Was tun wenn Pferd nicht weiterlaufen will?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Falls ich nochmal in so eine Situation komme:

Komme erst einmal nochmal in so eine Situation. Vorab zu spekulieren bringt nichts. Sowas sollte man aus der Situation und den herrschenden Gegebenheiten heraus entscheiden.

Sprich: Arbeite weiter mit dem Pferd, wie gewohnt. Reite die Strecken, die du reiten möchtest. Sollte dann wieder dieses Problem auftauchen, dass Dein Pferd nicht weiter gehen möchte, entscheidest Du neu - und verfährst nicht nach irgendwelchen Mustern, die Du Dir vorher zurechtgelegt hast.

Notfalls steigst Du eben wieder ab und führst über diese Stelle hinaus.

Hab Geduld, sei konsequent. Und wenn die halbe Zeit des Ausritts dafür drauf geht, dass Du Dein Pferd dazu bittest, an diesem mysteriösen, vermutlich Angst einflößenden Punkt auf dem Weg vorbei zu gehen. Irgendetwas wird dort sein, was dein Pferd stört oder verunsichert.

Versuche zu erkenne, ob es sich um Angst oder eher Ungehorsam und Testen handelt. Möchte dein Pferd evt. einfach nur gucken, wie weit es bei Dir gehen darf? Ob es mit ein paar Zickereien durchkommt? Ob Du immer wieder umdrehst und zum Stall zurück reitest, wenn es sich mal quer stellt?

Oder hat es wirklich Angst und ihr solltest versuchen, diese Angst zu beheben?

Das ist ein Unterschied, der bei so etwas einiges ausmacht.

Du hast im Prinzip schon alles richtig gemacht - jetzt heißt es nur noch dran bleiben ;)

mfG

supergute Antwort. Dem ist nichts hinzuzufügen! Fettes DH!

0
@Tangstedt

Darf ich bitte einen Satz von EdgeOfReasons Antwort unterstreichen, der mir besonders gut gefällt?

Notfalls steigst Du eben wieder ab und führst über diese Stelle hinaus.

So oft wird gesagt, man würde Schwäche vor dem Pferd zeigen, wenn man absitzt, aber dieser Meinung bin ich ganz und gar nicht. Wenn ich mit meiner Vertrauensarbeit eben noch nicht so weit bin (warum auch immer, weil ich langsam bin oder das Pferd eben langsamer Vertrauen fasst), dass ich das Pferd überall hin reiten kann, dann muss ich absteigen, ihm sagen "schau her, ich komm mal aus Deinem Nacken, runter zu Dir und zeig Dir das in Ruhe". Selbst wenn man nicht weiß, was man dem Tier zeigen sollte, es wird das anerkennen, wird sehen, dieser Mensch interessiert sich für meine Probleme und es wird ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Macht hingegen der Mensch nur noch mehr Druck, wirkt es auf das Pferd als wolle er nicht auf die Probleme eingehen. Das kann man kurz probieren, aber wenn das Pferd völlig blockiert, hat es keinen Sinn, sich dran festzubeißen.

Was sagte Martin Plewa mal schön auf einem Seminar sinngemäß "Nutze seine Neugier, nicht seinen Gehorsam und Du bekommst die nachhaltigere Wirkung" oder anders rum: Schrecken, die das Pferd selbst mit seiner Neugier besiegen kann, werden keine mehr sein. Welche, die es ausgehalten hat, weil der Mensch so Druck gemacht hat, sind dadurch nicht entschärft worden. Dieses situationsbezogene Denken ist bei uns Menschen sogar ähnlich. Nehmen wir uns als Beispiel, wir wollen uns ein Fahrrad kaufen, sind uns noch nicht schlüssig, welcher Typ es sein soll und der Verkäufer sagt zu uns "Du brauchst unbedingt ein Rennrad" und wir kaufen es, überlegen wir hinterher eher, ob wir nicht mit einem Tourenrad besser bedient gewesen wären, weil ... Wägen wir hingegen selbst alle vom Verkäufer neutral geschilderten Vor- und Nachteile ab und entscheiden uns für das Rennrad, sind wir uns viel sicherer, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Also bringe Dein Pferd dazu, sich selbst dafür zu entscheiden, die von Dir gewählte Route mitzugehen.

... ich übe grade, dass man wegen ein paar Kühe auf einer Weide nicht überstürzt den Heimweg antreten muss - meiner kennt das bisher nicht ;-)

0
@Baroque

**Schrecken, die das Pferd selbst mit seiner Neugier besiegen kann, werden keine mehr sein. Welche, die es ausgehalten hat, weil der Mensch so Druck gemacht hat, sind dadurch nicht entschärft worden. **

Hervorragend! Dafür gibt's ein Kompliment, ich finde, das ist ein ganz ganz wichtiger Satz, den sich JEDER Reiter mal deutlich vor Augen führen sollte.

0
@EdgeOfReason

eine sehr sehr schöne Antwort!

Führen ist kein Zeichen von Schwäche sondern von wahrer Reiterehre!

Meiner Meinung nach gibt es keine Pferde die in so einer Situation den Reiter ver*arschen.

0

Vielen Dank für die ausführliche Antwort :)

0

Hallo, Du bist einen Grasweg hochgeritten........oft ist es so, wenn Pferde nicht sehen können, was sie hinter einem Hindernis erwartet, dann reagieren sie so. Erst recht wenn von dort auch noch Geräusche wahrgenommen werden. Sei also nachsichtig und führe notfalls dein Pferd daran vorbei. Ansonsten mache so locker weiter wie bisher. Das Vertauen in Dich muss noch wachsen und das dauert natürlich, genau wie bei uns Menschen! In diesem Sinne beste Grüße ;)

Hey, wenn er nicht laufen will versuch erstmal mit einer Gerte zu treiben, aber ganz ruhig und auffordernd, nicht hastig oder gar bösartig.. Versuch es erstmal und dann nimm auf alle Fälle mal einen anderen Reiter mit einem Pferd, das mit deiner RB befreundet ist, mit. Dieses 2. Pferd kann dann vorgehen und dein Pferd wird wahrscheinlich wg. dem herdentrieb hinterhergehen.. Wenn das nicht hilft würde ich nicht zu lange oben sitzen bleiben und nach den versuchen mit gerte und zureden relativ schnell absteigen und ersteinmal da lang führen und nach der "bösen" Stelle wieder aufsteigen und es von der anderen Seite probieren, solange bis das Pferd darübergeht und merkt, das nichts passiert! Auch wenn du vlt ein paar Mal absteigen musst hilft das dir und deem Pferd mehr als wenn du danach normal weiterreitest.. glg ClaBu

Wer kennt Höfe (Kreis Mettmann) wo man sich für Ausritte Pferde "mieten" kann?!

Wer kennt Höfe im Kreis Mettmann wo man sich für Ausritte Pferde mieten/ausleihen kann und ohne Begleitung ins Gelände geht ?!

Ich kenn viele in der Umgebung, aber leider bieten diese nur Reitunterricht an - wir suchen aber einfach nur einen Hof der Pferde gegen Gebühr für Ausritte verleiht !

Hat jmd. eine Idee, wo ich solch einen Stall finde ?

...zur Frage

Gleichstrom getriebemotor Vorwärts und rückwärts laufen lassen?

Kann man einen Gleichstrom getriebemotor vorwärts und rückwärts laufen lassen. Also die abtriebswelle?

...zur Frage

Wenn ich vom reiten zurück bin bleibt mein Pferd vorm Stall stehen und bewegt sich keinen meter, nur in den Stall?

Meine stute geht brav allein ins Gelände, anfangs ist sie immer ein wenig unsicher, geht aber brav mit. Wenn ich zurück komme und noch einen Meter am Stall vorbei reiten möchte, geht sie nur rückwärts. Wenn ich dann doch 10 Meter am Stall vorbei reite, ist sie am schnaufen und prusten und macht im Galopp kehrt, obwohl sie die Strecke kennt, das ganze übrigens beim führen oder reiten, wenn die Runde zu Ende Ist, ist für sie Feierabend. Ich reite immer eine andere Runde, abwechslungsreich mit spaziergehen, reiten und auch mal gar nichts. Das ist echt eine mega blöde Angewohnheit von ihr.

...zur Frage

Bodenarbeit Pferd? Was kann ich tun damit meinem Pferd nicht langweilig wird?

Hallo :) ich wollte mal zur Abwechslung mit meiner Reitbeteiligung nicht reiten, sondern etwas Bodenarbeit machen. Was könnte ich da machen und wie lasse ich die z.B Seitwärtsgänge, Rückwärts usw. Laufen?

...zur Frage

Wie bringe ich ein stures Pferd zum Laufen?

hallo erstmal (;

ich habe eine reitbeteiligung schon seit einem jahr . zuerst hat es mit uns nicht so gut geklppt aber jetzt kennen wir uns immer besser und alles klappt total klasse , außer das reiten . wenn er hinter einem pferd läuft geht er total fleißig und toll, aber sobald ich alleine oder sogar vorne reiten will wird er total stur und fängt an , einfach stehen zu bleiben oder rückwärts zu laufen . wenn ich ihn dann vorwärts bekomme läuft er imer total langsam, egal wie viel ich treibe . ich habe schon mit meiner reitlehrerin darüber gesprochen und immer wenn sie kommt um zu helfen und er sie sieht wird er total fleißig und läuft plötzlich wieder .

was soll ich tun ?

habt ihr i.welche tipps für mich ??

danke schonmal im voraus , eure Lisa <3

...zur Frage

darf man dieses pferd noch reiten? araber.

meine freundin hat ein Pferd geschenkt bekommen. eine 17 Jahre alte Araber Stute. Diese stute hat hinten extrem komische Fesseln. so was habe ich noch nie gesehen. die Fesseln sind nämlich fast so tief wie der Huf. sie läuft schon fast darauf. sie sind auch ganz dick. ich habe auch gesehen das sie andauernd die beine abwechslungsweise entlastet. Dazu hat sie natürlich auch noch eine chronische Bronchitis. man habe ihr aber gesagt sie könne sie problemlos reiten. ich habe mich auch drauf gesetzt. sie ist dann aber nur rückwärts gegangen. weil ich nicht wusste ob sie es aus Flausen oder Schmerz macht, bin ich abgestiegen, sicher ist sicher, kenne das pferd ja auch nicht. Darf man dieses Pferd wirklich noch reiten?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?