, welche gerade einen anderen Hund angegriffen oder gar beschädigt haben einfach wortlos weiter gehen kommt gar nicht so selten vor.

In einem solchen Fall Hund und Halter mit dem Handy fotografieren.

Wenn derjenige auf Fragen nicht antwortet oder nur sagt - das interessiert nur meine Versicherung und den Ort des Geschehens verlässt, empfehle ich auch eigener Erfahrung eine Strafanzeige.

Ob das ein Listenhund oder sonstiger Hund ist spielt keine Rolle, der Halter haftet und ist verpflichtet jeden seiner Hunde so zu führen, dass diese nichts anstellen und für Haftungsfälle gerade zu stehen.

@maggie121,

der eigene Hund hat ein Recht darauf, dass sein Halter ihn verteidigt. Er vertraut auch darauf, dass er beschützt wird.

Wenn Deine Persönlichkeit das zuläßt, tritt dem Hund entgegen. Wenn es sich um eine echte Attacke gegen Deinen Hund handelt, darfst Du, aus meiner Sicht, gegen den Angreifer aktiv werden.

Den Halter des Fremdhundes würde ich fotografieren und bei der Polizei eine Anzeige erstatten.

Freundliche Grüße

Delveng

(zB.sind Tierheimhunde ja manchmal verstört)

Je nach Halter kann jeder Hund manchmal verstört sein.

Und auch die Frage, obs ein Listenhund war, spielt keine Rolle. Das wäre nur mies für den Halter bzw vor allem für den Hund (Tierheim), wenn dieser Hund eben nicht angemeldet ist und der Halter die Haltungsvoraussetzungen nicht erfüllt. Aber sei unbesorgt, die Hunde, die meine Vierbeiner in den letzten Jahren angegangen sind, waren allesamt keine Listenhunde.

Du darfst Deinen Hund auf jeden Fall verteidigen. Am besten natürlich in dem Moment, bevor er zum Angriff ansetzt. Damit erst gar nichts passiert. Das Mittel muss verhältnismässig sein. Also nicht übers Ziel hinausschießen. Ein Pfefferspray in der Tasche kann nicht schaden. Damit ist jeder Hund in Sekunden schachmatt gesetzt ohne schlimme Spätfolgen...

Hier gibts auch so Pappenheimer. Eine hat tatsächlich mal ihre Hündin meine Hündin durchkauen lassen, so dass ich dazwischengehen musste. Die Frau ist dann weitermarschiert mit den Worten "Sowas passiert!". Ich habe mir vorgenommen, bei der und bei ein zwei anderen jetzt immer die Videokamera am Handy mitlaufen zu lassen...

Leider gibt es solche Zeitgenossen :(

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sofern dein hund nicht zum tierarzt musste, würde ich gar nichts unternehmen. es gibt nun mal solche und andere hundehalter. eine anzeige kostet dich viel zeit und ärger, aber unternehmen wird die polizei vermutlich nichts, solange dein hund nicht halb totgebissen wurde.

Vorsicht beim Verteidigen des eigenen Hundes. Natürlich darf der Besitzer nicht einfach so weitergehen, da dies fahrlässig ist. Ich würde dem Mann einfach ansprechen und seine Daten erfragen und ob er sich ausweisen kann. Kann er nicht bzw. will er nicht gehe ich ihm hinterher und ermittle so seine Unterkunft. Dann hat man Name und Anschrift. -> Anzeige wegen Fahrlässigem Halten eines Kleintieres

Anzeige wegen Fahrlässigem Halten eines Kleintieres

Einen derartigen Straftatbestand gibt es nicht. Fahrlässige Sachbeschädigung ist mangels Strafandrohung nicht strafbar.

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Natürlich darfst Du Beweismittel sichern und dazu gehört ganz gewiss das Fotografieren. An sonsten ist Tierhalterhaftung in Deutschland immer Gefährdungshaftung; soll heissen: Wenn durch ein Tier irgendein Schaden verursacht wird, ist der Halter des Tieres IMMER verantwortlich. Dabei ist es vollkommen egal ob das Tier "Schuld" ist oder nicht; es wird auch überhaupt nicht untersucht.

da kannst du nur eins machen, die Polizei rufen, schildere denen Situation.

Ich würde die person fotografieren. So weit ich weiß, gilt in einem wald auch die leinenpflicht.

Du schreibst leider nicht, aus welchem land Du kommst... Die Gesetzeslagen, sind da sehr unterschiedlich!

Generell gibt es fast überall, das sogenannte "jedermann festhalte Gesetz". Was so viel bedeutet, das jeder berechtigt ist. Bei einem Angriff den Verursacher, bis zum eintreffen festzuhalten....

in der Realität ist das, nicht immer machbar! Mir persönlich wäre es egal, ob es erlaubt wäre denjenigen zu photographieren. Ich würde es einfach tun, wenn die Möglichkeit besteht!

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