Was tun, wenn Nachmieterin die Miete nicht zahlt, wer ist im recht?

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6 Antworten

Das eine ist Dein Mietvertrag mit Deinem Vermieter, das andere ist Deine Vereinbarung mit der Nachmieterin.

Wenn sie die Wohnung ab dem 1.5 .bewohnt und sie auch die Wohnungsschlüssel hat, kann man selbstverständlich davon ausgehen, dass sie als Nachmieterin in Deine Wohnung eingezogen ist. Weiter kann man dann - auch wenn es nur mündliche Absprachen gegeben hat - unterstellen, dass es eine Vereinbarung gab, dass sie die Miete für Mai zahlen wird.

Wenn sie die Miete für Mai nicht an den Vermieter gezahlt hat, kann der Vermieter in der Tat das Geld von Dir fordern. Du hast dann allerdings auch für Mai einen Anspruch auf Schadenersatz in Höhe der Miete gegen die Nachmieterin. Diesen solltest Du auch problemlos gerichtlich durchsetzen können.. Am einfachsten geht sowas per Mahnbescheid.

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Hey Leute, vor allem Juristen! 

Juristischen Rat darf es hier nicht geben, nur eine Beurteilung und Rat von Nichtjuristen.

Ich bin am Verzweifeln und brauche dringend Hilfe!!! :-( 

Schaun wir mal.

Den Übernahmevertrag hat die Nachmieterin daraufhin unterschrieben. 

Der gilt nur zwischen Dir und der Nachmieterin.

Mein Problem: Mein Vertrag geht noch bis Ende Mai. Der Vermieter meinte aber, dass es kein Problem ist, wenn die Mieterin eher einzieht und mir dann die Miete für den Mai ("Anteilig") überweist.

Klar, solange er sein Geld bekommt, ist es ihm egal.

 Die Nachmieterin meint aber, da sie auch erst am 1.6. ihre Möbel bringt, mir die Miete nicht überweisen zu müssen. Ja, leider ist sie mir da rein rechtlich überlegen. Glaube ich zumindest... 

Fordere die Schlüssel zurück und übergebe die Wohnung zu Deinem Mietende.

Ist diese Schlüsselübergabe ein rechtlicher Akt?

Nein.

Notfalls könntest Du den Schlüsseldienst rufen und das Schloss tauschen. Rechtlich gesehen bist Du noch Mieter.

Teile das dem Nachmieter mit, dass Du diesen Schritt machen wirst und die Übergabe dann erst Zu seinem Mietbeginn erfolgt, wenn die Miete am 10. Mai nicht bei Dir ist.



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Kommentar von bwhoch2
06.05.2016, 11:36

Gute Antwort aber ich würde eher nicht empfehlen, den Schlüssel zurück zu verlangen.

Lieber im Lauf des Monat Mai ab und zu kontrollieren, ob nicht doch schon Möbel rein gebracht wurden, bzw. der Einzug oder auch Renovierungsarbeiten durch die neue Mieterin stattfinden.

In jedem dieser Fälle ist es so, dass die Nutzung der Wohnung doch schon durch die Neumieterin stattfindet und der Vermieter deshalb die Miete zumindest anteilig von ihr verlangen müßte und Dir ggf. den anteiligen Betrag zurück erstatten müßte.

Es wäre also eher am Vermieter, die Nutzung der Wohnung zu verhindern, wenn er Deine Miete behalten will.

Natürlich könnte das ganze in einem Rechtsstreit enden, aber Deine Chancen stehen nicht schlecht, sofern Du beweisen kannst, dass Die Nutzung durch die Neumieterin, die auch den Schlüssel hat, bereits vor dem 1.6. begonnen hat.

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Hat die "Nachmieterin" einen Mietvertrag mit dem Vermieter abgeschlossen, dessen Mietbeginn auf den 01.06.16 gelegt ist?

Ist im schriftlichen  "Übernahmevertrag" der Tag der Wohnungsübernahme auf den 01.05.16 fixiert? Hat die Nachmieterin im Ü-Vertrag erklärt, dass sie die Mai-Miete an den Vermieter bis 4.5.2016 überweisen wird?

Der Vermieter hat dich nicht aus dem  MV entlassen. Daher bist du zur Mietzahlung verpflichtet.

Die Schlüsselübernahme der Mietwohnung bedeutet nicht , dass damit eine Übergabe im mietrechtlichen Sinne stattgefunden hat. Unterstellt man, dass hier ein mündlicher Untemietvertrag geschlossen worden wäre, dann gilt, dass dieser Vertrag nicht rechtswirksam wird, weil mündliche MV nur unbefristet abgeschlossen werden können. Dieser hier wäre befristet bis 31.05.16 und damit nicht zulässig.  

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Bei rein mündlichen Absprachen besteht immer das Problem der Beweisbarkeit im Streitfall.

Du hast vom Vermieter nichts schriftliches bzgl. Deiner vorzeitigen Entlassung aus Deinem Mietvertrag. Und zudem sagte er Dir dies bestärkend ja auch " ...solange sie DIR die anteilige Miete für Mai zahlt.... " 

Somit sagte er aus, dass er sich für MAI entsprechend DEINES mit ihm geschlossenen Mietvertrages noch an DICH halten wird mit der Miete.

Denn ansonsten hätte der Übernahmevertrag nicht zwischen Dir und der Nachmieterin geschlossen werden dürfen, sondern einerseits zwischen Dir und dem Vermieter bzgl. vorzeitiger Entlassung zum 30.04 aus dem Mietverhältnis, und zudem ein weiterer Vertrag zwischen Vermieter und Nachmieterin, dass sie ab 01.05 SEINE neue Mieterin ist.

Das ist nicht erfolgt, und daher bist Du zunächst gegenüber dem Vermieter in der Pflicht. Von Deiner wortbrüchigen Nachmieterin kannst Du Dir DEIN Geld dann auf dem zivilrechtlichen Wege erstreiten, wenn sie wirklich nicht zahlen sollte.

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Deiner Beschreibung kann ich nicht entnehmen, dass die Nachmieterin zugesagt hat, dir die Miete für Mai zu überweisen. Oder hat sie das? Wenn sie das nun trotzdem nicht will, hast du nur eine Chance, wenn du ihre Zusage beweisen kannst, z.B. durch Zeugen.

Ansonsten lief das sehr seltsam und sollte in dieser Art nicht durchgeführt werden. Dein Vertragspartner ist der Vermieter, nicht der Nachmieter, deshalb führt man die Übergabe mit diesem durch (dabei kann der Nachmieter durchaus dabei sein), aber eben nicht ohne ihn. Und besser ist es allemal, sich solche mündlichen Absprachen eben schriftlich abzusichern.

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Wenn im Übernahmevertrag steht, dass sie Dir die anteilige Miete erstatten muss, muss sie zahlen. Wenn das nicht drin steht, hast Du schlechte Karten, denn alleine die Schlüsselübergabe vor dem 1.6. verpflichtet sie nicht zur Mietübernahme.

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