Was tun, wenn man es zu Hause nicht mehr aushält?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Natürlich rate ich auszuziehen. Es gibt zunächst Pensionen, die nicht so viel Geld kosten, wie Hotelzimmer. Danach sollte man schnell den Anzeigenmarkt in der örtlichen Zeitung durchsuchen, evtl. eine Anzeige aufgeben. Wenn es da keine Chance auf eine freie Wohnung gibt. dann kann ein Makler weiterhelfen. Viele Wohnungen werden nicht öffentlich angeboten, sondern ausschließlich von Maklern vermittelt. So steigt die Chance, schnell eine gute Wohung zu finden stark an.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie "volljährig" bist Du? Das Jugendamt ist in bestimmten Fällen auch noch für Jugendliche über 18 Jahre zuständig, z.B. wenn diese Jugendlichen noch nicht auf eigenen Füßen stehen können und aber zuhause ein dickes Problem haben.

Ansonsten ist auch die ARGE finanziell für Dich zuständig. Das Gesetz sieht zwar vor, dass junge Menschen bis zum 25. Lebensjahr noch zuhause wohnen bleiben müssen, wenn sie ihr selbständiges Leben noch nicht finanzieren können - aber es gibt Ausnahmen: Und Deine Situation ist so eine - weil Deine weitere Entwicklung zuhause bei alkoholkranken Eltern gefährdet ist und Du so auch keine Ausbildung machen und lernen kannst! DIE Situation ist zu belastend für Dich und macht Dich krank.

Falls Deine Eltern bereits Hilfe zum Lebensunterhalt von der ARGE beziehen, hast Du es sogar leichter, denn dann ist das Einkommen der Eltern (die Dir gegenüber ja theoretisch unterhaltspflichtig sind) überschaubar und der ARGE bereits bekannt. Sie müssen dort nicht erst umständlich überprüfen, ob Deine Eltern in der Lage wären Dich finanziell zu unterstüten, wenn Du ausziehst.

Der erste Schritt könnte sein, sich beim Jugendamt zu informieren, welche Rechte und Möglichkeiten Du hättest - aber auch Sozialberatungsstellen, die Caritas, die Solidarische Hilfe, Pro Familia sind Stellen, die nicht nur Auskünfte geben, sondern Dir auch z.B. zum Einklagen Deiner Rechte vor der ARGE einen Anwalt stellen, falls die ARGE sich querstellt, und Dir zu Wohnung, Möbeln oder sonstigen wichtigen Dingen verhelfen können, damit Du starten kannst.

In so einer Sitation ist RUHE erst einmal das Wichtigste: Dass Du diese tägliche Dauerbelastung los wirst und eine eigene, kleine Wohnmöglichkeit bekommst. Auch eine WG wäre (vielleicht wenigstens zum Übergang?) eine Möglichkeit, denn da würdest Du erst einmal nur ein Zimmer und die Mitbenutzung von Bad und Küche plus einen Anteil an Strom und Heizung zahlen - das übernimmt die ARGE sicher problemlos - und ein weiterer Vorteil: Man braucht nicht gleich eine komplette Einrichtung und ist auch nicht allein bei seinem Start in die Selbständigkeit! Eine WG ist da eine wirklich gute Sache!

Ich lese gerade: "Auszug ist finanz. möglich". hast Du das OK der ARGE und / oder bist Du in der Ausbildung? Bist Du an einen Ort gebunden, um zur Arbeit / Ausbildung zu kommen?

Womöglich solltest Du in dieser miesen Lage bezüglich des Standortes der Wohnung flexibel sein und auch weitere Entfernungen von Elternwohnung und Ausbildung/Arbeit in Kauf nehmen, wenn es sein muss!

Was zählt, ist jetzt nur, dass Du so bald wie möglich dort rauskommst, damit es Dir erst einmal besser geht! Als junge Einzelperson muss man leider zu Beginn der Eigenständigkeit wohntechnisch erst einmal größere Kompromisse machen, aber das bleibt ja nicht so! Du entwickelst Dich ja weiter, und in 1-2 Jahren sieht das Ganze dann womöglich schon viel besser aus! Was Du auch machen könntest, um Dir eventuell eine "nettere" Wohnung suchen zu können:

Du könntest inserieren und eine Gleichgesinnte suchen, die ebenfalls von Zuhause raus will und mit Dir eine kleine, feine WG aufbaut! Wenn ihr zusammen mietet, könnt ihr womöglich etwas Schönes finden und euch zusammen nett einrichten... Ich wünsche Dir Entschlußkraft, Mut und Glück auf Deinem Weg!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Shaina
08.10.2011, 03:22

Ui... erst mal danke für deine ausführliche Antwort!

Also, ich bin 20 Jahre alt, vor dem Gesetz also irgendwo noch "jugendlich".

Ich darf ausziehen, das ist mit dem Arbeitsamt bereits alles geregelt. Allerdings finde ich keine passende Wohnung, weil die, die mir zusagen, fast alle eine Provision verlangen... Allerdings kann ich von Hartz IV beim besten Willen nicht Provision und Kaution (womöglich noch gleichzeitig) abbezahlen... und in die letzte Bruchbude möchte ich verständlicherweise auch nicht ziehen. Was ich suche, ist eine Möglichkeit, schneller an eine Wohnung zu kommen oder eine Möglichkeit zur Umgehung der Provision.... so was in der Richtung :/ (Wobei, wie sicherlich bemerkbar ist, ich auch noch Zweifel bezüglich des Auszugs habe... Aber du hast das in deinem langen Text ja schon beschrieben).

Schäden habe ich durch diesen Co-Alkoholismus schon davongetragen, beispielsweise Angst vor Kritik, einige zu liebe Wesenszüge, eine Sozialphobie sowie eine starke Ich-Bezogenheit...

0

ich würde der betreffenden person raten, sich um eine arbeit, eine ausbildung, den bundesfreiwilligendienst, ein freies soziales\\\\ökologisches jahr zu bemühen, sodas geld in die kassen kommt und dann fix ausziehen. wenn man volljährig ist, kann man eben keine ansprüche stellen und so fies das auch is: die eltern sind erwachsen und müssen selber wissen, wie sie ihr leben gestalten. da kann das kind dann nicht kindergärtner spielen. und umgedreht müssen die eltern auch nicht ihr leben umkrempeln, um dem erwachsenen spross zu gefallen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von semran
08.10.2011, 02:10

achja: und auch mal schauen, ob man wohngeld beziehen kann.

0

Abhauen, dann eine Unterkunft bei der Arge beantrage (solange jene Person kein eigenes Einkommen bezieht), für sich leben ,Arbeten gehen, Geschlechtsparter kenne lernen ,kinder zeugen , opa werden und dann Sterben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt auch Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen für Jugendliche und Junge Erwachsene. Die können auch helfen, die Person wird unterstützt bei der Wohnungssuche und es wird auch beraten wie es generell weiter gehen soll. (Belastungssituation)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von rosehip
08.10.2011, 03:06

Hier wohnen oft Jugendliche mit sozialen und "Reife"-Problemen zusammen - da geht es konfliktmäßig täglich rund, und das hat sie ja auch schon zuhause. Ich bezweifle, ob sie sich hier wohl fühlen könnte, schlie0lich muss sie auch Ruhe haben zum Lernen! Ich würde ihr eher raten, allein und selbständig zu wohnen oder sich eine nette Wohnkollegin zu suchen, die eher keine sozialen Defizite mitbringt...

0

so lange suchen bis eine geeignete wohnung gefunden wurde. vllt. auch einfach mal in einem größeren umkreis gucken. - oder in eine wg einziehen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ausziehen! Auf Härtefall beim Jugendamt plädieren-> Da bekommt man Recht1 Unterkommen: In einer art betreutes Wohnen, meist wird sofort eine Wohnung gestellt. also 24h länger muss man nicht warten

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von IQ155
08.10.2011, 02:09

ja aber die Person ist volljüährig! deswegen wird er nur weiter geschickt

0

den Ar... zusammen raufen und auf da Sozialamt gehe und einen Psychologen aufsuchen der einem in Sachen Alkohol helfen kann denn es ist eine anerkannte Krankheit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von semran
08.10.2011, 02:13

ich glaub, es geht eher darum, dass die eltern dem alkohol zu sehr gewogen sind und nicht derjenige, der ausziehen will.

0

Was möchtest Du wissen?