Was tun wenn Mutter gegen Freund ist- und das gar nicht mal so unberechtigt?

6 Antworten

Du bist in einer ziemlich unglücklichen Situation.

Pauschal kann man dazu gar nichts sagen. Es hängt sehr von Deiner Landeskirche ab, und in den meisten Landeskirchen hast Du keine Chance.

Und selbst in denen, in denen Du eine Chance hast, ist das nicht einfach.

Der kommende Pfarrermangel ab 2020 arbeitet in allen Landeskirchen für Dich. Google mal ein wenig nach vergleichbaren Fällen, wie es dort vorläufig ausgegangen ist. Du bist ja nicht die erste Theologin, die sich in einen Moslem verliebt hat.

Ruf die an und frag nach ihren konkreten Erfahrungen.

Es müsste Erfahrungen geben in den christlich-islamischen Gesellschaften.

Schau mal rein in:

http://www.ekd.de/download/ekd_texte_86.pdf

Wichtig: Das Eheverständnis im Islam und im Christentum ist zum Teil völlig unterschiedlich. Wer sich darauf einlässt, muss das wissen - und er/sie muss mit der Partnerin/dem Partner genau darüber im Gespräch sein. Wobei ich durchaus auch auf einer Trauung zwischen einer Muslima und einem Christen eingeladen war, und nie die rührende Ansprache des liebenden muslimischen Vaters vergessen werde.

Wenn Eure Liebe sich irgendwann stark genug entwickelt, könnt Ihr das vielleicht durchhalten. Aber es wird sehr sehr schwer.

Evt. musst Du die Landeskirche wechseln. In jedem Fall brauchst Du die Zustimmung Deines Freundes, dass er Dich im Pfarrberuf (so Du keine Religionslehrerin werden möchtest) unterstützen will.
Ihr könntet zeigen, dass solche Ehen funktionieren können.

Aber wie gesagt: Es wird sehr sehr schwer werden.

Wenn Du mal Pfarrerin bist, wirst Du ggf. auch andere Menschen in dieser Situation beraten müssen. Was würdest Du ihnen empfehlen?

Was wäre Dir wichtig? Worauf sollten sie achten zu Beginn einer Freundschaft? Was würdest Du überhaupt anderen raten zu Beginn einer Partnerschaft/Freundschaft? Wie weit darf man sich von seinen Gefühlen übermannen lassen, wie weit hat man dafür Verantwortung?

Wenn solch eine Mutter zu Dir in die Beratung käme, was würdest Du ihr raten?

Wenn solche eine Tochter zu Dir in die Beratung käme, wie sollte sie Deiner Meinung nach auf die Ängste der Mutter eingehen?

Ich habe mich selber in meinem kirchlichen Helfersyndrom auf Dinge eingelassen, die letztlich nicht gut waren und andere Menschen sehr verletzt haben.
Das Schlimmste war, dass ich ab irgendeinem Zeitpunkt keinen richtigen Gesprächspartner mehr hatte, der mich hätte beraten können. Die einen wollten mich von meinem Vorhaben abbringen. Da fand ich nur Argumente _für_ mein Vorhaben. Und mit den direkt Betroffenen konnte ich nicht sprechen, weil ich sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehjr enttäuschen wollte.

Du brauchst unbedingt gute Gesprächspartner, bei denen Du dich völlig öffnen kannst, die Dir zuhören, von denen Du aber auch Kritik annehmen kannst!

Du bist eine erwachsene Frau? Bist du?
Und die eigenen Partner stehen in diesem Fall nicht zur Diskussion.
Die Eltern müssen sich arangieren oder es lassen.
Aber sie haben kein Mitspracherecht.
Und sie sind verpflichtet, dir eine Ausbildung zu finanzieren.

Wenn du ein Lebenlang eine brave Tochter warst, dann wird es Zeit, dein eigentliches Leben zu entdecken.

Deine Mutter verhält sich ganz und gar unchristlich wenn man das mal sagen darf. Für mich gilt das oberste aller Gebote: " liebe deinen nächsten wie dich selbst".

Sicherlich hat sie ihre Gründe, und vermutlich auch Recht. Sie sollte dir ins gewissen reden und für dich da sein, aber Erpressen sollte sie dich nicht.

Wenn der Mann Interesse an deiner Einstellung und deinem Glauben zeigt, ihn achtet und respektiert gäbe es für mich wenig Gründe es nicht zu versuchen. Es gibt viele menschen, die sich auch erst spät zum Christentum bekennen. Denn man kann nur etwas kennenlernen das man gezeigt bekommt.

Ideal ist das ganze natürlich nicht und ich verstehe deine Mutter. Aber es ist dein Leben, nicht das Ihre.



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