Was tun wenn mein HA mir nichts verschreiben will

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9 Antworten

Jedes Medikament würde nur das Symptom behandeln, so wie es bisher der Alkohol getan hat. Die Phobie wird davon nicht geheilt. Außerdem würde die dauerhafte Einnahme von Medikamenten die Gefahr mit sich bringen, dass du von diesen Medikamenten abhängig wirst. Dein Problem würde sich also nur verlagern bzw. sich langfristig evtl. noch um eine Abhängigkeitserkrankung vergrößern.

Am besten ist es, wenn du mit deinem Arzt sprichst und ihm auch deine Bedenken gegenüber einer stationären Therapie mitteilst. Je nach Schwere deiner Phobie käme vielleicht auch eine ambulante Therapie in Frage, die unter Umständen mit Medikamenten unterstützt werden könnte. Dabei würdest du z.B. erstmal Medikamente bekommen, damit du weiter studieren kannst. Gleichzeitig müsstest du allerdings die Therapie machen, weil dir die Medikamente sonst irgendwann nicht mehr verschrieben werden.

Ob eine ambulante Therapie in Frage kommt und wie die genau aussieht (wöchentlich ein Termin beim Psychologen, in regelmäßigen Abständen mehrere Tage Therapie am Stück, Teilnahme an Selbsthilfegruppen oder wie auch immer), klärst du am besten mit deinem Arzt.

Was dein Studium angeht, könntest du notfalls ein "Urlaubssemester" wegen Krankheit in Anspruch nehmen. Damit würdest du erstmal eine Weile aus dem Studienstress rauskommen. Das wird auch deinem Lebenslauf nicht schaden, immerhin geht es um die Wiederherstellung deiner Gesundheit. Und kein Arbeitgeber muss erfahren, dass bzw. warum du beurlaubt wurdest.

Deine Eltern solltest du bei Gelegenheit einweihen. Eine Sozialphobie verschwindet nicht von heute auf morgen und vielleicht haben sie auch schon selbst etwas bemerkt (z.B. "komische Verhaltensweisen" oder dass du öfter tagsüber Alkohol getrunken hast). Wenn sie wissen, woher das kommt und dass du etwas dagegen tust, machen sie sich weniger Sorgen und können dich unterstützen. Das Reden wird vielleicht wegen einer Phobie erstmal schwierig, aber auch dafür kannst du Hilfe beim Arzt bzw. Psychologen bekommen.

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Kommentar von user1310
12.10.2011, 19:50

es geht ja die ganze zeit um ambulante therapie, stationäre therapie gibts ja meisten nur bei notfällen bzw als "letzter weg".

ich bin strikt gegen eine ambulante therapie, evtl liegt meine "vermeidung" an meiner sozialen phobie oder einfach nur meiner einstellung zum ganzen. Zu dem schritt therapie werde ich mich momentan nicht überwinden können.

zu dem thema eltern: meine mutter kann ich nicht ausstehen und mein vater(76) ist zu alt dafür um ihn mit sowas zu belasten

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Hallo Genesis1193,

Ein Beispiel: Geht jemand zum Arzt, weil er Schmerzen hat. Er hat vorher im Inet recherchiert, und einen Artikel gefunden, in dem eine Krankheit beschrieben wird, wo diese Schmerzen beschrieben werden. Nun sagt derjenige zum Arzt, "lieber Onkel Doktor, ich habe diese Krankheit, verschreibe mir was dagegen." Was macht der Arzt? Wird er die "Diagnose" übernehmen, und einfach passende Pillchen verschreiben? Nein, er will eine Bestätigung der Diagnose, weil er für seine Verordnungen ja haftet. Darum wird er selbst Untersuchungen vornehmen, um zu einer eigenen Diagnose zu kommen.

Nichts anderes erwartest du von deinem Hausarzt. Du erwartest eine Verordnung für deine selbst diagnostizierte Krankheit. Mag ja sein, dass du richtig liegst mit deiner Vermutung. Dein Arzt braucht aber eine Bestätigung der Diagnose, weil er schließich für seine Verordnungen haftet. Und er muss es dokumentieren, welche Untersuchungen er vorgenommen hat.

In deinem Fall handelt es sich vermutlich (?) um eine seelische Erkrankung (?). Da ist der Allgemeinmediziner nicht der richtige Facharzt, um eine Diagnose zu stellen. Er wird dich also zu einem Kollegen schicken, der für dieses Gebiet zuständig ist. Auch dieser hat dann ein Diagnoseverfahren, um den Grund deiner Phobie zu erforschen, und eine für dich passende Therapie zu entscheiden (evtl. auch medikamentös).

Du siehst, die Sache ist nicht so einfach, wie du es dir vorstellst. Und das ist auch gut so. Höre auf deinen HA, wenn du wirklich Hilfe annehmen möchtest, und gehe zu einem Therapeuten. Anders wirst du dein Problem nicht los.

Alles Gute! :)

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Sei doch froh, wenn dein Arzt dir eine Therapie verschreibt und damit das Übel an der Wurzel packt, anstatt nur an den Symptomen rum zu therapieren! Genau so wie der Alkohol bei dir lediglich die Symptome bekämpft, aber nicht die Krankheit heilt, würde das ein Medikament auch tun. Das zieht die Geschichte nur unnötig in die Länge, und außerdem hat jedes Medikament schädliche Nebenwirkungen, die dir durch eine Therapie ebenfalls erspart bleiben. Also auf zur Therapie!

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Kommentar von user1310
12.10.2011, 19:34

ich kann doch die therapie auch später anfangen, weißt wie das ist wenn ich medikamente bekomme die die meisten symptome bekämpfen? weißt wie toll das wäre wenn ich endlich mit dem alkohol aufhören kann und normal mit diesem medikament leben kann? für mich würde ein ganz neuer lebensabschnitt beginnen. wenn dies verwehrt bekomme, werde ich lieber alkoholiker als mit diesen angstzuständen zu leben.

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Es bedarf schon einer Therapie, die durchaus ja auch ambulant durchgeführt werden kann, um eine sozialen Phobie vernünftig zu behandeln. Tabletten "können" unterstützend sein. Also rede offen mit Deinem Arzt und findet gemeinsam eine gute Lösung. Gruß und alles Gute für die Zukunft.

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Warum verweigerst du eine therapie? Dazu sehe ich kwinwn vernunftugwn grund. Gespräch und Pillen sollten immer Hand in Hand gehen.

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Kommentar von user1310
12.10.2011, 19:20

therapie klingt irgendwie für mich so was festes und langatmig, was mir nur im wege steht. Ich besitze ja auch noch das Problem Studium, wofür ich meine ganze zeit investieren möchte.

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Der Haus Arzt verschreibt es nicht,weil Er es nicht darf.Darum wirst Du wohl keinen Erfolg haben.Die Ärzte haben alle Angst,das Sie in Regress genommen werden von der Krankenkasse.Aber lass den Alkohol weg.Das ist gerade für eine Frau schädlich.

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Kommentar von user1310
12.10.2011, 19:28

das er es nicht darf würde ich nicht gerade behaupten.

bin übrigens m

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Die Therapie machen. Anders gehts nicht. Außerdem würde ich die Eltern einweihen. Auch glaube ich, dass du doch abhängig bist.

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Kommentar von user1310
12.10.2011, 19:18

meine eltern geht dies nichts an. sind mir zu inkompetent.

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Das kann man nicht mit einer "Superpille" behandeln, eine Therapie ist genau richtig! Sei froh dass Du einen vernünftigen Arzt hast!

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Kommentar von user1310
12.10.2011, 19:16

ich war noch nicht beim arzt erst morgen, ist rein spekulativ. aber wieso kann mir alkohol helfen (wenn man das schlechte von der wirkung wegdenkt) und keine "superpille"?

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es gibt in deutschland die freie arztwahl...

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